Leichtfried: Für "pädagogische Nulllösung" ist die Zeit abgelaufen

Flächendeckendes Angebot von ganztägigen Schulen sichert Wahlfreiheit

St. Pölten (OTS/SPI) - "Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir den Weg der 'pädagogischen Nulllösung' Schritt für Schritt verlassen und von der Neuen Mittelschule zur Ganztagsschule und schließlich zur gemeinsamen Schule gelangen", unterstreicht SPÖ NÖ Bildungssprecher Klubobmann Mag. Günther Leichtfried: "Erst wenn wir dies erreicht haben, werden wir im internationalen Bildungsvergleich wieder an die Spitze zurückkehren."

"Wir Sozialdemokraten machen uns für ein chancengerechtes und leistungsstarkes Bildungssystem stark, das nicht nach den Geldbörsen der Eltern selektiert, sondern Kreativität und Innovation in den Mittelpunkt rückt. Fakt ist aber, dass von 100 Arbeiterkindern heute noch immer nur 14 die Matura absolvieren und lediglich fünf ein Hochschulstudium. Im Vergleich schaffen von 100 Kindern aus Akademikerfamilien 66 die Matura und 41 ein Hochschulstudium. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass kleine 'kosmetische Eingriffe' innerhalb des Bildungssystems, ganz nach dem Motto 'hier ein bisschen mehr, dort ein bisschen weniger' nicht ausreichen werden, um einen fairen Bildungszugang zu ermöglichen. Jedes Kind muss, um mehr Chancengleichheit zu schaffen, künftig die Möglichkeit haben, den besten Unterricht zu erhalten und individuell im Sinne eines Fördern und Fordern nach dessen Stärken und Begabungen gefördert werden", hält Leichtfried fest.

"Die schulische Tagesbetreuung als sozial- und bildungspolitisches Herzstück für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in Niederösterreich nach wie vor die Ausnahme. Deshalb stehen wir voll hinter den Zielen von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied - denn wir brauchen die besten Unterrichtsbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler. Erst wenn wir ein flächendeckendes Angebot von ganztägigen Schulen mit verschränktem Unterricht auf Volksschul-und Unterstufenebene in Wohnsitznähe haben, ist einerseits die Wahlfreiheit verwirklicht und andererseits berufstätigen Eltern mit nicht ganz so dicken Brieftaschen die Sicherheit gegeben, dass sich ihre Kinder in guten Händen befinden und gleichzeitig die vielfältigen Aufgaben der Begabungsförderung und der Unterstützung bei Leistungsschwächen wie auch die Vermittlung von sozialen Kompetenzen wahrgenommen werden", so Leichtfried.
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