• 19.02.2013, 10:10:58
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GLOBAL 2000: Entscheidende Abstimmung für Schutz der Bienen in Brüssel

Minister Berlakovich muss dem EU-Vorschlag zur Rettung der Bienen zustimmen.

Utl.: Minister Berlakovich muss dem EU-Vorschlag zur Rettung der
Bienen zustimmen. =

Wien (OTS) - Am 25. Februar werden VertreterInnen der 27
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in Brüssel über ein Verbot
der bienengefährlichen Saatgutbeizen aus der Gruppe der
Neonicotinoide abstimmen. Eingebracht wurde der Antrag von der
Europäischen Kommission höchstselbst, nachdem die EFSA als oberste
europäische Zulassungsbehörde für Pestizide nach jahrelanger Prüfung
zum Schluss gekommen war, dass diese Pestizide maßgeblichen Anteil am
europaweit grassierenden Bienensterben haben dürften. "Die
bevorstehende Abstimmung ist die letzte Chance für
Landwirtschaftsminister Berlakovich, sich doch noch zum Schutz der
Bienen zu bekennen. GLOBAL 2000 fordert Berlakovich daher mit
allergrößtem Nachdruck auf, diesmal dem Druck der Agrochemie-Lobby
sowie einzelner unbelehrbarer 'Interessensvertreter' Stand zu halten
und dem Kommissionsvorschlag zuzustimmen!"

Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide gefährden nicht nur
Honigbienen, sie bedrohen auch Hummeln, Schmetterlinge und viele
andere Bestäuber und greifen so das Ökosystem an einer seiner
empfindlichsten Stellen an. Denn wenn jene Insekten, die die
Bestäubungsarbeit für rund 80 Prozent der weltweiten Pflanzenarten
verrichten, nicht rechtzeitig geschützt werden, droht uns ein noch
nie da gewesenes Artensterben.

Der aktuelle Vorschlag der Europäischen Kommission beinhaltet ein
Verbot von neonicotinoiden Saatgutbeizen für alle Pflanzen, die von
Bienen angeflogen werden können, wie etwa Mais, Raps oder
Sonnenblumen. Ein solches Verbot hatten die österreichischen
Imkervertreter gemeinsam mit GLOBAL 2000 bereits im Juni 2008
gefordert und im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz Belege für
die Bienengefährlichkeit dieser Mittel vorgelegt. "Der damalige
Landwirtschaftsminister Josef Pröll lehnte unsere Forderung jedoch ab
und versäumte fünf wertvolle Jahre für den Schutz der Bienen",
bedauert Burtscher.

Nun sind alle unsere damaligen Argumente für die Bienengefährlichkeit
dieser Mittel von der EFSA offiziell bestätigt worden, weshalb der
nunmehr vorliegenden Vorschlag eines europaweiten Verbots
unausweichlich geworden ist. GLOBAL 2000 wird das
Abstimmungsverhalten der österreichischen VertreterInnen daher genau
beobachten und die Öffentlichkeit umgehend über das Ergebnis in
Kenntnis setzen. "Wir hoffen, dass wir sowohl über das
Abstimmungsergebnis als auch über die Position, die Österreich
eingenommen hat, Positives berichten werden können," so Burtscher
abschließend.

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