Kulturministerin Dr. Claudia Schmied zum Ableben von Ceija Stojka

Wien (OTS) - "Viele Jahrzehnte hindurch hat Ceija Stojka Unschätzbares für die Volksgruppe der österreichischen (Lovara-)Roma geleistet, indem sie als Autorin über die kulturellen Traditionen Auskunft gab, als Interpretin traditioneller Lieder und als Malerin traditioneller Motive in Erscheinung trat. Ceija Stojka vermittelte, dass es die gesellschaftspolitische Verantwortung vor allem der jungen Generation ist, zu verhindern, dass sich der Terror gegen Minderheiten, wie sie ihn am eigenen Leib erfuhr, wiederholt. Ceija Stojka war überzeugt, dass ein friedlicheres Zusammenleben nur durch ständigen Dialog und Kenntnis der Geschichte erreicht werden kann. Ihre Vortragstätigkeit und ihre künstlerische Arbeit bildeten ein lebenslanges Projekt zur Wiedererlangung der in den Konzentrationslagern verlorengegangenen Identität, an dem sie WissenschaftlerInnen, Studierende, SchülerInnen und die breite Öffentlichkeit teilhaben ließ. Ceija Stojkas Zeugnis gibt Mut und Hoffnung, dass der Schwur "Nie wieder" mehr als ein historisches Versprechen ist und sein wird", so Kulturministerin Dr. Claudia Schmied.

Ceija Stojka war Trägerin zahlreicher Preise: Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch (1993), Goldenes Verdienstkreuz des Landes Wien (2001), Humanitätsmedaille der Stadt Linz (2004), Goldenes Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich (2005), Fernsehpreis der Erwachsenenbildung (2006, in der Sparte "Dokumentation", gemeinsam mit Karin Berger für den Film Unter den Brettern hellgrünes Gras). 2009 wurde sie mit dem Berufstitel Professorin ausgezeichnet.

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