KONSUMENT: Rauchmelder im Test - gute Lebensretter ab 6 Euro

Nur jeder zweite getestete Rauchmelder erhielt gute Bewertung

Wien (OTS/VKI) - In Österreich sterben jedes Jahr 20 bis 30 Menschen bei Bränden in privaten Haushalten. Viele von ihnen kommen ums Leben, weil sie das Feuer nicht rechtzeitig bemerken und ersticken. Rauchmelder sollten vor allem dort installiert werden, wo diese Gefahr am größten ist: in Schlafzimmern und in Aufenthaltsräumen. In einem aktuellen Qualitätstest wurden 15 gängige Modelle auf den Prüfstand gestellt, wobei die Hälfte am Ende als "gut" bewertet wurde. Unterschiede gab es besonders bei der Handhabung und Robustheit. Ein Gerät erreichte die vorgeschriebene Lautstärke nicht und musste als "nicht zufriedenstellend" eingestuft werden. Die detaillierten Ergebnisse und weitere Informationen gibt es ab dem 21.2. in der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at.

Drei Rauchmelder-Systeme im Test

Rauchmelder gibt es in vielen Baumärkten schon für wenige Euros. Dabei handelt es sich meist um Modelle mit einfachen Alkaline-Batterien, die nach etwa zwei Jahren getauscht werden müssen. Günstige und gute Geräte dieser Klasse sind die getesteten Rauchmelder von Abus (14 Euro) und Ikea (6 Euro). Der Nachteil: Durch den häufigen Batterietausch und die regelmäßige Wartung fallen über die Jahre zusätzliche Kosten an.

Teurer in der Anschaffung, dafür aber komfortabler sind Geräte mit Lithium-Batterien mit einer Funktionsdauer von circa 10 Jahren. In diese Kategorie fallen auch die beiden Geräte mit der höchsten Punktezahl, die Rauchmelder Ei Electronics Ei650 und FireAngel ST-620-DET, die nicht nur durch Zuverlässigkeit sondern auch in der Handhabung überzeugten. Ärgerlich: Bei zwei Meldern mit Lithium-Batterien (Kidde, Unitec) wurde eine deutlich geringere Betriebsdauer ermittelt als von den Herstellern angegeben worden war.

Außerdem im Test: zwei funkvernetzbare Rauchmelder. Sie eignen sich vor allem für größere Wohnungen und Häuser mit mehreren Etagen. Registriert einer Rauchbildung, springen gleichzeitig auch alle anderen an. Dabei funktioniert die Signalübertragung sogar durch Stahlbetondecken hindurch, wie der Praxistest ergab. Bei Minimax MX 200 war der Alarmton viel zu leise und erreichte nicht die vorgeschriebenen 85 Dezibel, womit dieser Melder mit "nicht zufriedenstellend" bewertet wurde.

Rauchmelder ab Juli 2013 in Kärnten Pflicht

Ob in einer Wohnung Rauchmelder angebracht werden, ist in Österreich bisher jedem Haushalt selbst überlassen. Während in vielen Teilen Deutschlands bereits eine Rauchmelder-Pflicht besteht, wurde eine entsprechende Richtlinie hierzulande noch nicht umgesetzt. Das erste Bundesland, das die Montage vorschreiben wird, ist Kärnten. Ab 1. Juli 2013 sind Rauchmelder dort in allen Wohnungen Pflicht.

Der detaillierte Rauchmelder-Test erscheint am 21.02. in der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und ist ab sofort auf www.konsument.at abrufbar.

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