• 07.02.2013, 14:34:02
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Auer: Ländlicher Raum muss attraktiver werden

Aussprache mit Gemeindepolitikern in Kärnten über politische Maßnahmen

Utl.: Aussprache mit Gemeindepolitikern in Kärnten über politische
Maßnahmen =

Wien/Grafenstein (OTS) - Mit einem breit gestreuten Maßnahmenbündel
will Bauernbundpräsident Jakob Auer die Politik für die ländlichen
Regionen neu aufstellen. "Die gesamte österreichische Politik ist
aufgerufen, auf die einschneidende demografische Entwicklung der
Regionen zu reagieren", betonte Auer bei der Konferenz zum Thema
"Ländlicher Raum" in Grafenstein (Ktn.). Ist doch die Verstädterung
ein globales Phänomen, das auch in Österreich in harten Zahlen
darstellbar ist. Während die Großräume Wien, Graz und Linz stark
wachsen, verlieren die Regionen im Gegenzug Menschen, Arbeitsplätze
und Geld. Dies wird vor allem in Kärnten deutlich, da nur die
Landeshauptstadt Klagenfurt in den nächsten 25 Jahren die Bevölkerung
halten können wird. Manche Bezirke wie Wolfsberg (-18%), Hermagor
(-18%) und Spittal (-16%) sind von Abwanderung betroffen (Quelle:
Statistik Austria, Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter). Dabei
handelt es sich aber nicht um ein spezifisches Kärntner Problem: "Ein
Drittel aller politischen Bezirke Österreichs verliert in den
nächsten 20 Jahren mehr als 10% seiner Bevölkerung", zeigte Auer auf.

Finanzausgleich gehört reformiert

Dieser Entwicklung will der Bauernbund nicht tatenlos zusehen.
"Wir setzen uns für eine neue Qualität der Regionalpolitik ein, wobei
der Finanzausgleich hier eine zentrale Rolle spielt. Wichtig ist
dabei, dass die Gemeinden auch weiterhin überall in Österreich ihre
Leistungen in vergleichbarer Qualität anbieten können - egal ob in
der Stadt oder am Land", erklärte Auer. Daher brauche es einen fairen
Finanzausgleich, eine Politik der Dezentralisierung auf allen Ebenen
und eine gezielte Stärkung von Wirtschaftskraft und Wertschöpfung in
den Regionen. "Wir brauchen eine offensive Tourismuspolitik, eine
Energiewende hin zu den erneuerbaren Quellen sowie eine aktive
Betriebsansiedlungspolitik in den Regionen", war Auer mit den
Kärntner Bürgermeistern einer Meinung.

Ein stärkeres Engagement fordert der Bauernbundpräsident auch in
der Breitbandpolitik. Innerhalb von zehn Jahren sollte jedes Haus
Österreichs über schnelles Internet verfügen: "Das ist die
Infrastrukturaufgabe, die unsere Generation heute umsetzen muss",
betonte Auer abschließend.
(Schluss)

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