• 24.02.2013, 19:56:00
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Hühner zum Beispiel (von Michael Cerha)

Ausgabe 25. Februar 2013

Utl.: Ausgabe 25. Februar 2013 =

Klagenfurt (OTS) - Lassen wir einmal das Pferd, nehmen wir nur das
Huhn. Von einem Tier, das im Supermarkt 4,50 Euro kostet, wird ja
wohl niemand erwarten, dass es das ist, was daraufsteht, sagen
Experten. Es heiße Huhn, sei aber zoologisch längst etwas anderes.
Würde man, was nicht - meist noch lebendig - zu Tierfutter
verschreddert wird, in eine Wiese stellen, es würde einfach umfallen.
Wir stellen uns die Umweltzerstörung wie eine zweite Sintflut vor,
samt Meeresanstieg bis zum Hals. Sie wird aber vorher, wie wir eher
unbewusst ahnen, auf jeden Fall ein tolles Geschäft, das längst
läuft. Samt sogenannten Bioprodukten mit sattem
Gutgläubigen-Preisaufschlag, was den Rest des Konsumentenvertrauens
untergräbt. Eindämmbar wäre das alles nur von einer Politik, die
wirklich unbestechlich ist. Was von Kärnten bis Spanien derzeit
europaweit läuft, ist auch der Kampf um Moral in der Politik. Es ist
aber vor allem der lebenswichtige Kampf um Volksvertreter, die den
Wirtschaftsträgern, mit denen sie auf Du und Du stehen, endlich
nachhaltige Auflagen vorgeben.

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