"Skifest mit Herz - für unsere Natur"

Das Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept macht die WM zum "Green Event"

Schladming (OTS) - Kurz vor dem Start des ersten WM-Rennens wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz dargestellt, wie die Ski WM zum "Green Event" werden soll. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stellte gemeinsam mit dem österreichischen Umweltminister Niki Berlakovich, dem steirischen Nachhaltigkeits-Landesrat Johann Seitinger, dem Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter und dem "Umweltbotschafter" Fritz Strobl die zentralen Maßnahmen der im März 2012 unterzeichneten Charta für eine nachhaltige Ski-WM "Skifest mit Herz - für unsere Natur!" vor.

Umweltfreundliche Infrastruktur und WM- Pisten
Die Rennen der Ski-WM werden praktisch zur Gänze auf bestehenden Pisten ausgetragen. Bereits im Vorfeld der WM hat die Planai-Hochwurzen-Bahn ein ressourcenschonendes Schnee- und Pistenmanagement eingeführt und war das erste Skigebiet Österreichs mit einem Öko-Audit. Neben der umfassenden Nutzung bestehender Infrastruktur wurden aus Anlass der WM auch einige neue Projekte realisiert. So wurden beim Congress Schladming, das während der WM als Medienzentrum fungiert, zahlreiche ökologische Highlights wie eine Flusswasserkühlung, Photovoltaikanlage und Niedrigenergiestandard realisiert. Der Congress Schladming wird außerhalb der WM als Veranstaltungs- und Konferenzzentrum genutzt und kann bereits auf eine beachtliche Auslastung verweisen. Die neu errichtete Kläranlage mit Biogasnutzung sowie der kürzlich fertiggestellte neue Bahnhof in Schladming sorgen ebenfalls für nachhaltige Impulse für die Region.

Auch beim temporär errichteten Haus Ski Austria, in dem der österreichische Skiverband seine Gäste empfängt, wurden Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Es handelt sich um ein von regionalen Betrieben errichtetes Fertigteilhaus aus regionalem Holz, das nach der WM an einem anderen Ort wieder aufgebaut wird.

Weniger Mist durch Mehrwegbecher und Abfalltrennung Abfallvermeidung wird bei der Ski WM groß geschrieben. So werden die Getränke in den offiziellen Bereichen ausschließlich in eigens produzierten WM-Mehrwegbechern ausgeschenkt. Im gesamten Eventbereich werden Verpackungen und Restmüll getrennt gesammelt, nachsortiert und gezielt verwertet. Zudem werden die WM-Besucher gezielt informiert, wie sie ihre Abfälle richtig entsorgen können. Es gilt das Leitprinzip "Zero Waste", wie es im Green Event-Leitfaden "G scheit feiern" des Landes Steiermark festgeschrieben ist. Zudem wurde im internationalen Medienzentrum ein hochmodernes Informationssystem installiert, das alle Informationen zur WM auf Bildschirmen vor Ort und auf verschiedensten Endgeräten verfügbar macht. Durch die komplette Digitalisierung aller Informationen kann eine Menge Papier eingespart und die Umwelt geschont werden.

Mobilität durch Sonderzüge, Gratis-Öffis und Elektrobus
Die Anreise der Besucher ist einer der Knackpunkte für eine umweltfreundliche WM. Hier wurde seitens der Veranstalter ein umfangreiches Verkehrs-Paket geschnürt, um die öffentlichen Verkehrsmittel zu forcieren. Die ÖBB verstärkt zur WM nicht nur den Regelverkehr, aus Graz, Linz und Salzburg werden zahlreiche Sonderzüge und an einigen Tagen auch Partyzüge aus Wien den neuen Bahnhof in Schladming ansteuern. Besitzer von Eintrittskarten fahren zwischen Bischofshofen und Selzthal gratis mit den Shuttle-Zügen, im Großraum Schladming verkehren zudem Gratis-Shuttle-Busse. Als besonderes Highlight kommt dabei auch ein Zero-Emission-Elektrobus der Firma Siemens zum Einsatz. Vor Ort sind bei der "WM der kurzen Wege" praktisch alle WM-Bereiche zu Fuß erreichbar.

Klimaschutz durch erneuerbare Energien in der Modellregion Schladming
Neben der Mobilität wird auch bei der Energieversorgung auf den Klimaschutz geachtet. Die Wärmeversorgung der wichtigsten WM-Gebäude wie Medienzentrum, Planet Planai etc. erfolgt CO2-neutral mit Nahwärme aus dem Schladminger Biomasse-Heizwerk. Um die Energiespitzen beim Stromverbrauch von Großveranstaltungen künftig besser vorausplanen und nachhaltiger abfedern zu können, wird gemeinsam mit Siemens in Schladming erstmals ein Energie-Lastprotokoll einer derartigen Großveranstaltung erstellt. Das ist ein absolutes Novum mit dem Ziel, für die Zukunft zu lernen und Großveranstaltungen nachhaltiger und energieeffizienter gestalten zu können.

Im Jahr 2010 wurden Schladming und seine Nachbargemeinden als eine der Modellregionen des österreichischen Klima- und Energiefonds ausgewählt. Neben der Realisierung von Projekten wie dem Biomasse-Wärmenetz war es auch ein erklärtes Ziel, dass im Vorfeld der WM Bewusstseins- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Bevölkerung zum Thema Energie und Klimaschutz durchgeführt werden.

Regionale Produkte und nachhaltige Lebensmittel
Lebensmittel und Produkte aus der Genussregion Steiermark ("Steirerkas und Lamm") werden die Gäste der Ski WM verwöhnen. Dazu wurden seitens der Organisatoren Kooperationen mit regionalen Anbietern und Lieferanten abgeschlossen und unter der Bezeichnung "Heimatgold" ein regionaler Warenkorb initiiert. Zudem wird der gesamte im offiziellen Bereich ausgeschenkte Kaffee aus nachhaltiger Produktion ("Rainforest Alliance") stammen.

Die dargestellten Maßnahmen zur Ski WM werden umfassend dokumentiert und im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts im Frühjahr ausgewertet und veröffentlicht.

Zitate

"Schladming soll die beste Ski-WM aller Zeiten werden. Das geht nur, wenn Region und Umwelt auch langfristig davon profitieren" Peter Schröcksnadel, ÖSV-Präsident

"Die erste Medaille der WM geht an Schladming: Es ist die grüne Öko-Medaille für ein green Event mit Vorbildwirkung, das sich durch weniger Abfall, weniger Energieverbrauch, weniger CO2, aber dafür viel Regionalität auszeichnet. Das Lebensministerium unterstützt Schladming als Klima- und Energiemodellregion noch weit über das Sportgeschehen hinaus auf dem Weg in die Energieautarkie. Durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizenz leisten die SchladmingerInnen einen wichtigen Beitrag, damit Österreich in Zukunft Weltmeister der regionalen, sauberen Energieselbstversorgung wird."
Niki Berlakovich, Umweltminister

"Die Ski WM Schladming 2013 wird vom Aspekt der Nachhaltigkeit gesehen ein Riesenfest. Bei einem Gesamtinvest von rund 400 Millionen Euro für Verbesserungen an der Infrastruktur können etwa 100 Millionen Euro davon direkt für nachhaltige Investitionen wohl nicht ganz umsonst gewesen sein! Wir haben jetzt mit der neuen Kläranlage die modernste Abwasserentsorgung, die es nach dem Stand der Technik geben kann. Wir haben mit dem Motto "Zero Waste" alles daran gesetzt, Müll und Abfall erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Johann Seitinger, Nachhaltigkeits-Landesrat Steiermark

"Durch die WM erhoffe ich mir nachhaltige Impulse für Schladming und die ganze Region."
Jürgen Winter, Bürgermeister Schladming

"Umweltschutz ist mir ein persönliches Anliegen. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich bei der WM als Umweltbotschafter dazu beitragen kann, dass die WM ein Erfolg für Sport und Umwelt wird."
Fritz Strobl, Umwelt-Botschafter Schladming 2013

Rückfragehinweis:
Petra Rebhandl, Medien Schladming 2013 petra.rebhandl@schladming2013.at , +43 664/ 815 29 93

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