• 08.02.2013, 11:57:18
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GLOBAL 2000: Seltsamer Pestizidschwund im Trinkwasser

"Wunder von Korneuburg" bahnt sich an

Utl.: "Wunder von Korneuburg" bahnt sich an =

Wien/Korneuburg (OTS) - Die Trinkwasseraufsicht des Landes
Niederösterreich hat fünf der 20 Eiswürfelproben, die GLOBAL 2000 vor
einigen Monaten am Umweltbundesamt hat testen lassen, einer zweiten
Untersuchung durch die AGES zugeführt. Die ersten zwei von fünf
Ergebnissen liegen GLOBAL 2000 nun vor und sorgen für große
Verwunderung: In den selben Proben, in denen das Umweltbundesamt noch
im November grenzwertüberschreitende Belastungen durch das Pestizid
Clopyralid vorgefunden hatte, konnte die AGES scheinbar keine
Pestizide nachweisen. Dies geht aus dem Schreiben der
Niederösterreichischen Landesregierung an zwei Trinkwasserbezieher
aus Bisamberg hervor. Jene zwei Privathaushalte hatten zuerst GLOBAL
200 und dann der Trinkwasseraufsicht ihre Eiswürfelproben für
Untersuchungszwecke zur Verfügung gestellt.

Helmut Burtscher, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000, ist verwundert:
"Beide Proben zeigten bei der Untersuchung durch das Umweltbundesamt
noch Grenzwertüberschreitungen mit bis zu 0,16 Mikrogramm/l
Clopyralid an - und jetzt sind laut AGES dieselben Proben frei von
Pestizidrückständen. Es scheint, als bahne sich rechtzeitig vor der
niederösterreichischen Landtagswahl ein neues Wunder von Korneuburg
an."

Anlass für die Eiswürfeluntersuchungen von GLOBAL 2000 im November
des Vorjahres war die Erkenntnis durch die Umweltschutzorganisation,
dass das im September 2012 gesperrte Brunnenfeld Bisamberg der EVN
inmitten der durch den Pestizidhersteller Kwizda verursachten
Kontaminationsfahne liegt. Bis zur Schließung versorgte das
Brunnenfeld Bisamberg rund 50.000 Menschen in Russbachtal mit
Trinkwasser. Die von GLOBAL 2000 beauftragten Untersuchungen von
Eiswürfelproben belegten schließlich, dass das Pestizidkontaminat des
Korneuburger Grundwassers auch zu einer Verunreinigung des
Trinkwassers geführt hatte - anders als von der BH Korneuburg
behauptet. 15 von 20 der untersuchten Proben enthielten damals das
Pestizid Clopyralid, 13 davon über dem gesetzlichen Grenzwert.

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