Kärntner Kinobetreiber verbieten Ausstrahlung von BZÖ-Kinospot

Bucher: "Fall von Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit" - Petzner: "Kämpfen in persönlichen Gesprächen für Fall des Ausstrahlungs-Verbotes"

Klagenfurt (OTS) - Neue Entwicklungen gibt es beim BZÖ-Spot "Wege zur Freiheit", der mittlerweile auf Youtube über 50.000 Views verzeichnen kann: Wie das BZÖ Kärnten heute mitteilt, wurde seitens der Kärntner Kinobetreiber der Spot des BZÖ zensuriert und die Ausstrahlung verboten. Dazu BZÖ-Wahlkampfmanager Stefan Petzner in einer ersten Stellungnahme: "Wir haben bereits vor Wochen für die Kärntner Kinos die Buchungen für unseren Werbespot vorgenommen und seitens der Buchungsfirma auch bestätigt bekommen. Nun haben wir aber vom Kinobetreiber in Villach und Spittal, dem Unternehmen Cineplexx, und vom Betreiber der Cinecity in Klagenfurt die Mitteilung bekommen, dass sie die Ausstrahlung des BZÖ-Kinospots verbieten und untersagen. Der geplante Spot-Start mit 1. Februar kann daher nicht eingehalten werden. In persönlichen Gesprächen mit dem Betreiber der Cinecity, KR Laas, und der Cineplexx-Geschäftsführung in Wien wird derzeit intensiv versucht, das Ausstrahlungs-Verbot doch noch zu Fall zu bringen. Bisher aber ohne Erfolg. Sachliche Begründung für das Verbot haben wir bisher übrigens keine erhalten."

BZÖ-Bündnisobmann und Spitzenkandidat Josef Bucher zeigt sich in ersten Reaktion "fassungslos und empört" über diese " antidemokratischen Zensur-Versuche" und spricht von einer "schwer bedenklichen Einschränkung der Meinungsfreiheit". Bucher vermutet hinter dem Ausstrahlungs-Verbot politische Motive: "Die extreme politische Nähe des Eigentümers der Klagenfurter Cinecity zur FPK ist in Kärnten ebenso ein offenes Geheimnis, wie die guten Kontakte der Scheuchs zu Cinplexx, haben die Scheuchs kräftig mitgeholfen, dass das Unternehmen Cineplexx die nötigen Genehmigungen und Bewilligungen für den Bau ihrer Kino-Tempel in Spittal und Villach bekommt." Bucher gibt auch zu bedenken, dass in Kinofilmen heute wirklich alles und jedes gezeigt werde, er sich aber an keinen einzigen Fall erinnern könne, wo etwa die Ausstrahlung eines noch so brutalen Actionfilms oder Kriegs-Dramas verboten worden sei. Bucher: "Im Kino wird heute wirklich alles gezeigt. Unser Spot aber nicht. Diesen krassen Widerspruch versteht niemand." Petzner ergänzt dazu, der Spot sei vorab seitens des BZÖ auch rechtlich geprüft und für einwandfrei befunden worden. "Der Spot ist vor allem für das junge Kinopublikum gedacht. Und glauben Sie mir, Jugendliche bekommen heute sehr früh im Internet, in Kinofilmen und in Computerspielen wirklich alles zu sehen und verstehen es daher auch, richtig damit umzugehen. Im Vergleich dazu ist unser Spot geradezu harmlos. Und Werbung lebt im übrigen von Zuspitzung und Polarisierung."

Zum Spot-Inhalt treffen Bucher und Petzner weiters folgende Klarstellung in Bezug auf diverse Medienberichte: "Interpretationen, wonach im Spot Landespolitiker von FPK, ÖVP und SPÖ ganz direkt mit Diktatoren und mörderischen Regimen verglichen oder gar gleichgestellt werden, sind falsch und werden zurückgewiesen. Dörfler, die Scheuchs, Martinz und Kaiser werden nicht mit Diktatoren auf ein und dieselbe Stufe gestellt, sondern in Form von Untertitelungen klar und eindeutig als das bezeichnet, was sie sind:
Dörfler ist eine Scheuch-Marionette, Kurt Scheuch ein Reißwolf und Herrenbauer, Uwe Scheuch Mister "Part oft the Game" und Peter Kaiser ein Berufs-Kommunist. Abgesehen davon, dass jetzt genau jene linke Kreise am meisten aufschreien, die etwa einen Jörg Haider ganz offen, direkt und unumwunden mit Schreckgestalten des NS-Regimes oder gar mit Hitler selbst verglichen haben."

Das Kernthema, das sich durch den ganzen Spot ziehe, sei die Freiheit und der Kampf um diese. "Mit Einblendungen diverser dunkler Gestalten der Geschichte soll nicht mehr als daran erinnert werden, dass sie alle vom Volk gestürzt wurden und man sich so die Freiheit erkämpft hat", verweisen Bucher und Petzner auf entsprechende Untertitelungen mit der jeweiligen Jahreszahl und den Text, "vom Volk gestürzt." BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher und NRAbg. Petzner weiter: "Der Spot ist dem folgend eine Aufforderung an die Wählerinnen und Wähler am dritten März Kärnten zu befreien, indem die herrschende FPK-Regierung demokratisch via Wahlurne gestürzt wird."

Abschließend erinnern Bucher und Petzner an andere Werbeaktionen diverser Unternehmen wie etwa Benetton, welches auf Plakaten mit blutverschmierten Soldatenhosen oder der Abbildung von Aids-Kranken oder Magersüchtigen Werbung gemacht hat. "Da hat sich niemand aufgeregt, sondern diese Plakate wurden international sogar mit Preisen ausgezeichnet und überhäuft. Lassen wir also die Kirche im Dorf", so Bucher und Petzner abschließend.

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