25 Jahre GAMED - Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin

Den Menschen in seiner Ganzheit wahrnehmen

Wien (OTS) - Die "GAMED - Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin" feierte am 14. Februar 2013 im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses ihr 25-Jahr-Jubiläum. Mag. Sonja Wehsely, Wiener Stadträtin für Gesundheit und Soziales, gratulierte der GAMED und ihrem Gründer, Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Stacher, für die herausragenden Leistungen im Bereich der Aus-und Weiterbildung, der Aufklärung und Qualitätssicherung.

Die GAMED wurde im Jahre 1988 vom damaligen Amtsführenden Stadtrat für Gesundheit und Soziales, Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Stacher mit dem Ziel gegründet, die Ganzheitsmedizin in Österreich zu etablieren.

Mensch in seiner Ganzheit sehen

Wehsely würdigte die visionäre Kraft des Arztes und Politikers, der kürzlich seinen 88. Geburtstag feierte: "Alois Stacher gab den Anstoß zu vielen wichtigen und nachhaltigen Strukturprojekten, die die Stadt Wien bis heute prägen. Dazu zählt neben dem Bau der Wiener Rudolfstiftung und des SMZ Ost auch die Wiener Psychiatriereform sowie die Gründung der GAMED. Alois Stacher war es als Arzt immer ein zentrales Anliegen, den Menschen als Ganzes zu betrachten."

Dieser Ansatz habe im letzten Vierteljahrhundert nichts von seiner Aktualität verloren - im Gegenteil. Denn gerade die zunehmende Spezialisierung der Medizin dürfe nicht vergessen lassen, den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen und Krankheiten nicht als eindimensionale Geschehnisse zu kategorisieren. Wehsely betonte die Notwendigkeit, die ganzheitliche Wahrnehmung des Menschen verstärkt in die medizinische Grundausbildung und Fortbildung zu implementieren. "Es geht darum, welches Menschenbild unsere Ärztinnen und Ärzte haben und welchen Umgang sie mit ihren Patientinnen und Patienten pflegen. Hier eine hohe Qualität sicherzustellen, war und ist Aufgabe unserer Gesellschaft bzw. der Politik - die GAMED liefert hierfür seit jeher wertvolle Impulse." In diesem Sinne besteht zwischen der Stadt Wien und der GAMED eine hervorragende und traditionsreiche Zusammenarbeit.

Integration als zentrale Devise

A.o. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl, seit 2003 Präsident der GAMED, unterstrich die gesundheits- und sozialpolitische Dimension der GAMED: "Der Wunsch nach einer Ausweitung der medizinischen Möglichkeiten - der Gesundheitserhaltung und -wiedererlangung - kommt sehr stark aus der Bevölkerung. Die GAMED ist seit ihrer Gründung bestrebt, diesem Wunsch ein gutes Fundament zu verleihen." Eine zentrale Devise der GAMED lautet, eine kritische Offenheit gegenüber anderen Denkweisen zu pflegen, so Prof. Marktl: "Nicht à priori etwas ablehnen und ausgrenzen, sondern zulassen und schauen, was dahinter steckt." Ein wichtiges Ziel ist es, Methoden zu etablieren, die in langjähriger Erfahrung ihre positive Wirkung auf den Menschen gezeigt haben. Zum anderen soll durch adäquate Forschung ein solides Fundament für jene Verfahren geschaffen werden, deren Effekte noch nicht ausreichend belegt sind.

Hochkarätige Aus- und Fortbildung

"Wir waren in der Vergangenheit vorwiegend bestrebt, verschiedenste ganzheitsmedizinische Aus- und Fortbildungen auf die Beine zu stellen: laufende Spezialseminare, einen Universitätslehrgang sowie eine Reihe internationaler Kongresse. Hier möchte ich exemplarisch den Kongress "Licht-
Farbe-Gesundheit", der 2010 im Gesundheitsministerium stattgefunden hat, sowie den internationalen Kongress "Kinderheilkunde und Komplementärmedizin", der 2011 am FH Campus in Wien erfolgreich abgehalten wurde, erwähnen." Heuer organisieren wir vom 8. bis 9. November einen internationalen Kongress über die Heilkraft des Wassers. Aktuell wird an der Etablierung einer Ausbildung zum Master für "Integrative Medizin" gearbeitet, der am FH Campus in Wien, der größten Fachhochschule Österreichs, angeboten werden wird. Diese Ausbildung soll ÄrztInnen und diplomiertem Gesundheitspersonal die aktuellsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Ganzheitsmedizin nahebringen und Kompetenzen zum Wohle der Menschen vermitteln. "Denn der wichtigste Auftrag der GAMED ist es, zu fördern, was gut und wertvoll sowie den Menschen von Nutzen ist", so Prof. Marktl.

Netzwerke knüpfen

Die GAMED steht seit ihrer Gründung für den Gedanken der Integration, betonte Prof. Marktl: "Wir grenzen nicht aus, wir versuchen vielmehr einzuschließen." Zudem ist die GAMED stets bemüht, Netzwerke für die Forschung aufzubauen. "Als kleiner gemeinnütziger Verein können wir allein nicht viel bewältigen, aber wir haben viele Freunde, mit denen wir Forschungsprojekte durchführen, beispielsweise ist eine Kooperation mit der größten chirurgischen Klinik Österreichs unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Raimund Jakesz geplant", berichtete Prof. Marktl. Weiters dankte Prof. Marktl allen Förderern, Sponsoren und Mitgliedern für ihre unverzichtbare Unterstützung. "Wir wollen unabhängig bleiben, und das ist nur mit öffentlicher Unterstützung möglich", betonte der GAMED-Präsident.

Kollektives Umdenken als Zukunftsmodell

Prof. DDr. Harald Walach, Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder, wies in seinem Festvortrag darauf hin, dass der Hauptanteil der Forschungsaktivitäten in die Entwicklung von Medikamenten fließe. Hingegen werde nur ein marginaler Anteil in die Erforschung jener Faktoren investiert, die den größten Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit ausüben: "Jeweils 35 Prozent machen unser soziales Umfeld und unser Lebensstil aus, nur knapp zehn Prozent unsere Genetik - lediglich die restlichen 20 Prozent lassen sich medikamentös beeinflussen." Der Experte forderte ein generelles Umdenken und mehr Forschungsaktivitäten zur Entwicklung effizienter Gesunderhaltungsstrategien. Besonders hob er das enorme krankheitspräventive Potenzial von kalorienarmer Ernährung und von bewusster Lebensführung mit regelmäßiger Meditation hervor. Letztere sei in der Lage, die basale Gehirnaktivität nachhaltig zu reduzieren und so beispielsweise einen Beitrag zur Verhinderung von Alzheimer-Erkrankung zu leisten. Insgesamt sprach sich Prof. Walach für die Integration ganzheitsmedizinischer Ansätze in unser Gesundheitssystem aus. Damit könne die Gesamtbevölkerung wesentlich länger gesund erhalten werden, was wiederum in substanziellen Einsparungen resultiere.

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