• 10.02.2013, 04:30:31
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ÖSTERREICH: Kanzler kritisiert David Cameron

Faymann: "Er hat aus innenpolitischen Gründen auf Egoismus statt Gemeinschaft in der EU gesetzt."

Utl.: Faymann: "Er hat aus innenpolitischen Gründen auf Egoismus
statt Gemeinschaft in der EU gesetzt." =

Wien (OTS) - Nach der Einigung über das neue EU-Budget kritisiert
SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann Großbritanniens Premier David
Cameron in einem Interview in der Tageszeitung ÖSTERREICH
(Sonntagsausgabe) scharf: "Ich habe ihn auch in den Sitzungen
kritisiert. Er hat aus innenpolitischen Gründen auf Egoismus statt
Gemeinschaft in der EU gesetzt. Nur laut Schreien ist noch kein
Erfolg. Man braucht Teamgeist und Gemeinschaftssinn in der EU. Dieser
Stil wird immer mehr zum Negativbeispiel. Und ist auch zunehmend
isoliert. Härte ist ja nicht nur plumpe Brutalität, sondern harte
Überzeugungsarbeit."

Mit dem EU-Budget sei er zufrieden, da "es wichtig war, dass wir
als EU den Menschen zeigen, dass wir etwas zustande bringen." "Für
Österreich konnten wir ein gutes Ergebnis erzielen", so Faymann.

Von den versuchten VP-Vetodrohungen distanziert sich der
SPÖ-Kanzler im ÖSTERREICH-Interview: "Ich habe auf meinen Stil
gesetzt: Harte und gute Verhandlungen anstatt zu drohen. Wenn jeder
nur noch droht, erreicht man gar nichts. Und unter den
Regierungschefs sitzen ja nicht so furchtsame Menschen. Wer soll sich
vor diesen Drohungen fürchten?"

An ein Veto des EU-Parlaments glaubt Faymann nicht: "Ich denke
nicht, dass das EU-Budget im EU-Parlament wegen 20 Milliarden gekippt
wird."

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