Im Zeichen des Populismus (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 11. Februar 2013

Klagenfurt (OTS) - In Italien wirft Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi mit Wahlversprechen wie einer Steueramnestie um sich, um sie einen Tag später wieder zurückzunehmen. Dramen solchen Ausmaßes spielen sich in Österreich noch nicht ab. Aber auch hierzulande muss das Thema Steuern herhalten, wenn es darum geht, auf der Klaviatur des Populismus zu spielen. Nun ist es Finanzministerin Maria Fekter, die die Idee ihres Parteifreundes Sebastian Kurz, Steuerzahler sollten teilweise selbst über die Verwendung ihrer Euros entscheiden, via Umfrage unters Volk bringt. Ein Gemeinwesen zeichnet sich eigentlich nicht dadurch aus, dass Partikularinteressen, die je nach Befindlichkeiten und Lebensphase gerade eine Rolle spielen, kultiviert werden. Sie verstellen den Blick auf das soziale Ganze. Im Sinne dieses Ganzen ist es wünschenswert, dass der Kampf gegen Steuerflucht mit der gleichen Intensität forciert und propagiert wird wie unausgegorene Ideen.

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