Weiße Tiger-Geburt Kernhof: Qualzucht und beengte Haltung!

EndZOO fordert Tiger-Zuchtstopp

Kernhof (OTS) - EndZOO-Österreich übt scharfe Kritik an der aktuellen Geburt von vier weißen Tigern im Kameltheater Kernhof. Nach Meinung der Organisation basiert auch die Zucht von weißen Tigern grundsätzlich auf Hybrid-, Inzest- und Inzucht. Letztere zwei Zuchtmethoden führen oft zu genetischen Defekten, Missbildungen, organischen Schäden, nicht selten sogar zum frühzeitigen Tod und zu erheblichen Leiden. Auch schwere Geburten, wie jüngst bei Mutter BURANI, sind typische Hinweise für die weltweiten Inzuchtprobleme bei weißen Tigern. Da auch Eders ältere Tiger an Augenproblemen leiden, die ein Leben lang behandelt werden müssen und nicht selten zur frühzeitigen Erblindung führen, bezeichnet EndZOO auch die Kernhofer Tigerzucht als Qualzucht. Laut einer Kameltheater-Mitarbeiterin müssen die Tiger dort "regelmäßig mit Augentropfen behandelt" werden. Selbst die Koordinatoren des "Species Survival Plan" (SSP) sprechen sich, aufgrund der massiven genetischen Probleme bei weißen Tigern, gegen eine Fortsetzung der Zucht aus. Auch der amerikanische Zooverband (AZA) hat sein Zuchtverbot für weiße Tiger von 2008, im Juli 2011 nochmals konkretisiert. Zudem entspricht das neugebaute Tiger-Gehege mit weniger als 500 qm für die Unterbringung von fünf (BURANI und Baby) oder zwei Tigern (SAMIR und THALIA) nicht den gesetzlichen Anforderungen. Die Tierschützer fordern jetzt einen Zuchtstopp und ein Auslaufen der Zucht von weißen Tigern auch in Österreich.

"Wieder greifen die Tierschutzkontroll-Behörden vor Ort nicht ein und unterbinden diese Zucht. Auch die Unterbringung der Mutter mit ihren Babys oder der zwei anderen Tiger im zweiten und neugebauten Außengehege ist gesetzeswidrig. Unser Gesetz schreibt eine Größe von 500 qm vor. Doch das Außengehege hat nur 300 qm. Wann wird endlich auch im zoologischen Bereich das Tierschutzgesetz eingehalten?", so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht. "Jeder der wegen seiner Schaulust für diese Tiger Eintritt bezahlt, trägt zur weiteren Qualzucht und zur massiven Verschwendung finanzieller Mittel bei, die besser für wirkliche Artenschutzprojekte in den letzten Lebensräumen verwendet werden könnten. Der österreichische Zooverband (OZO) sollte sich seinen amerikanischen Kollegen anschließen und Eders-Zucht öffentlich verurteilen."

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Frank Albrecht
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