"Thema" am 25. Februar: 3096 Tage - der Fall Kampusch im Film

Außerdem: Der Fall Pistorius - vom Helden zum Mörder?

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 25. Februar 2013, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

3096 Tage - der Fall Kampusch im Film

Ihre Geschichte ging um die Welt, jetzt kommt sie ins Kino: Vor genau 15 Jahren wurde Natascha Kampusch auf dem Schulweg entführt, zehn Jahre alt war sie damals. Ihr acht Jahre dauerndes Martyrium in der Gewalt von Wolfgang Priklopil wird detailliert nachgezeichnet. Natascha Kampusch hat das Drehbuch abgesegnet und gemeinsam mit Christoph Feurstein den fertigen Film gesehen. Kritik, ihre Geschichte nur vermarkten zu wollen, lässt die junge Frau nicht gelten. Sie will das Ausmaß der Gefangenschaft spürbar machen, sagt sie im "Thema"-Interview. Zu oft werde sie beschuldigt, freiwillig geblieben zu sein. "Nachdem diese Leute den Film gesehen haben, sagen sie das sicherlich nicht mehr", meint Natascha Kampusch vor der Weltpremiere von "3096 Tage" am Montag in Wien. Nur an einer entscheidenden Stelle geht der Film über die Vorlage ihrer Autobiografie hinaus. Details über ihr Sexualleben hat Kampusch nie preisgegeben. Im Film werden solche Szenen dargestellt. Im Interview mit Christoph Feurstein erzählt Natascha Kampusch, warum sie das zugelassen hat und wie sie Anfeindungen, Spekulationen und ihr Leben danach meistert.

3sat zeigt am Mittwoch, dem 27. Februar, um 20.15 Uhr in der Dokumentation "Der Fall Kampusch - Ein Schicksal im Rampenlicht" von Anita Dollmanits und Christoph Feurstein die enorme mediale Wirkung, die die Entführungsgeschichte im Lauf der Jahre entfaltet hat. Die ORF/3sat-Produktion analysiert den Umgang der Medien mit der Geschichte und zeigt, wie Entführungsopfer nach ihrer Befreiung den Weg zurück in ein normales Leben finden können. Kommunikationswissenschafter Fritz Hausjell erklärt die Besonderheit der Kampusch-Story. In ihrem wie auch in anderen Fällen zeigt sich immer wieder, dass Teile der Öffentlichkeit überfordert sind, wenn jemand, der durch Geiselnahme zum Opfer geworden ist, nachher nicht mehr nur als Opfer gesehen werden möchte.

"Amour" im echten Leben: Pflege bis der Tod uns scheidet

Wie geht man mit dem Leiden und dem geistigen Verfall eines geliebten Menschen um? Diese Frage ist das zentrale Thema des vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Films "Amour" von Michael Haneke, der für fünf Oscars nominiert ist. Haneke trifft offenbar den Nerv der Zeit, die internationale Presse überschlägt sich mit Lob. Im Film wie im realen Leben geraten Menschen an ihre Grenzen, wenn der geliebte Partner schwer erkrankt und zum Pflegefall wird. "Nie würde ich meine Frau ins Heim geben - sie war 50 Jahre lang gut zu mir -und so lange ich irgendwie kann, werde ich sie pflegen", sagt Albert Hiermann. Vor fünf Jahren ist seine Frau Hermine an Alzheimer erkrankt ist. Schleichend kommt der geistige Verfall, die 76-Jährige muss rund um die Uhr betreut werden, doch Herr Hiermann hält dagegen. "Wer aufgibt, der hat schon verloren". Eine "Thema"-Reportage über Liebe und Pflege bis in den Tod von Gudrun Kampelmüller.

Der Fall Pistorius - vom Helden zum Mörder?

Er kam ohne Wadenbeine zur Welt und gelangte als Spitzensportler zu Weltruhm. 2012 hat Oscar Pistorius auf zwei sichelförmigen Karbon-Prothesen an den Olympischen Spielen in London teilgenommen. In seiner Heimat Südafrika wurde er als Held verehrt, als einer, der es geschafft hat. Er und das Model Reeva Steenkamp galten als Traumpaar. Jetzt steht der 26-Jährige wegen Mordes an seiner Freundin vor Gericht. "Ich hatte nie die Absicht, sie zu töten", beteuert er. Ein Fall, der weltweit für Schlagzeilen sorgt. Franz Normann recherchiert für "Thema" in Südafrika und hat auch mit einer Freundin des Mordopfers gesprochen.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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