Bayr zum Tag der Sozialen Gerechtigkeit: Transfers von Nord nach Süd nötig

Landwirtschaftspolitik als Negativbeispiel für Profitgier

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Tages der Sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die globale Ebene von sozialer Gerechtigkeit: "Es ist an der Zeit, dass Ressourcen und intelligente Technologie von Nord nach Süd umverteilt werden", stellt Bayr fest und ergänzt: "Während der letzten Dekaden haben die Industrieländer Ressourcen aus dem globalen Süden ausgebeutet, um ihren Wohlstand aufzubauen." Um auch in den Ländern des globalen Südens die Mittel und das Know-how für soziale Gerechtigkeit bereit zu stellen, sei eine Umkehr nötig, wobei unbedingt zu beachten sei, dass "die Fehler der Industrialisierung, wie das rücksichtslose Ausbeuten von Menschen und Umwelt, nicht wiederholt werden", betont Bayr. ****

Die Produktion von Lebensmitteln sei ein treffendes Beispiel dafür, was in letzter Zeit schief gelaufen ist. "Weil auf großen Anbauflächen in den so genannten Entwicklungsländern für den Weltmarkt produziert wird, müssen diese für den Eigenbedarf teuer importieren", kritisiert Bayr. Das hat zur Folge, dass in Ländern mit niedrigen Einkommen 45 Prozent des Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel ausgegeben werden, in reichen Ländern sind es lediglich zwölf Prozent. Um soziale Gerechtigkeit weltweit zu ermöglichen, sei "Wissenstransfer von Nord nach Süd unerlässlich", stellt Bayr fest und fordert mehr internationale Solidarität. So müsse die "Landwirtschaftspolitik in der Art umgestaltet werden, dass Ernährungssouveränität sowie gesunde Nahrungsmittel und nicht Profite von internationalen Konzernen im Vordergrund stehen", unterstreicht Bayr. (Schluss) bj

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