- 19.02.2013, 11:49:54
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ÖHV und Tourismusverbände: Betroffenheit nach "Lügen"-Vorwurf durch Spar-Chef
Drexel in Interview mit der Kleinen Zeitung: "Lügen, was das Zeug hält.
Utl.: Drexel in Interview mit der Kleinen Zeitung: "Lügen, was das
Zeug hält. =
Bad Blumau (TP/OTS) - Betroffen über ein Interview von Spar-Chef
Gerhard Drexel mit der "Kleinen Zeitung" (Ausgabe vom 15. Februar)
zeigten sich heute, Dienstag, Vertreter der Österreichischen
Hotellerievereinigung, des steirischen Vulkanlandes, der steirischen
Thermenbetreiber und des Tourismusverbandes Bad Blumau. In dem
Interview, in dem sich Drexel unter anderem zu Durchsuchungen der
Sparzentrale durch die Wettbewerbsbehörde und zu für Spar ungünstigen
Preisvergleichen der Arbeiterkammer äußerte, griff er die Gegner
eines agroindustriellen Glashausprojektes in der Thermengemeinde Bad
Blumau mit den Worten an: "Leider lügen die Gegner, was das Zeug
hält."
Breite Betroffenheit
Vorangegangen war dem Interview ein offener Brief der Gegner des
von Spar mit Abnahmegarantien finanzierten Megaprojektes an den
steirischen Landeshauptmann Franz Voves. Darin hatten sie darauf
verwiesen, dass Expertengutachten entgegen aller Beschwichtigungen
der Befürworter zu dem Schluss kämen, dass die industrielle Nutzung
des örtlichen Thermalwassers zur Beheizung der Glashausanlage
unkalkulierbare Folgen für die Thermen und damit für das wichtigste
wirtschaftliche Standbein der Region haben könne.
Unterzeichner des Briefes waren Gernot Deutsch (Therme Bad
Waltersdorf), Melanie Franke (Rogner Bad Blumau), Josef Ober
(Steirisches Vulkanland), Erwin Paierl (Österreichische
Hotellerievereinigung Steiermark), Maria Perl (Tourismusverband Bad
Blumau), Franz Rauchenberger (Thermenland Steiermark Marketing GmbH),
die Familie Rogner (Rogner Bad Blumau), Ruth Roth (Betriebsrätin
Rogner Bad Blumau), Karl Semmler (Bürgerinitiative "Pro Bad Blumau"),
Franz Spörk (Tourismuskommission Bad Blumau) und Wolfgang Wieser
(Therme Loipersdorf) gewesen.
"Entschuldigung wäre angebracht"
Die Bürgerinitiative "Pro Bad Blumau" hatte zudem wiederholt
darauf hingewiesen, dass Agroindustrie nicht mit dem auf sanften
Tourismus ausgerichteten Leitbild der Thermengemeinde Bad Blumau
harmoniere und dass der Versuch der Betreiber, Tomatenanbau bei
künstlicher Beleuchtung rund um die Uhr und mit bis zu 16 Meter
langen Rispen als Öko-Projekt zu verkaufen fragwürdig wäre.
Bei ihrem Engagement hatte die Plattform überparteiliche
Unterstützung erhalten. Zuletzt hatten sich ihrer Kritik auch Bauern
aus anderen Bundesländern angeschlossen, die sich durch den Einstieg
von Spar in die landwirtschaftliche Produktion etwa im Weinanbau
einem Verdrängungswettbewerb der Handelskette ausgeliefert sehen.
Auch Buchautoren wie Rüdiger Dahlke ("Peacefood") und Clemens G.
Arvay ("Der große Bioschmäh") hatten Bedenken geäußert.
"Im Sinne einer sachlichen Gesprächsbasis wäre Drexel gut beraten,
sich bei den Gegnern des Projektes zu entschuldigen", sagen nun Erwin
Paierl (Österreichische Hotellerievereinigung Steiermark), Josef Ober
(Steirisches Vulkanland), Wolfgang Wieser (Therme Loipersdorf), Maria
Perl (Tourismusverband Bad Blumau) und Karl Semmler (Bürgerinitiative
"Pro Bad Blumau") stellvertretend für alle anderen Gegner der
Glashausanlage.
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