• 05.02.2013, 12:45:17
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"Skifest mit Herz - für unsere Natur"

Das Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept macht die WM zum "Green Event"

Utl.: Das Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept macht die WM zum "Green
Event" =

Schladming (OTS) - Kurz vor dem Start des ersten WM-Rennens wurde
heute im Rahmen einer Pressekonferenz dargestellt, wie die Ski WM zum
"Green Event" werden soll. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stellte
gemeinsam mit dem österreichischen Umweltminister Niki Berlakovich,
dem steirischen Nachhaltigkeits-Landesrat Johann Seitinger, dem
Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter und dem "Umweltbotschafter"
Fritz Strobl die zentralen Maßnahmen der im März 2012 unterzeichneten
Charta für eine nachhaltige Ski-WM "Skifest mit Herz - für unsere
Natur!" vor.

Umweltfreundliche Infrastruktur und WM- Pisten
Die Rennen der Ski-WM werden praktisch zur Gänze auf bestehenden
Pisten ausgetragen. Bereits im Vorfeld der WM hat die
Planai-Hochwurzen-Bahn ein ressourcenschonendes Schnee- und
Pistenmanagement eingeführt und war das erste Skigebiet Österreichs
mit einem Öko-Audit. Neben der umfassenden Nutzung bestehender
Infrastruktur wurden aus Anlass der WM auch einige neue Projekte
realisiert. So wurden beim Congress Schladming, das während der WM
als Medienzentrum fungiert, zahlreiche ökologische Highlights wie
eine Flusswasserkühlung, Photovoltaikanlage und
Niedrigenergiestandard realisiert. Der Congress Schladming wird
außerhalb der WM als Veranstaltungs- und Konferenzzentrum genutzt und
kann bereits auf eine beachtliche Auslastung verweisen. Die neu
errichtete Kläranlage mit Biogasnutzung sowie der kürzlich
fertiggestellte neue Bahnhof in Schladming sorgen ebenfalls für
nachhaltige Impulse für die Region.

Auch beim temporär errichteten Haus Ski Austria, in dem der
österreichische Skiverband seine Gäste empfängt, wurden
Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Es handelt sich um ein von
regionalen Betrieben errichtetes Fertigteilhaus aus regionalem Holz,
das nach der WM an einem anderen Ort wieder aufgebaut wird.

Weniger Mist durch Mehrwegbecher und Abfalltrennung
Abfallvermeidung wird bei der Ski WM groß geschrieben. So werden
die Getränke in den offiziellen Bereichen ausschließlich in eigens
produzierten WM-Mehrwegbechern ausgeschenkt. Im gesamten Eventbereich
werden Verpackungen und Restmüll getrennt gesammelt, nachsortiert und
gezielt verwertet. Zudem werden die WM-Besucher gezielt informiert,
wie sie ihre Abfälle richtig entsorgen können. Es gilt das
Leitprinzip "Zero Waste", wie es im Green Event-Leitfaden "G█scheit
feiern" des Landes Steiermark festgeschrieben ist. Zudem wurde im
internationalen Medienzentrum ein hochmodernes Informationssystem
installiert, das alle Informationen zur WM auf Bildschirmen vor Ort
und auf verschiedensten Endgeräten verfügbar macht. Durch die
komplette Digitalisierung aller Informationen kann eine Menge Papier
eingespart und die Umwelt geschont werden.

Mobilität durch Sonderzüge, Gratis-Öffis und Elektrobus
Die Anreise der Besucher ist einer der Knackpunkte für eine
umweltfreundliche WM. Hier wurde seitens der Veranstalter ein
umfangreiches Verkehrs-Paket geschnürt, um die öffentlichen
Verkehrsmittel zu forcieren. Die ÖBB verstärkt zur WM nicht nur den
Regelverkehr, aus Graz, Linz und Salzburg werden zahlreiche
Sonderzüge und an einigen Tagen auch Partyzüge aus Wien den neuen
Bahnhof in Schladming ansteuern. Besitzer von Eintrittskarten fahren
zwischen Bischofshofen und Selzthal gratis mit den Shuttle-Zügen, im
Großraum Schladming verkehren zudem Gratis-Shuttle-Busse. Als
besonderes Highlight kommt dabei auch ein Zero-Emission-Elektrobus
der Firma Siemens zum Einsatz. Vor Ort sind bei der "WM der kurzen
Wege" praktisch alle WM-Bereiche zu Fuß erreichbar.

Klimaschutz durch erneuerbare Energien in der Modellregion
Schladming
Neben der Mobilität wird auch bei der Energieversorgung auf den
Klimaschutz geachtet. Die Wärmeversorgung der wichtigsten WM-Gebäude
wie Medienzentrum, Planet Planai etc. erfolgt CO2-neutral mit
Nahwärme aus dem Schladminger Biomasse-Heizwerk. Um die
Energiespitzen beim Stromverbrauch von Großveranstaltungen künftig
besser vorausplanen und nachhaltiger abfedern zu können, wird
gemeinsam mit Siemens in Schladming erstmals ein
Energie-Lastprotokoll einer derartigen Großveranstaltung erstellt.
Das ist ein absolutes Novum mit dem Ziel, für die Zukunft zu lernen
und Großveranstaltungen nachhaltiger und energieeffizienter gestalten
zu können.

Im Jahr 2010 wurden Schladming und seine Nachbargemeinden als eine
der Modellregionen des österreichischen Klima- und Energiefonds
ausgewählt. Neben der Realisierung von Projekten wie dem
Biomasse-Wärmenetz war es auch ein erklärtes Ziel, dass im Vorfeld
der WM Bewusstseins- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die
Bevölkerung zum Thema Energie und Klimaschutz durchgeführt werden.

Regionale Produkte und nachhaltige Lebensmittel
Lebensmittel und Produkte aus der Genussregion Steiermark
("Steirerkas und Lamm") werden die Gäste der Ski WM verwöhnen. Dazu
wurden seitens der Organisatoren Kooperationen mit regionalen
Anbietern und Lieferanten abgeschlossen und unter der Bezeichnung
"Heimatgold" ein regionaler Warenkorb initiiert. Zudem wird der
gesamte im offiziellen Bereich ausgeschenkte Kaffee aus nachhaltiger
Produktion ("Rainforest Alliance") stammen.

Die dargestellten Maßnahmen zur Ski WM werden umfassend
dokumentiert und im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts im Frühjahr
ausgewertet und veröffentlicht.

Zitate

"Schladming soll die beste Ski-WM aller Zeiten werden. Das geht
nur, wenn Region und Umwelt auch langfristig davon profitieren"
Peter Schröcksnadel, ÖSV-Präsident

"Die erste Medaille der WM geht an Schladming: Es ist die grüne
Öko-Medaille für ein green Event mit Vorbildwirkung, das sich durch
weniger Abfall, weniger Energieverbrauch, weniger CO2, aber dafür
viel Regionalität auszeichnet. Das Lebensministerium unterstützt
Schladming als Klima- und Energiemodellregion noch weit über das
Sportgeschehen hinaus auf dem Weg in die Energieautarkie. Durch den
verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und mehr
Energieeffizenz leisten die SchladmingerInnen einen wichtigen
Beitrag, damit Österreich in Zukunft Weltmeister der regionalen,
sauberen Energieselbstversorgung wird."
Niki Berlakovich, Umweltminister

"Die Ski WM Schladming 2013 wird vom Aspekt der Nachhaltigkeit
gesehen ein Riesenfest. Bei einem Gesamtinvest von rund 400 Millionen
Euro für Verbesserungen an der Infrastruktur können etwa 100
Millionen Euro davon direkt für nachhaltige Investitionen wohl nicht
ganz umsonst gewesen sein! Wir haben jetzt mit der neuen Kläranlage
die modernste Abwasserentsorgung, die es nach dem Stand der Technik
geben kann. Wir haben mit dem Motto "Zero Waste" alles daran gesetzt,
Müll und Abfall erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Johann Seitinger, Nachhaltigkeits-Landesrat Steiermark

"Durch die WM erhoffe ich mir nachhaltige Impulse für Schladming
und die ganze Region."
Jürgen Winter, Bürgermeister Schladming

"Umweltschutz ist mir ein persönliches Anliegen. Deshalb bin ich
sehr froh, dass ich bei der WM als Umweltbotschafter dazu beitragen
kann, dass die WM ein Erfolg für Sport und Umwelt wird."
Fritz Strobl, Umwelt-Botschafter Schladming 2013

Rückfragehinweis:
Petra Rebhandl, Medien Schladming 2013
[email protected] , +43 664/ 815 29 93

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