FPK-Frauen fordern in Offenem Brief an Heinisch-Hosek und SP-Kaiser Konsequenzen in der Porno-Email-Affäre

Klagenfurt (OTS) - OFFENER BRIEF
An
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Kärntens SPÖ-Vorsitzenden Dr. Peter Kaiser

Sehr geehrte Frauenministerin!
Sehr geehrter Herr SPÖ-Vorsitzender!

Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass die SPÖ-Spitze nicht nur ihre schützende Hand über den mit Porno-Mails-Vorwürfen ringenden SPÖ-Personalvertreter Gernot Nischelwitzer legt, sondern diesen auch den Kärntnerinnen und Kärntnern als künftigen Abgeordneten zum Kärntner Landtag zumutet.

Wie bereits in mehreren Tageszeitungen berichtet wurde, soll eine Untersuchung in der Landesregierung ergeben haben, dass Pornofotos vom Computer dieses SPÖ-Personalvertreters stammen. Dass Herr Nischelwitzer den Technikern den Zutritt zu seinem Computer für eine genauere Untersuchung verweigert, müsste bei Ihnen Frau Heinisch-Hosek und bei Ihnen Herr Kaiser wohl alle Alarmglocken schrillen lassen, denn wer nichts zu verbergen hat, muss sich auch vor einer Überprüfung nicht fürchten. Im Gegenteil, der Personalvertreter wäre rehabilitiert und könnte eine Entschuldigung für falsche Behauptungen einfordern.

Wir sehen die Verweigerung, eine Überprüfung zuzulassen, als Schuldeingeständnis und protestieren auf das Schärfste mit einem Herrn künftig im Hohen Haus zu sitzen, der seine Dienstzeit in der Kärntner Landesregierung damit totschlägt, Pornofotos an Kollegen und Freunde zu mailen. Abgeordnete des Kärntner Landtages vertreten die Kärntner Bevölkerung und sollten daher auch ein würdiges Frauenbild vertreten!

Sehr geehrte Frau Heinisch-Hosek, sehr geehrter Herr Kaiser, wer schweigt stimmt zu! Wo sind die sozialdemokratischen Frauen, die die hart erkämpften Frauenrechte hochhalten, wenn es um perfiden Sexismus in den eigenen Reihen geht? Auch Sie Herr Kaiser waren vor nicht allzu langer Zeit als Frauenreferent des Landes Kärnten für die Rechte von Frauen zuständig. Dass Sie einen Parteikollegen unterstützen, der unbehelligt seiner Porno-Mailleidenschaft weiter frönen kann, ist ein fatales Zeugnis darüber, wie groß Ihr Respekt vor Frauen wirklich ist.

Die SPÖ-Haltung in der nun bundesweit geführten Sexismusdebatte ist daher absolut unglaubwürdig. Während Sie Frau Heinisch-Hosek auf Bundesebene strafrechtliche Konsequenzen für sexuelle Belästigung einfordern, schaut man in Kärnten nicht nur weg, sondern setzt einen Parteikollegen, der seinen Arbeitstag offensichtlich damit beginnt, Pornofotos zu sichten und zu versenden, an wählbare Stelle auf die Kandidatenliste. Wir fragen Herrn Kaiser daher direkt, welches Frauenbild vertreten Sie?

Wir verlangen, dass Sie in dieser Causa endlich tätig werden und für Aufklärung sorgen! Sollten sich die Vorwürfe weiter erhärten, so ist dieser Herr weder als Abgeordneter noch als Personalvertreter tragbar.

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Wilma Warmuth
FPK-Frauen- und Familiensprecherin

LAbg. Jutta Arztmann
Vorsitzende der Initiaitve Freiheitlicher Frauen in Kärnten (IFF) FPK-Gleichbehandlungssprecherin

LAbg. Mares Rossmann
FPK-Bildungssprecherin

LAbg. Jutta Arztmann
FPK-Gleichbehandlungs- und Gesundheitssprecherin
Vorsitzende der Initiative Freiheitliche Frauen Kärnten (IFF)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272

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