• 18.02.2013, 14:53:52
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Schmied: "Trotz EU-Sparkurs in Bildung investieren"

Zukünftiges EU-Bildungsprogramm "Erasmus für alle" soll mehr Mobilität, grenzüberschreitende Kooperation und Internationalisierung der Schulen ermöglichen.

Utl.: Zukünftiges EU-Bildungsprogramm "Erasmus für alle" soll mehr
Mobilität, grenzüberschreitende Kooperation und
Internationalisierung der Schulen ermöglichen. =

Wien (OTS) - Der Rat der EU-BildungsministerInnen kam am Freitag, den
15. Februar in Brüssel zusammen und diskutierte über Maßnahmen zur
Senkung der Jugendarbeitslosigkeit und zur Steigerung der für den
Arbeitsmarkt erforderlichen Kompetenzen.

Eine fundierte berufliche Ausbildung ist gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten wichtig und hilft, Jugendarbeitslosigkeit zu
senken. Österreich hat die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa.
Eine wichtige Grundlage für die hohe Beschäftigungsrate ist die
qualitativ hochwertige berufliche Bildung. Gerade in Zeiten hoher
Jugendarbeitslosigkeit ist es wichtig, Investitionen in Bildung und
Jugend zu priorisieren. "In Österreich ist trotz der Konsolidierung
eine Budgetsteigerung für Bildung gelungen. Damit können wir die
Qualitätsoffensive fortsetzen", freut sich Bildungsministerin Claudia
Schmied.

Gemeinsames Anliegen der europäischen BildungsministerInnen ist es,
die Qualität und Attraktivität der beruflichen Bildung auszubauen.
Österreich stellt dafür seine Expertise im Austausch mit der
Europäischen Kommission und anderen Mitgliedsstaaten zur Verfügung.
Die Qualität des berufsbildenden Schulwesens wurde zuletzt auch von
der OECD als hoch bewertet.

Wesentlich ist es, die laufenden und zukünftigen EU-Bildungsprogramme
optimal zu nützen. Bei den Verhandlungen des EU-Haushalts für den
Zeitraum 2014-2020 haben sich die Staats- und Regierungschefs am 8.
Februar 2013 trotz der Kürzung des EU-Finanzrahmens auf eine
Priorisierung von wachstumsfördernden Programmen und auf eine
europäische Initiative zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit
verständigt.

Investitionen in Bildung und Jugend schaffen Beschäftigung, Wachstum
und Wohlstand. "Deshalb werde ich eine Diskussion der
EU-BildungsministerInnen mit dem EU-Kommissar für Beschäftigung
László Andor anregen, um zu erörtern, wie der Rat Bildung die
geplante Jugendinitiative bestmöglich unterstützen kann. Ich werde
mich auch weiterhin entschlossen dafür einsetzen, dass das zukünftige
EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport "Erasmus für alle" budgetär
gut ausgestattet ist", bekräftigt Bildungsministerin Schmied.
Unter dem neuen Namen "Erasmus für alle" sollen die bestehenden
Programme im Bildungsbereich "Lebenslanges Lernen", "Jugend in
Aktion" und die Drittstaatenprogramme im Hochschulbereich gebündelt
werden. Zusätzlich ist erstmals ein Unterprogramm für Sport
vorgesehen. Das neue Programm wird im Zeitraum 2014-2020
Lernmobilität von Einzelpersonen, grenzüberschreitende Kooperationen
und strategische Partnerschaften sowie politische Zusammenarbeit für
Reformen ermöglichen.

Vergangene Woche erteilte der Rat der EU-BildungsministerInnen der
irischen Ratspräsidentschaft das Mandat, die Verhandlungen mit dem
Europäischen Parlament aufzunehmen. Nach der Einigung des Rates
Bildung über die grundlegende Struktur des zukünftigen EU-Programms
hat das Europäische Parlament seine Vorschläge vorgestellt. Diese
werden nun in einem sogenannten Trilog zwischen Rat, Europäischer
Kommission und Europäischem Parlament verhandelt.

Gemeinsames Ziel ist der Abschluss der Verhandlungen bis Jahresende,
um einen zeitgerechten Start des Programms am 1. Jänner 2014 zu
ermöglichen. "Es freut mich, dass das Europäische Parlament in vielen
Punkten mit der Position des Rates übereinstimmt. Mein Ziel ist es,
die Internationalisierung der Bildungseinrichtungen weiter
voranzutreiben. Dafür brauchen wir eine zielgruppenorientierte
Programmstruktur, eine deutliche Verwaltungsvereinfachung und eine
Erhöhung der für die einzelnen Bildungssektoren gewidmeten Mittel",
so Bildungsministerin Schmied.

In der laufenden Programmgeneration sorgt das Bundesministerium für
Unterricht, Kunst und Kultur für die maximale Ausschöpfung der
EU-Mittel vor, indem nationale Mittel für die Kofinanzierung
österreichischer Projekte bereitgestellt werden. Dadurch lukriert
Österreich hohe Rückflüsse aus EU-Mitteln und ist im Bildungsbereich
Nettoempfänger.

Das laufende EU-Bildungsprogramm "Lebenslanges Lernen" (2007-2013)
ermöglicht es jungen Menschen Erfahrungen im Ausland zu sammeln,
grenzüberschreitend zu kooperieren, Fremdsprachenkenntnisse zu
erwerben, das Zugehörigkeitsgefühl zu Europa zu stärken und
arbeitsmarktrelevante Kompetenzen zu erwerben. Die Teilnahmezahlen
sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Jährlich
nutzen mehr als 15.000 Österreicherinnen und Österreicher die Chance,
in einem anderen europäischen Land zu lernen oder zu arbeiten. Seit
2000 haben österreichische Schulen fast 3.000 grenzüberschreitende
Partnerschaftsprojekte durchgeführt. Die Mobilitätsmaßnahmen
innerhalb der Schulpartnerschaften sind auf rund 2.000 pro Jahr
gestiegen. Seit 2000 haben an österreichischen Schulen über 22.000
projektbezogene Auslandsaufenthalte stattgefunden.

"Auf Grund dieser Erfolgsgeschichte setze ich mich dafür ein, dass
das zukünftige EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport im Zeitraum
2014-2020 weiterhin zur Internationalisierung und
Qualitätsentwicklung der Bildungseinrichtungen beiträgt und noch mehr
Lernende und Lehrende an Mobilität und grenzüberschreitenden
Kooperationen teilnehmen können", betont Bildungsministerin Schmied.

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