- 29.01.2013, 18:30:35
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ÖCV begrüßt Beibehaltung der Studienplatzfinanzierung
Qualitätsstandards sollten an den Hochschulen im Vordergrund stehen
Utl.: Qualitätsstandards sollten an den Hochschulen im Vordergrund
stehen =
Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), mit über
13.000 Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerverband
Österreichs, begrüßt, dass durch die heute vom Ministerrat
verabschiedete Regierungsvorlage für eine UG-Novellierung an der
Kernforderung der Studienplatzfinanzierung nach wie vor festgehalten
wird. ÖCV-Präsident Ewald Salzger zeigt sich zuversichtlich, dass
sich das Modell der Studienplatzfinanzierung in der Probephase
insgesamt bewähren wird. Weiters ist auch die Schaffung von 95 neuen
Professuren eine sehr erfreuliche Nachricht für den ÖCV. Als weitere
positive Entwicklung hält der Cartellverband fest, dass die
Universitätsgesetz-Novelle die lebenslange Sperre in der
Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) aufheben und eine
zweite Prüfungswiederholung in der STEOP gesetzlich festschreiben
wird (bisher blieb es Unis überlassen, weitere Prüfungsantritte zu
genehmigen). Das Beheben dieser schwer nachvollziehbaren Mängel im
Sinne der Stu dierenden ist als positives Signal zu werten.
Zur Debatte um die von den Rektoren gewünschte Reduzierung von
Studienplätzen, die von Wissenschaftsminister Töchterle
zurückgewiesen wurde, sagt Salzger: "Nur über die Anzahl von
Studierenden und Studienanfängern zu debattieren ist eine
verfälschende Verkürzung. Auf Österreichs Hochschulen müssen
Qualitätsstandards im Vordergrund stehen. Dazu gehört auch das
Betreuungsverhältnis und die Gewährleistung, Lehrveranstaltungen in
der vorgesehenen Mindeststudienzeit absolvieren zu können. Um diese
Gewährleistung erbringen zu können, ist in manchen Fächern eine
Regelung notwendig. Diese ist im Sinne der Studierenden
wünschenswert: Wenn mehr Studierende aufgenommen werden, dafür aber
alle unter ungenügenden Bedingungen ausgebildet werden und forschen,
gibt es auf allen Seiten Verlierer - unter den Studierenden, den
Professoren und den Hochschulen sowie am Arbeits- und
Bildungsstandort."
Zu den Aufnahmeverfahren, die an den Universiäten ausgearbeitet
werden, sagt der ÖCV-Präsident: "Es muss ein zentrales Ziel sein,
Studienanfängern möglichst wenig Zeit zu nehmen, dabei aber einen
repräsentativen Eindruck des angestrebten Studienfaches zu geben. Ein
weiteres jedenfalls mitzuverfolgendes Ziel ist es, die aktuell
teilweise sehr hohe Drop-Out-Quote zu verringern. Die Ausfallsquote
von Studierenden zu minimieren kommt einer Kapazitätsoptimierung
gleich."
Abschließend bestärkt Salzger die langjährige ÖCV-Forderung nach
Studienbeiträgen, die "einen kleinen, aber bedeutenden symbolischen
Beitrag, der in keinem Verhältnis zum ungleich wertvolleren Output
der hochschulischen Bildung steht, darstellen."
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