Minderjährige und Kleines Glücksspiel: Wr. Jugendanwalt Schmid reißt die Geduld

Uneinsichtigkeit bei Unternehmer/innen ist scheinbar ungebrochen

Wien (OTS) - Nachdem seit Jahren seitens des Jugendschutzes immer wieder gefordert wurde, dass sowohl Konzessionäre und Automatenhersteller auf die Zutrittsverbote für Jugendliche beim Kleinen Glückspiel besonders zu achten haben, hat sich den letzten Berichten zufolge nicht geändert.

Ein Verbot des Kleinen Glückspiels sei mit Sicherheit keine sinnvolle Entscheidung, wenn dann in den Hinterzimmern diversester Lokale hemmungslos auch Jugendliche zocken können, war stets die Einstellung des Wr. Jugendanwaltes Anton Schmid.
"Wie lange wollen die Unternehmer/innen noch zuwarten, bis ihre Mitarbeiter/innen lückenlos kontrollieren?", so Schmid, der auch Mitglied des Wr. Spielapparatebeirates ist und dessen Geduld zu Ende ist. Und immer nur die schwarzen Schafe als Schuldige anzuführen, wirkt langsam aber doch lächerlich.

"Aber auch die Automatenhersteller müssen in die Pflicht genommen werden, bei Verstößen gegen den Jugendschutz müssten augenblicklich schwerste Sanktionen für die Betreiber/innen von Glückspielautomaten folgen", so Schmid weiter. Hier müssten zivilrechtliche Vereinbarungen in den Verträgen mit den Unternehmer/innen wasserdichte Konsequenzen beinhalten. Aber scheinbar sei dort auch eher der Wille zum Jugendschutz nur ein öffentliches Bekenntnis und keine gelebte Unternehmenspolitik.

"Wenn keine klaren Konsequenzen und sichtbaren Maßnahmen in allernächster Zeit gesetzt werden, sei nicht mehr die Frage des Jugendschutzes entscheidend. Denn ob Jugendliche ihr Einkommen verbotenerweise in den Hinterzimmern oder aber in den erlaubten Lokalen verspielen, ist egal", so Schmid abschließend. Dann sei ein Verbot des Kleinen Glückspiels die sinnvollere Lösung.

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