• 28.01.2013, 19:23:58
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  • OTS0233 OTW0233

Abschied von der Verantwortung (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 29. Jänner 2013

Utl.: Ausgabe 29. Jänner 2013 =

Klagenfurt (OTS) - Die Abschaffung des Pflegeregresses in Kärnten war
ein wichtiger Schritt. Sie signalisierte, dass die Pflege von
Menschen nicht ein individuelles Schicksal ist, sondern eine Aufgabe,
der eine Gesellschaft gemeinsam nachzukommen hat. Mit der von der FPK
forcierten Wiedereinführung der Maßnahme wurde genau dieses Konzept
infrage gestellt. Und das für einen nicht gerade berauschenden
Budget-Effekt. Dies legt nahe, dass es hier um mehr als "nur" diesen
einen Punkt ging. Vielmehr zeichnete sich die Strategie ab, Pflege
nachhause zu verlagern, wo sie zum großen Teil Frauen unbezahlt
wahrnehmen. Der Regress spiegelt die Tendenz wider, dass man die
Betreuung von Angehörigen noch stärker "privatisieren" will und sich
wieder ein Stück aus der öffentlichen Verantwortung verabschiedet.
Menschen, die sich für ihre Angehörigen die bestmögliche Versorgung
in allen Betreuungsformen erhoffen, haben Besseres verdient.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

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