• 06.02.2013, 11:50:28
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FPK-Frauen fordern in Offenem Brief an Heinisch-Hosek und SP-Kaiser Konsequenzen in der Porno-Email-Affäre

Klagenfurt (OTS) - OFFENER BRIEF
An
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Kärntens SPÖ-Vorsitzenden Dr. Peter Kaiser

Sehr geehrte Frauenministerin!
Sehr geehrter Herr SPÖ-Vorsitzender!

Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass die SPÖ-Spitze nicht nur
ihre schützende Hand über den mit Porno-Mails-Vorwürfen ringenden
SPÖ-Personalvertreter Gernot Nischelwitzer legt, sondern diesen auch
den Kärntnerinnen und Kärntnern als künftigen Abgeordneten zum
Kärntner Landtag zumutet.

Wie bereits in mehreren Tageszeitungen berichtet wurde, soll eine
Untersuchung in der Landesregierung ergeben haben, dass Pornofotos
vom Computer dieses SPÖ-Personalvertreters stammen. Dass Herr
Nischelwitzer den Technikern den Zutritt zu seinem Computer für eine
genauere Untersuchung verweigert, müsste bei Ihnen Frau
Heinisch-Hosek und bei Ihnen Herr Kaiser wohl alle Alarmglocken
schrillen lassen, denn wer nichts zu verbergen hat, muss sich auch
vor einer Überprüfung nicht fürchten. Im Gegenteil, der
Personalvertreter wäre rehabilitiert und könnte eine Entschuldigung
für falsche Behauptungen einfordern.

Wir sehen die Verweigerung, eine Überprüfung zuzulassen, als
Schuldeingeständnis und protestieren auf das Schärfste mit einem
Herrn künftig im Hohen Haus zu sitzen, der seine Dienstzeit in der
Kärntner Landesregierung damit totschlägt, Pornofotos an Kollegen und
Freunde zu mailen. Abgeordnete des Kärntner Landtages vertreten die
Kärntner Bevölkerung und sollten daher auch ein würdiges Frauenbild
vertreten!

Sehr geehrte Frau Heinisch-Hosek, sehr geehrter Herr Kaiser, wer
schweigt stimmt zu! Wo sind die sozialdemokratischen Frauen, die die
hart erkämpften Frauenrechte hochhalten, wenn es um perfiden Sexismus
in den eigenen Reihen geht? Auch Sie Herr Kaiser waren vor nicht
allzu langer Zeit als Frauenreferent des Landes Kärnten für die
Rechte von Frauen zuständig. Dass Sie einen Parteikollegen
unterstützen, der unbehelligt seiner Porno-Mailleidenschaft weiter
frönen kann, ist ein fatales Zeugnis darüber, wie groß Ihr Respekt
vor Frauen wirklich ist.

Die SPÖ-Haltung in der nun bundesweit geführten Sexismusdebatte ist
daher absolut unglaubwürdig. Während Sie Frau Heinisch-Hosek auf
Bundesebene strafrechtliche Konsequenzen für sexuelle Belästigung
einfordern, schaut man in Kärnten nicht nur weg, sondern setzt einen
Parteikollegen, der seinen Arbeitstag offensichtlich damit beginnt,
Pornofotos zu sichten und zu versenden, an wählbare Stelle auf die
Kandidatenliste. Wir fragen Herrn Kaiser daher direkt, welches
Frauenbild vertreten Sie?

Wir verlangen, dass Sie in dieser Causa endlich tätig werden und für
Aufklärung sorgen! Sollten sich die Vorwürfe weiter erhärten, so ist
dieser Herr weder als Abgeordneter noch als Personalvertreter
tragbar.

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Wilma Warmuth
FPK-Frauen- und Familiensprecherin

LAbg. Jutta Arztmann
Vorsitzende der Initiaitve Freiheitlicher Frauen in Kärnten (IFF)
FPK-Gleichbehandlungssprecherin

LAbg. Mares Rossmann
FPK-Bildungssprecherin

LAbg. Jutta Arztmann
FPK-Gleichbehandlungs- und Gesundheitssprecherin
Vorsitzende der Initiative Freiheitliche Frauen Kärnten (IFF)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FLK

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