- 08.02.2013, 07:59:24
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Tilo Berlin prüft Seitenwechsel zur BayernLB
Überraschung im Millionenprozess gegen Hypo-Mitarbeiterstiftung; Berlin-Firma strebt Lösung auf Rücken der Steuerzahler an.
Utl.: Überraschung im Millionenprozess gegen
Hypo-Mitarbeiterstiftung; Berlin-Firma strebt Lösung auf
Rücken der Steuerzahler an. =
Wien (OTS) - Knalleffekt im Zehn-Millionen-Euro-Prozess der BayernLB
gegen die Mitarbeiterstiftung der Kärntner Hypo. Wie das
Nachrichtenmagazin NEWS online berichtet, prüft die im Umfeld von
Ex-Hypo-Chef Tilo Berlin angesiedelte B & Co BeteiligungsgmbH nun
einen Wechsel auf die Seite der BayernLB.
Die Münchner Ex-Hypo-Mutter hat die Hypo-Mitarbeiterstiftung, von
der sie 2007 Hypo-Anteile erworben hatte, geklagt. Die Stiftung soll
- so der heftig bestrittene Vorwurf - die Bayern nicht über
problematische Details von Vorzugsaktien-Geschäften der Hypo
informiert haben. B & Co war bisher als Nebenintervenientin auf
Seiten der Stiftung am Prozess beteiligt. Nun will die Firma per
Anwaltsbrief von der BayernLB wissen, ob diese ihr die Zustimmung zu
einem "Seitenwechsel" erteilen würde.
Man habe erst im laufenden Verfahren von Inhalt und Tragweite
offenkundiger Nebenabreden zu den Vorzugsaktien erfahren, schreibt B
& Co. Das Ziel ist offenbar eine Lösung auf dem Rücken der
österreichischen Steuerzahler: Allfällige Ansprüche der BayernLB
gegen die Berlin-Firma sollten von der Hypo zu tragen sein. "Damit
stünde Ihrer Mandantin letztlich die Leistungsfähigkeit der Republik
Österreich als Haftungsfonds zur Verfügung", heißt es in dem Brief.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, reagiert man in München
eher kühl auf die Idee eines Seitenwechsels. Dies ändere nichts an
allfälligen Ansprüchen gegen Berlin, ist zu hören. Die BayernLB hat
2007 auch einer Berlin-Firma um viel Geld Hypo-Anteile abgekauft.
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