• 14.02.2013, 10:21:00
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AK begrüßt Start zu leichterer Berufsanerkennung für im Ausland erworbene Kenntnisse und Qualifikationen

Vier Anlaufstellen in ganz Österreich sollen bis zu 3.000 Migranten und Migrantinnen die Anerkennung ihrer Berufsausbildung und Kenntnisse erleichtern

Utl.: Vier Anlaufstellen in ganz Österreich sollen bis zu 3.000
Migranten und Migrantinnen die Anerkennung ihrer
Berufsausbildung und Kenntnisse erleichtern =

Wien (OTS) - Die AK hat seit Monaten darauf gedrängt: Jetzt wird die
Anerkennung von im Ausland erworbenen Kenntnissen und Qualifikationen
spürbar erleichtert. "Das ist ein ganz entscheidender Schritt", sagt
AK Präsident Herbert Tumpel. "Rund 30 Prozent der Arbeitnehmer und
Arbeitnehmerinnen, die zu uns kommen, um zu arbeiten, können bisher
ihre tatsächlichen Fähigkeiten nicht voll ausspielen. Sie werden oft
deutlich unterhalb der eigentlichen Kenntnisse und Fertigkeiten
eingestuft und auch bezahlt." Genau an diesem Punkt wird jetzt
angesetzt. Im Lauf der Monate Februar und März nehmen vier
Anlaufstellen für Migranten und Migrantinnen in ganz Österreich ihre
Arbeit auf: Sie sollen die Menschen bei den Behördengängen begleiten,
sie informieren und ihnen helfen, schneller und einfacher zu ihrer
Berufsanerkennung zu kommen. Die AK schätzt, dass so pro Jahr etwa
3.000 Migranten und Migrantinnen in Österreich schneller das
berufliche Fachwissen nutzen können, das sie aus ihren
Herkunftsländern mitbringen.

Bisher war das nur unter großen Schwierigkeiten möglich: Wer
keinen in Österreich anerkannten Bildungsabschluss in der Tasche hat,
musste bisher einen Hürdenlauf durch zahlreiche Ämter und
Bildungseinrichtungen absolvieren, um zu einem Abschluss zu kommen.
Das war langwierig, teuer und oft dauerte es viel zu lange, bis die
Migranten und Migrantinnen mit den richtigen Papieren an der
richtigen Stelle waren. Eine Krankenschwester aus der Ukraine muss
sich etwa an die Ämter des für sie zuständigen österreichischen
Bundeslandes wenden, für ihre Kollegin aus der Slowakei dagegen ist
das Bundesgesundheitsministerium in Wien zuständig.

Die Beratung der Anlaufstellen richtet sich an alle Menschen, die
im Ausland Kenntnisse und Fertigkeiten erworben haben, für die es
kein Zeugnis gibt oder für die es ein aus-ländisches Zeugnis gibt,
das aber nicht automatisch in Österreich anerkannt wird.
Die Beratung ist kostenlos und findet vorerst in vier Anlaufstellen
für ganz Österreich statt:

Wien, Niederösterreich und Nordburgenland
Beratung in Wien, wöchentliche Sprechtage in St. Pölten
Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen
Nordbahnstraße 36 (Stiege 1, 3. Stock), 1020 Wien
Tel.: 01 / 58 58 019 (Mo-Mi 9-12, Do 16-20)
E-Mail: [email protected]

Oberösterreich und Salzburg
Beratung in Linz, wöchentliche Sprechtage in Salzburg
migrare - Zentrum für MigrantInnen OÖ
Humboldtstraße 49, 4020 Linz
Tel.: 0732 / 66 73 63 -10 oder -11
E-Mail: [email protected]

Steiermark, Kärnten, Südburgenland und Osttirol
Beratung in Graz, wöchentliche Sprechtage in Klagenfurt
ZEBRA - Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum
Schönaugürtel 29, 8010 Graz (bis Mitte Februar 2013)
Granatengasse 4 (3. Stock), 8020 Graz (ab Mitte Februar 2013)
Tel.: 0316 / 83 56 30 - 13 (Beratungskoordination: Frau Emina Kofrc)
E-Mail: [email protected]

Nordtirol und Vorarlberg
Beratung in Innsbruck, wöchentliche Sprechtage in Bregenz
ZeMiT - Zentrum für MigrantInnen in Tirol
Blasius-Hueber-Straße 6, 6020 Innsbruck
Tel.: 0512 / 57 71 70 - 11
E-Mail: [email protected]

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