- 10.02.2013, 13:07:22
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Pirklhuber zu EU-Budget: Jetzt mehr Geld für kleine Landwirtschaften und weniger für Agroindustrie
Grüne für Umverteilung hin zu hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern
Utl.: Grüne für Umverteilung hin zu hart arbeitenden Bäuerinnen und
Bauern =
Wien (OTS) - "Berlakovich muss auf die Kürzungen im Agrarbereich
reagieren. Die kleinen, arbeitsintensiven Landwirtschaften brauchen
mehr Förderungen, große Agrobetriebe weniger", macht der
Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber klar und
verweist auf den neuen EU-Finanzrahmen im Agrarbereich: Für die
Periode 2014-2020 wurde die Höchstgrenze der Direktzahlungen auf
277,8 Mrd Euro gekürzt. Bei der Förderung für die ländliche
Entwicklung wurde auf 84,5 Mrd Euro gekürzt.
"Das derzeitige System der Direktzahlungen an Hand der Fläche lässt
die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern völlig unberücksichtigt.
Bäuerliche Kleinbetriebe erfordern nun einmal mehr Arbeitsaufwand.
Die größten Betriebe erhalten höhere Fördersummen und können damit
niedrigere Produktpreise erzielen. Dadurch fließen Gelder an den
LandwirtInnen vorbei, direkt in die Taschen der Agro-Industrie
anstatt sie für gesellschaftlich gewünschte Leistungen zu vergeben",
kritisiert Pirklhuber.
"Wenn die kleinen Landwirtschaftsbetriebe nicht einer großen
Agrar-Industrie weichen sollen, müssen wir jetzt gegensteuern",
betont Pirklhuber. Die Grünen schlagen eine Kappungsgrenze der
Direktzahlungen ab 35.000 Euro vor. Ab dieser Grenze sollen die
Fördermittel schrittweise gekürzt werden. Diese Vorschläge wären auch
mit dem jetzigen Vorschlag des Rates vereinbar, der den
Mitgliedsstaaten erlaubt, bis zu 15 Prozent der Mittel für
Direktzahlung an die Förderung der ländlichen Entwicklung
umzuschichten.
"Retten Sie die heimische Landwirtschaft, tun Sie endlich etwas gegen
das Bauernsterben und schützen Sie unsere Kulturlandschaft, Herr
Minister", fordert Pirklhuber Landwirtschaftsminister Nikolaus
Berlakovich auf.
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