- 22.02.2013, 13:52:59
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uni.stärken - Töchterle: Breit gefächertes Leistungsspektrum der Veterinärmedizinischen Uni Wien kommt Mensch und Tier zugute
Wissenschaftsminister besuchte Veterinärmedizinische Universität Wien - Rektorin Hammerschmid und zahlreiche Wissenschaftler präsentierten Lehr- und Forschungsleistungen

Utl.: Wissenschaftsminister besuchte Veterinärmedizinische
Universität Wien - Rektorin Hammerschmid und zahlreiche
Wissenschaftler präsentierten Lehr- und Forschungsleistungen =
Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle war heute Vormittag im Rahmen der gezielten
Universitätsbesuche "uni.stärken" zu Gast an der
Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna). Gemeinsam
mit Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid überzeugte sich der Minister an
mehreren Einrichtungen der Vetmeduni Vienna vom breiten
Leistungsspektrum, das Mensch und Tier zugutekommt. "Die Lehr- und
Forschungsleistungen tragen auch wesentlich dazu bei, unserer
Verantwortung Tieren gegenüber noch besser gerecht zu werden", so der
Minister. "Wir fokussieren uns auf ein qualitativ hochwertiges
Angebot für Studierende, Forschende und Tierpatienten. Dass sich der
Qualitätskurs lohnt, beweist die kürzlich erhaltene höchstmögliche
Akkreditierung durch die European Association of Establishments for
Veterinary Education (EAEVE), die bisher nur fünf von insgesamt 98
veterinärmedizinische Universitäten bzw. Fakultäten in Europa
durchlaufen haben", erklärt Rektorin Hammerschmid.
"Die Veterinärmedizinische Universität hat sich über die
Landesgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet und gerade
auch jüngst mit der Einrichtung des Messerli Instituts seine hohe
Attraktivität bewiesen", so der Minister. Das Messerli
Forschungsinstitut spiegle auch mehrere zentrale Aspekte im
Hochschulbereich wider, verwies Töchterle auf die Zusammenarbeit
mehrerer Universitäten und privater Geldgeber sowie die
Interdisziplinarität. "An der Veterinärmedizinischen Universität Wien
werden zentrale Ziele des Hochschulplans vorbildlich gelebt."
Betreuung nach neuestem Stand der Wissenschaft
Am Beginn des Rundgangs an der Veterinärmedizinischen Universität
stand der Besuch der Kleintierklinik mit Schwerpunkt Interne Medizin
und Onkologie. Der Minister informierte sich bei O.Univ.Prof. Dr.
Johann Thalhammer, Leiter der Klinik für Kleintiere, und seinem Team
über die modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie
aktuelle Forschungsvorhaben und machte sich ein Bild über den regen
Klinik- und Ambulanzbetrieb. An der klinischen Abteilung für Interne
Medizin Kleintiere behandelt ein hochspezialisiertes Team aus
Onkolog/innen Tiere mit der Diagnose Krebs. Mit zunehmendem Alter
steigen auch bei Hunden und Katzen die Krebserkrankungen. Dank
modernster Therapien kann die Lebensqualität der Tiere trotz Krebs
erhalten bleiben. Im Gegensatz zur Humanmedizin verläuft die
Behandlung aufgrund der geringeren Dosierung weniger aggressiv. Für
die Strahlentherapie wird an der Vetmeduni Vienna ein moderner
Linearbeschleuniger eingesetzt. Den Patienten steht aber auch
modernste Diagnostik-Infrastruktur wie Magnetresonanztomographie
(MRT), Computertomographie (CT) oder Szintigraphie zur Verfügung. Die
Ergebnisse aus der Forschung kommen direkt den Tierpatienten zugute
und fließen in die klinische Ausbildung der angehenden
Tierärzte/innen ein.
Forschung für sichere Lebensmittel
Weiters besuchte der Minister das Institut für Milchhygiene, wo ein
Laborbesuch sowie ein Austausch mit den Wissenschaftler/innen am
Programm standen. "Gerade auch aktuelle Fälle zeigen, wie relevant
das Forschungsfeld der Lebensmittelsicherheit ist", so Töchterle. Das
Institut leiste exzellente Arbeit, verwies der Minister etwa auf das
Christian Doppler Labor für Molekularbiologische
Lebensmittelanalytik, das bereits 2007 eingerichtet wurde. Ein
weiteres Christian Doppler Labor, das sich die Entwicklung
innovativer Methoden zum Nachweis mikrobieller Erreger in
Lebensmittel zum Ziel gesetzt hat, wird im Frühjahr eröffnet. Das
Institut unter der Leitung von Univ.Prof.Dr. Martin Wagner
beschäftigt sich hauptsächlich mit mikrobiellen Gefahren in der
Lebensmittelkette. Die Produktion sicherer tierischer Lebensmittel
beginnt bei der Bodengesundheit bzw. beim Futtermittel, umfasst alle
Stufen der Verarbeitung sowie Handel und Verkauf an den Konsumenten.
Vorgestellt wurde auch das EU-Forschungsprojekt "Promise", das
erstmals die internationale Verbreitung von Lebensmittelkeimen ins
Visier nimmt und eine Bestandsaufnahme von Keimen macht, die über
Touristenströme in die EU kommen.
Nach den Terminen an der Universität Klagenfurt war der heutige
Besuch an der Veterinärmedizinischen Universität Wien der zweite der
beim Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz (uniko) von Minister
Töchterle angesprochenen gezielten Universitäts-Besuche: "Wir haben
in Österreich exzellente Hochschulen, und mein Ziel ist es, diese
Uni-Stärken vermehrt zu zeigen, um damit auch das Bewusstsein und die
Wertschätzung für die Lehre und Forschung an den Universitäten zu
heben."
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