- 16.02.2013, 12:23:23
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Pröll und Bures eröffneten Hochwasserschutz an der March
15a-Vereinbarung für Hochwasserschutz an der Donau unterzeichnet
Utl.: 15a-Vereinbarung für Hochwasserschutz an der Donau
unterzeichnet =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Jahr 2006 kam es an der March zu einem über
100-jährlichen Hochwasser. An mehreren Stellen wurden die Dämme
überströmt, großflächige Überflutungen waren die Folge. Am heutigen
Samstag, 16. Februar, konnte nun nach siebenjähriger Bauzeit der neue
Hochwasserschutz an der March eröffnet werden. 125 Millionen Euro
wurden investiert. Auf einer Gesamtlänge von 68 Kilometern bieten die
Dämme nun Sicherheit für rund 18.000 Bürgerinnen und Bürger in zehn
Gemeinden. Die Inbetriebnahme des neuen Hochwasserschutzes erfolgte
heute durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesministerin
Doris Bures.
Landeshauptmann Pröll erinnerte in seiner Stellungnahme zunächst an
das Jahr 2006: "Seitens des Landes Niederösterreich sind damals rasch
Schadenskommissionen eingesetzt und mehr als 35 Millionen Euro
ausbezahlt worden. Das konnte natürlich das Leid nicht lindern, aber
die ersten materiellen Schäden konnten behoben werden." Neben den
neuen Hochwasserschutzdämmen seien auch mehrere Begleitmaßnahmen
getroffen worden, informierte Pröll: "In grenzüberschreitender
Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn haben wir ein
Prognosesystem entwickelt, mit dem die Bevölkerung 48 Stunden im
Voraus informiert werden kann. Darüber hinaus gibt es
Retensionsbecken, denn das Wasser braucht Raum. Und wir haben auch
Katastrophenschutzpläne entwickelt, denn es braucht ein enges
Zusammenspiel der Blaulichtorganisationen, aber auch der Gemeinden
und Freiwilligen." Mit dem neuen Hochwasserschutz an der March sei
nun "nach menschlichem Ermessen optimal vorgesorgt", so Pröll. Der
Landeshauptmann bedankte sich auch bei allen Helfern: "Der
Familiensinn in Niederösterreich ist auf eine Probe gestellt worden,
und dieser Familiensinn ist gestärkt worden."
Auch Ministerin Bures nahm im Gespräch mit Moderatorin Birgit Perl
Bezug auf das Jahr 2006: "Wasser ist Lebensgrundlage, kann aber auch
Urgewalten entwickeln, und das ist hier spürbar geworden." In dieser
schwierigen Situation habe es viel Solidarität gegeben und man habe
sich gegenseitig geholfen, betonte Bures.
Der neue Hochwasserschutz an der March entstand in siebenjähriger
Bauzeit. Auf einer Länge von 68 Kilometern wurden die Dämme durch den
Einbau von Kerndichtungen, die teilweise Erhöhung der Dammkrone, die
Errichtung von Entwässerungsdrainagen und Dammverteidigungswegen
ausgebaut. Rund 6,5 Millionen Tonnen an Erdmassen wurden bewegt. Der
neue Hochwasserschutz bietet Schutz vor einem 100-jährlichen
Hochwasser einschließlich einer Sicherheitsreserve. Betrieben wird
der Hochwasserschutzdamm von den Wasserverbänden für den
Marchhochwasserschutzdamm Marchegg-Zwerndorf bzw. für den
March-Thaya-Hochwasserschutzdamm Angern-Bernhardsthal in
Zusammenarbeit mit der viadonau.
Weiters kam es am heutigen Samstag auch zur Unterzeichnung der
15a-Vereinbarung über den Hochwasserschutz an der Donau durch
Landeshauptmann Pröll und Ministerin Bures. Mit der neuen
Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium und den Ländern
Niederösterreich, Oberösterreich und Wien wird die Finanzierung des
Hochwasserschutzes an der Donau für den Zeitraum 2017 bis 2023
geregelt. Die Vereinbarung ermöglicht ein Investitionsvolumen von 255
Millionen Euro. Die erste derartige Vereinbarung wurde im Jahr 2006
abgeschlossen und umfasste für den Zeitraum 2007 bis 2016
Investitionen von insgesamt 420 Millionen Euro. In Summe werden daher
an der Donau zwischen 2007 und 2023 675 Millionen Euro in den
Hochwasserschutz investiert.
Beim Hochwasserschutz in Niederösterreich habe man bereits "ein gutes
Stück bewältigt", sagte Landeshauptmann Pröll. Der 15a-Vertrag stelle
nun die nächste Etappe sicher, so Pröll. Für Ministerin Bures sind
diese Investitionen auch "Investitionen für die Lebensqualität".
In Niederösterreich können auf Grund beider Vereinbarungen von 2013
bis 2023 216 Millionen Euro in den Hochwasserschutz an der Donau
investiert werden. Die Kosten werden vom Bund (108 Millionen Euro),
dem Land NÖ (65 Millionen Euro) und den Gemeinden (43 Millionen Euro)
getragen. Damit können in Niederösterreich sämtliche derzeit
aktuellen Projekte umgesetzt werden. In folgende Gemeinden werden
Hochwasserschutzprojekte realisiert: St.Pantaleon-Erla, Ybbs,
Persenbeug-Gottsdorf, Marchbach, Emmersdorf, Melk,
Schönbühel-Aggsbach, Aggsbach Markt, Rossatz-Arnsdorf, Dürnstein,
Krems, Korneuburg und Bad Deutsch Altenburg.
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