• 20.02.2013, 14:09:57
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FSG-Katzian: Vermögende müssen einen fairen Beitrag leisten!

Mehr als die Hälfte der Gesamtabgaben aus Lohnabgaben; ÖGB-Vermögenssteuermodell würde fünf Prozent der Privathaushalte treffen, aber nicht die Unternehmen

Utl.: Mehr als die Hälfte der Gesamtabgaben aus Lohnabgaben;
ÖGB-Vermögenssteuermodell würde fünf Prozent der
Privathaushalte treffen, aber nicht die Unternehmen =

Wien (OTS/FSG) - "Es gibt keine Statistik, die nicht belegen würde,
dass Österreich im internationalen Vergleich einen Nachholbedarf hat,
was die Besteuerung großer Vermögen betrifft. Weit mehr als die
Hälfte der Gesamtabgaben stammen aus Lohnabgaben, ein weiteres
Viertel von KonsumentInnen. Demgegenüber stehen nur rund 14 Prozent
Einnahmen von Unternehmen und Vermögenden, wobei der Anteil letzterer
verschwindend klein ist: Bei den Einnahmen aus Vermögenssteuern liegt
Österreich mit einem Anteil von 1,3 Prozent am gesamten
Steueraufkommen auf dem drittletzten Platz aller 34 OECD-Staaten, nur
Estland und Mexiko liegen dahinter. Im Durchschnitt lukrieren die
Staaten der OECD im Jahr 2010 5,5 Prozent ihrer Steuereinnahmen aus
vermögensbezogenen Steuern - das ist viermal so viel wie Österreich",
kontert der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer
Gewerkschafterinnen (FSG), Wolfgang Katzian aktuellen Aussagen zur
Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Die Ungleichverteilung der Vermögen müsse sich endlich ändern, es
brauche eine Entlastung der Lohnsteuer und des Faktors Arbeit, wie
das auch WIFO-Chef Karl Aiginger unlängst wieder betont habe, so
Katzian weiter: "Angesichts aller Zahlen und Fakten ist es für mich
schwer nachvollziehbar, dass die VertreterInnen von ÖVP und der
Wirtschaft ihre ideologische Position und ihr Njet zu einer
Vermögenssteuer nicht endlich aufgeben, um nach dem Gebot
wirtschaftlicher Vernunft zu agieren!"

Das Vermögenssteuer-Modell des ÖGB geht von einem Freibetrag von
700.000 Euro aus, mit progressiv steigendem Steuersatz. "Der normale
Häuslbauer oder die oft zitierten VertreterInnen des Mittelstands
wären also definitiv nicht betroffen, ein Schlossbesitzer hingegen
schon. Wer beispielsweise Eigentümer einer zwei Millionen Euro teuren
Luxusvilla ist, der würde 8.526 Euro pro Jahr zahlen, das ist für ihn
verkraftbar. Die Einnahmen einer Vermögensteuer sind dringend
notwendig, beispielsweise für die Absenkung des viel zu hohen
Eingangssatzes bei der Lohnsteuer", so Katzian abschließend: "Das
ÖGB-Modell würde etwa fünf Prozent der Privathaushalte belasten, aber
nicht die Unternehmen, es kann also auch keine negative Wirkung auf
Beschäftigung und Investitionen haben. Irgendwann muss Schluss sein
mit der bewussten Irreführung, wie sie manche Gegner der
Vermögenssteuer betreiben. Würden Millionäre ihre Vermögen in reale
Investitionen und nicht in spekulative Finanzprodukte investieren,
dann wäre uns die Finanzkrise erspart geblieben. Vermögende müssen
also endlich einen fairen Beitrag leisten!"

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