Auer: Ländlicher Raum muss attraktiver werden

Aussprache mit Gemeindepolitikern in Kärnten über politische Maßnahmen

Wien/Grafenstein (OTS) - Mit einem breit gestreuten Maßnahmenbündel will Bauernbundpräsident Jakob Auer die Politik für die ländlichen Regionen neu aufstellen. "Die gesamte österreichische Politik ist aufgerufen, auf die einschneidende demografische Entwicklung der Regionen zu reagieren", betonte Auer bei der Konferenz zum Thema "Ländlicher Raum" in Grafenstein (Ktn.). Ist doch die Verstädterung ein globales Phänomen, das auch in Österreich in harten Zahlen darstellbar ist. Während die Großräume Wien, Graz und Linz stark wachsen, verlieren die Regionen im Gegenzug Menschen, Arbeitsplätze und Geld. Dies wird vor allem in Kärnten deutlich, da nur die Landeshauptstadt Klagenfurt in den nächsten 25 Jahren die Bevölkerung halten können wird. Manche Bezirke wie Wolfsberg (-18%), Hermagor (-18%) und Spittal (-16%) sind von Abwanderung betroffen (Quelle:
Statistik Austria, Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter). Dabei handelt es sich aber nicht um ein spezifisches Kärntner Problem: "Ein Drittel aller politischen Bezirke Österreichs verliert in den nächsten 20 Jahren mehr als 10% seiner Bevölkerung", zeigte Auer auf.

Finanzausgleich gehört reformiert

Dieser Entwicklung will der Bauernbund nicht tatenlos zusehen. "Wir setzen uns für eine neue Qualität der Regionalpolitik ein, wobei der Finanzausgleich hier eine zentrale Rolle spielt. Wichtig ist dabei, dass die Gemeinden auch weiterhin überall in Österreich ihre Leistungen in vergleichbarer Qualität anbieten können - egal ob in der Stadt oder am Land", erklärte Auer. Daher brauche es einen fairen Finanzausgleich, eine Politik der Dezentralisierung auf allen Ebenen und eine gezielte Stärkung von Wirtschaftskraft und Wertschöpfung in den Regionen. "Wir brauchen eine offensive Tourismuspolitik, eine Energiewende hin zu den erneuerbaren Quellen sowie eine aktive Betriebsansiedlungspolitik in den Regionen", war Auer mit den Kärntner Bürgermeistern einer Meinung.

Ein stärkeres Engagement fordert der Bauernbundpräsident auch in der Breitbandpolitik. Innerhalb von zehn Jahren sollte jedes Haus Österreichs über schnelles Internet verfügen: "Das ist die Infrastrukturaufgabe, die unsere Generation heute umsetzen muss", betonte Auer abschließend.
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