• 31.01.2013, 10:50:06
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Höhere Sicherheit auf der Mariazellerbahn bereits 2014

Wilfing: Erste Privatbahnstrecke, die der Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012 gerecht wird

Utl.: Wilfing: Erste Privatbahnstrecke, die der
Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012 gerecht wird =

St. Pölten (OTS/NLK) - Gemäß der am 1. September 2012 in Kraft
getretenen Eisenbahn-Kreuzungsverordnung müssen bis 2024 bzw. 2029
sämtliche bestehende Eisenbahnanlagen überprüft und adaptiert werden.
Niederösterreichs Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing informierte
heute, Donnerstag, 31. Jänner, in St. Pölten darüber, dass auf der
Strecke der Mariazellerbahn die entsprechenden Maßnahmen bereits bis
Ende 2014 gesetzt werden sollen. "Die Mariazellerbahn wird die erste
Privatbahnstrecke sein, die bis 2014 in der ganzen Länge der
Eisenbahn-Kreuzungsverordnung 2012 gerecht wird. Sie wird damit zur
Pilotstrecke und zum Vorzeigeprojekt im Land Niederösterreich", so
Wilfing.

Insgesamt gibt es auf der Mariazellerbahn auf 84 Kilometern 222
Eisenbahnkreuzungen, bei 96 davon handelt es sich um öffentliche, bei
126 um nicht-öffentliche Kreuzungen. Diese Zahl soll reduziert werden
bzw. sollen die dann verbleibenden Kreuzungen entsprechend gesichert
werden. Die nicht-öffentlichen Kreuzungen sollen zusammengelegt oder
aufgelassen bzw. auch in adäquater Weise - etwa mittels einfacher
Schrankenanlagen und Sperrschlüsseln - gesichert werden, die
öffentlichen Kreuzungen sollen durch technische Mittel wie
Lichtzeichenanlagen und Voll/Halbschrankenanlagen sicherer gemacht
werden. Derzeit sind - nach der Eisenbahn-Kreuzungsverordnung 1961 -
90 Prozent aller öffentlichen Eisenbahnkreuzungen durch
nicht-technische Sicherungsmaßnahmen und damit durch ausreichenden
Sichtraum, Sicht und Pfeifen, Verkehrszeichen und
Geschwindigkeitsbeschränkungen gesichert. Durch die technischen
Sicherungsmaßnahmen soll auch die Fahrqualität gesteigert werden, die
Fahrgeschwindigkeit soll sich ebenfalls erhöhen. "Die Himmelstreppe
wird schneller fahren und ihr Potenzial besser ausschöpfen können",
so Wilfing. Konkret geht man davon aus, dass entlang der Strecke rund
50 Lichtzeichenanlagen und rund 60 Sperrschranken errichtet werden
müssen. Für einen Sperrschranken ist mit Kosten von bis zu 10.000
Euro zu rechnen, pro Lichtzeichenanlage müssen bis zu 250.000 Euro
investiert werden.

Sämtliche Änderungen erfolgen in enger Abstimmung mit der Region
und den Gemeinden, am 24. Jänner wurde eine EU-weite Ausschreibung
für das Projekt gestartet, bis 22. Februar können hierzu Anbote
abgegeben werden. Derzeit wird bereits geprüft, ob die
Eisenbahnkreuzungen entlang der Mariazellerbahn künftig mit
Solarenergie betrieben werden können.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon
02742/9005-12324, e-mail [email protected].

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