• 04.02.2013, 09:10:12
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Angriffe auf ÖCVer: Cartellverband verurteilt Gewalt aufs Schärfste

Akademikerball nicht von ÖCV, Verband ruft zu Differenzierung auf

Utl.: Akademikerball nicht von ÖCV, Verband ruft zu Differenzierung
auf =

Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), mit 13.000
Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerveband Österreichs,
verurteilt die gewaltsamen Übergriffe, die rund um den Akademikerball
vergangenen Freitag verübt wurden. Unter den Opfern befinden sich
ÖCVer und andere Dritte, die diese Veranstaltung weder besuchen
wollten noch sonst irgendetwas mit Burschenschaften oder der FPÖ Wien
(Veranstalter) zu tun haben. "Gewalt gegen Andersdenkende ist
abzulehnen und in einer Demokratie in keiner Weise rechtfertigbar.
Noch schlimmer ist es, wenn sie sich gegen Personen oder
Einrichtungen richtet, die mit der Sache nichts zu tun haben. Solche
Ausartungen haben in einer aufgeklärten Demokratie nichts verloren
und sind aufs Schärfste zu verurteilen", sagt ÖCV-Präsident Ewald
Salzger.

Mehrere Attacken gegenüber ÖCV-Verbindungen und Mitglieder

Opfer der gewaltsamen Übergriffe wurden in der Nacht von Freitag
auf Samstag auch Mitglieder des ÖCV. Es wurden Attacken gegen
Einzelpersonen und kleine Gruppen verübt, teilweise auch gegen CVer,
die ohne Couleur (also ohne Verbindungszeichen wie Band und bunte
Studentenmütze) unterwegs waren. Sie wurden mit "Nazis raus"-Parolen
angefeindet, angespuckt und zum Teil sogar ohne Vorwarnung brutal
angegriffen. Weiters kam es zu Sachbeschädigungen: So wurde die
Eingangstür zum Vereinslokal einer ÖCV-Verbindung manipuliert und
verklebt, die Fahne der Verbindung wurde in Brand gesetzt. Bei
mehreren Vereinslokalen der 21 Verbindungen, die ihren Hauptsitz in
Wien haben (österreichweit gibt es derzeit 49), kommen solche und
ähnliche vandalistische Vorfälle auch sonst immer wieder vor.
Zuletzt wurden im November zwei Wiener CVer nach konzertierten
Attacken am helllichten Tag Opfer gewaltsamer Übergriffe, die für
eines der beiden Opfer im AKH mit einer Operation endete.

Medien und Behörden aufgerufen, an Präventivmaßnamen
mitzuwirken

Der Appell des ÖCV richtet sich auch an die Medien. "Rund um den
Akademikerball fand von Medienseite eine klare Differenzierung von
schlagenden und katholischen Verbindungen statt. Das ist leider nicht
immer der Fall. Journalisten, die zwischen nationalen, schlagenden
und katholischen Verbindungen nicht klar unterscheiden, machen sich
an Attacken gegen CVer mitverantwortlich", so Salzger an die Medien.
"Eine saubere Recherche und Darstellung der Unterschiede ist ein
wesentliches und wichtiges Merkmal von Qualitätsjournalismus.
Burschenschaften und katholische Studentenverbindungen vertreten in
entscheidenden Fragen völlig gegensätzliche Positionen. Diese
Unterschiede öfter und deutlicher aufzuzeigen würde Vorfällen, wie
sie etwa rund um den Akademikerball passiert sind, entgegenwirken."
Eine weitere Aufforderung richtet der ÖCV an die Behörden: "Wir
räumen friedlichen Demonstrationen selbstverständlich jede
Legitimation ein. Gewaltsame Übergriffe und Attacken gegen wehrlose
Passanten sind aber ausnahmslos unangebracht. Der ÖCV verlangt ein
scharfes Vorgehen gegen gewaltbereite Aktivisten. Die zuständigen
Behörden haben in Zukunft noch mehr darauf zu achten, solche
Zusammenstöße zu verhindern", so Salzger abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCV

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