Hühner zum Beispiel (von Michael Cerha)

Ausgabe 25. Februar 2013

Klagenfurt (OTS) - Lassen wir einmal das Pferd, nehmen wir nur das Huhn. Von einem Tier, das im Supermarkt 4,50 Euro kostet, wird ja wohl niemand erwarten, dass es das ist, was daraufsteht, sagen Experten. Es heiße Huhn, sei aber zoologisch längst etwas anderes. Würde man, was nicht - meist noch lebendig - zu Tierfutter verschreddert wird, in eine Wiese stellen, es würde einfach umfallen. Wir stellen uns die Umweltzerstörung wie eine zweite Sintflut vor, samt Meeresanstieg bis zum Hals. Sie wird aber vorher, wie wir eher unbewusst ahnen, auf jeden Fall ein tolles Geschäft, das längst läuft. Samt sogenannten Bioprodukten mit sattem Gutgläubigen-Preisaufschlag, was den Rest des Konsumentenvertrauens untergräbt. Eindämmbar wäre das alles nur von einer Politik, die wirklich unbestechlich ist. Was von Kärnten bis Spanien derzeit europaweit läuft, ist auch der Kampf um Moral in der Politik. Es ist aber vor allem der lebenswichtige Kampf um Volksvertreter, die den Wirtschaftsträgern, mit denen sie auf Du und Du stehen, endlich nachhaltige Auflagen vorgeben.

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