ÖCV begrüßt Beibehaltung der Studienplatzfinanzierung

Qualitätsstandards sollten an den Hochschulen im Vordergrund stehen

Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), mit über 13.000 Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerverband Österreichs, begrüßt, dass durch die heute vom Ministerrat verabschiedete Regierungsvorlage für eine UG-Novellierung an der Kernforderung der Studienplatzfinanzierung nach wie vor festgehalten wird. ÖCV-Präsident Ewald Salzger zeigt sich zuversichtlich, dass sich das Modell der Studienplatzfinanzierung in der Probephase insgesamt bewähren wird. Weiters ist auch die Schaffung von 95 neuen Professuren eine sehr erfreuliche Nachricht für den ÖCV. Als weitere positive Entwicklung hält der Cartellverband fest, dass die Universitätsgesetz-Novelle die lebenslange Sperre in der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) aufheben und eine zweite Prüfungswiederholung in der STEOP gesetzlich festschreiben wird (bisher blieb es Unis überlassen, weitere Prüfungsantritte zu genehmigen). Das Beheben dieser schwer nachvollziehbaren Mängel im Sinne der Stu dierenden ist als positives Signal zu werten.

Zur Debatte um die von den Rektoren gewünschte Reduzierung von Studienplätzen, die von Wissenschaftsminister Töchterle zurückgewiesen wurde, sagt Salzger: "Nur über die Anzahl von Studierenden und Studienanfängern zu debattieren ist eine verfälschende Verkürzung. Auf Österreichs Hochschulen müssen Qualitätsstandards im Vordergrund stehen. Dazu gehört auch das Betreuungsverhältnis und die Gewährleistung, Lehrveranstaltungen in der vorgesehenen Mindeststudienzeit absolvieren zu können. Um diese Gewährleistung erbringen zu können, ist in manchen Fächern eine Regelung notwendig. Diese ist im Sinne der Studierenden wünschenswert: Wenn mehr Studierende aufgenommen werden, dafür aber alle unter ungenügenden Bedingungen ausgebildet werden und forschen, gibt es auf allen Seiten Verlierer - unter den Studierenden, den Professoren und den Hochschulen sowie am Arbeits- und Bildungsstandort."

Zu den Aufnahmeverfahren, die an den Universiäten ausgearbeitet werden, sagt der ÖCV-Präsident: "Es muss ein zentrales Ziel sein, Studienanfängern möglichst wenig Zeit zu nehmen, dabei aber einen repräsentativen Eindruck des angestrebten Studienfaches zu geben. Ein weiteres jedenfalls mitzuverfolgendes Ziel ist es, die aktuell teilweise sehr hohe Drop-Out-Quote zu verringern. Die Ausfallsquote von Studierenden zu minimieren kommt einer Kapazitätsoptimierung gleich."

Abschließend bestärkt Salzger die langjährige ÖCV-Forderung nach Studienbeiträgen, die "einen kleinen, aber bedeutenden symbolischen Beitrag, der in keinem Verhältnis zum ungleich wertvolleren Output der hochschulischen Bildung steht, darstellen."

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Ewald Salzger,
Präsident des Österreichischen Cartellverbandes
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