AMIS Pleite: Ansprüche von 1800 Anlegern mit der Republik Österreich verglichen

Die Gruppe "Berater helfen AMIS-Geschädigten" unter der Führung von Heinz Kapferer konnte gemeinsam mit Rechtsanwalt Dr. Vogl einen Vergleich mit der Republik Österreich herbeiführen.

Feldkirch (OTS) - Acht Jahre nach der Pleite des Finanzdienstleisters AMIS konnte die Gruppe "Berater helfen AMIS-Geschädigten" unter der Führung von Heinz Kapferer nunmehr nach jahrelangem, zähem Ringen durch Rechtsanwalt Dr. Vogl, Feldkirch, einen Vergleich mit der Republik Österreich herbeiführen. Das Tätigwerden gegen die Republik Österreich wurde vom liechtensteiner Prozessfinanzierer EAS - Erste Allgemeine Schadenshilfe AG finanziert.

Es mussten 1800 Individualsachverhalte erhoben werden. In vielen Fällen gingen die Meinungen der Finanzprokuratur, welche die Republik Österreich vertrat, und Dr. Vogl diametral auseinander.

Laut Dr. Vogl sind einige Geschädigte zwischenzeitlich bedauerlicherweise schon verstorben. Guthaben aus Depots waren vinkuliert, bzw. verpfändet. Kapferer und Vogl haben nach ihren Angaben mehrere 100 Stunden für die Erhebung der Daten und deren prüffähige Aufbereitung gebraucht.

Die laufenden Kosten für die Vergleichsverhandlungen wurden von der EAS - Ersten Allgemeinen Schadenshilfe AG mit Sitz in Liechtenstein getragen. Die EAS wäre weiters bereit gewesen, die Prozesskosten für die 1800 Geschädigten aufzubringen, falls kein Vergleich zustande gekommen wäre.

Vogl und Kapferer haben jedoch nach intensiven Gesprächen beschlossen, die Republik Österreich nicht zu klagen und einen Vergleich vorzuziehen. Über 90 % der Geschädigten haben nämlich einen Vergleich bevorzugt. Im Prozessfall hätten 1800 Individualsachverhalte aufgeklärt werden müssen. Bei jedem Geschädigten hätte untersucht werden müssen, wie er sein Geld veranlagt hätte, wenn die Finanzmarktaufsicht die AMIS Organisation rechtzeitig verboten hätte. Weiters wären jene Geschädigten, welche vor dem 01.01.2002 angelegt haben, in der Luft gehangen.

Nach vorsichtigen Schätzungen von Vogl und Kapferer hätten die Prozesse sicherlich noch weitere 10 Jahre gedauert.

Die Republik hat den Entschädigungsbetrag von mehreren Millionen Euro fristgerecht Ende Januar bezahlt. Dr. Vogl hat die Weiterleitung bereits veranlasst. Aufgrund der überaus großen Anzahl an Geschädigten wird es ca. 14 Tage dauern bis der letzte Geschädigte endlich zu seinem Geld kommt.

Vogl und Kapferer teilen weiters mit, dass die Geschädigten aus den Konkursverfahren in Luxemburg ca. 50% des einbezahlten Betrages erhalten werden. Angesichts des von vornherein angelegten Betruges sind die Geschädigten hier nochmals mit einem "blauen Auge" davon gekommen und dürfen mit einer Entschädigung von ca. 75 % rechnen.

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