- 10.02.2013, 19:51:50
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Im Zeichen des Populismus (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 11. Februar 2013
Utl.: Ausgabe 11. Februar 2013 =
Klagenfurt (OTS) - In Italien wirft Ex-Regierungschef Silvio
Berlusconi mit Wahlversprechen wie einer Steueramnestie um sich, um
sie einen Tag später wieder zurückzunehmen. Dramen solchen Ausmaßes
spielen sich in Österreich noch nicht ab. Aber auch hierzulande muss
das Thema Steuern herhalten, wenn es darum geht, auf der Klaviatur
des Populismus zu spielen. Nun ist es Finanzministerin Maria Fekter,
die die Idee ihres Parteifreundes Sebastian Kurz, Steuerzahler
sollten teilweise selbst über die Verwendung ihrer Euros entscheiden,
via Umfrage unters Volk bringt. Ein Gemeinwesen zeichnet sich
eigentlich nicht dadurch aus, dass Partikularinteressen, die je nach
Befindlichkeiten und Lebensphase gerade eine Rolle spielen,
kultiviert werden. Sie verstellen den Blick auf das soziale Ganze. Im
Sinne dieses Ganzen ist es wünschenswert, dass der Kampf gegen
Steuerflucht mit der gleichen Intensität forciert und propagiert wird
wie unausgegorene Ideen.
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