Angriffe auf ÖCVer: Cartellverband verurteilt Gewalt aufs Schärfste

Akademikerball nicht von ÖCV, Verband ruft zu Differenzierung auf

Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), mit 13.000 Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerveband Österreichs, verurteilt die gewaltsamen Übergriffe, die rund um den Akademikerball vergangenen Freitag verübt wurden. Unter den Opfern befinden sich ÖCVer und andere Dritte, die diese Veranstaltung weder besuchen wollten noch sonst irgendetwas mit Burschenschaften oder der FPÖ Wien (Veranstalter) zu tun haben. "Gewalt gegen Andersdenkende ist abzulehnen und in einer Demokratie in keiner Weise rechtfertigbar. Noch schlimmer ist es, wenn sie sich gegen Personen oder Einrichtungen richtet, die mit der Sache nichts zu tun haben. Solche Ausartungen haben in einer aufgeklärten Demokratie nichts verloren und sind aufs Schärfste zu verurteilen", sagt ÖCV-Präsident Ewald Salzger.

Mehrere Attacken gegenüber ÖCV-Verbindungen und Mitglieder

Opfer der gewaltsamen Übergriffe wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag auch Mitglieder des ÖCV. Es wurden Attacken gegen Einzelpersonen und kleine Gruppen verübt, teilweise auch gegen CVer, die ohne Couleur (also ohne Verbindungszeichen wie Band und bunte Studentenmütze) unterwegs waren. Sie wurden mit "Nazis raus"-Parolen angefeindet, angespuckt und zum Teil sogar ohne Vorwarnung brutal angegriffen. Weiters kam es zu Sachbeschädigungen: So wurde die Eingangstür zum Vereinslokal einer ÖCV-Verbindung manipuliert und verklebt, die Fahne der Verbindung wurde in Brand gesetzt. Bei mehreren Vereinslokalen der 21 Verbindungen, die ihren Hauptsitz in Wien haben (österreichweit gibt es derzeit 49), kommen solche und ähnliche vandalistische Vorfälle auch sonst immer wieder vor. Zuletzt wurden im November zwei Wiener CVer nach konzertierten Attacken am helllichten Tag Opfer gewaltsamer Übergriffe, die für eines der beiden Opfer im AKH mit einer Operation endete.

Medien und Behörden aufgerufen, an Präventivmaßnamen mitzuwirken

Der Appell des ÖCV richtet sich auch an die Medien. "Rund um den Akademikerball fand von Medienseite eine klare Differenzierung von schlagenden und katholischen Verbindungen statt. Das ist leider nicht immer der Fall. Journalisten, die zwischen nationalen, schlagenden und katholischen Verbindungen nicht klar unterscheiden, machen sich an Attacken gegen CVer mitverantwortlich", so Salzger an die Medien. "Eine saubere Recherche und Darstellung der Unterschiede ist ein wesentliches und wichtiges Merkmal von Qualitätsjournalismus. Burschenschaften und katholische Studentenverbindungen vertreten in entscheidenden Fragen völlig gegensätzliche Positionen. Diese Unterschiede öfter und deutlicher aufzuzeigen würde Vorfällen, wie sie etwa rund um den Akademikerball passiert sind, entgegenwirken." Eine weitere Aufforderung richtet der ÖCV an die Behörden: "Wir räumen friedlichen Demonstrationen selbstverständlich jede Legitimation ein. Gewaltsame Übergriffe und Attacken gegen wehrlose Passanten sind aber ausnahmslos unangebracht. Der ÖCV verlangt ein scharfes Vorgehen gegen gewaltbereite Aktivisten. Die zuständigen Behörden haben in Zukunft noch mehr darauf zu achten, solche Zusammenstöße zu verhindern", so Salzger abschließend.

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Ewald Salzger,
Präsident des Österreichischen Cartellverbandes
Mobil: 0699/11542630
E-Mail: ewald.salzger@europatria.at
Web: www.oecv.at bzw. www.europatria.at

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