Pferdefleischskandal: Auch in Österreich werden Fohlen zu Pferdefleisch verarbeitet

ANIMAL SPIRIT fordert verpflichtende Kennzeichnung von Ursprungsland, Art der Haltung und Schächtung!

Laaben (OTS) - Immer wieder liest man in diversen Medien, daß Pferde nicht zum Schlachten gezüchtet würden. Das entspricht leider nicht der Wahrheit, denn auch in Österreich werden Pferde und vor allem Noriker- und Haflinger-Fohlen in großen Mengen regelrecht für den Fleischmarkt produziert. Siehe auch:
www.youtube.com/watch?v=FNf5qfQiEmI&feature=youtu.be . Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: "Nur die "schöneren" Fohlen oder solche, die zufällig private Plätze finden, bleiben vorerst am Leben; alle welche nicht den oft obskuren Zuchtkriterien entsprechen, werden jeden Herbst im Alter von nur 4 bis 6 Monaten (!) - großteils auf Pferdemärkten - versteigert und entweder in Österreich zu Pferdefleisch verarbeitet oder - noch schlimmer - in stundenlangen Tiertransporten nach Italien zum Mästen und Schlachten gekarrt. Und diese alljährliche Überproduktion wird mit unseren Steuergeldern auch noch subventioniert!"

Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT kauft schon seit fast 10 Jahren jeden Herbst soviele dieser "Schlacht"-Fohlen wie möglich frei, vermittelt sie an gute und kontrollierte Privatplätze oder bietet Pferden und anderen "Nutz"-Tieren ein artgerechtes Leben auf einem seiner beiden Tierschutzhöfe in Laaben (NÖ) und Esternberg (OÖ). Aber jeder Konsument sollte sich bewußt sein: Das Essen von Pferdefleisch verursacht Gewalt gegen Tiere - nicht anders als das Verzehren von Rindern, Schweinen und anderen an ihrem Leben hängenden Wesen.

Dr. Plank weiter: "Die immer billigere "Produktion" von Fleisch funktioniert nur durch immer intensivere - und damit meist auch tierquälerischere - Massentierhaltung. Somit wird der Preiskampf wieder einmal auf dem Rücken der unschuldigen Tiere ausgetragen. Aber nicht nur Schweine, Rinder, Kälber, Puten oder Masthühner leiden unter den immer unnatürlicheren Haltungsbedingungen, auch Reit- und Turnierpferde werden vielfach geschunden, überzüchtet, überdressiert und manchmal sogar zu Tode geritten; nach dem Ende ihrer "nutzbaren" Zeit landen auch hier die meisten am Schlachthof, das Gnadenbrot gönnt ihnen kaum eine/r der ehemaligen BesitzerInnen!"

Und immer mehr dieser "ausrangierten" Pferde, die oft tagelang lebend transportiert werden und dann als "Billigfleisch" offensichtlich eben auch auf den Tellern hiesiger Fleisch-Esser landen, kommen aus dem ehemaligen Ostblock. So läuft gerade auf "change.org" eine Petition gegen den jährlich in Skaryszew, Polen, stattfindenden größten und grausamsten Pferdemarkt Europas: "Ca. 2.000 Pferde werden dort regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder gekarrt, wo sie auf der Schlachtbank landen. Furchtbare Bedingungen herrschen auf dem Markt und bei den Transporten." Mehr des Textes über die dort herrschenden extrem brutalen Zustände ist an dieser Stelle nicht zumutbar.

Dr. Plank abschließend: "Da in letzter Zeit, und nun vermehrt aufgrund dieses aktuellen "Pferdefleisch-Skandals" wieder einmal vollmundig von allen Seiten die Kennzeichnung der Herkunft des Fleisches gefordert wird, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, für die Forderung der Verpflichtung des Handels, nicht nur das genaue Ursprungsland und die Art der Haltung angeben zu müssen, sondern auch, ob das Fleisch von geschächteten - also gänzlich ohne Betäubung entbluteten - Tieren stammt."

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Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: 0676 708 24 34 oder 02774 29 330
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