FP-Frank/Berger fordern Erhalt des Eisring Süd und Sportgymnasium

Ist der Boden am Eisring Süd kontaminiert?

Wien (OTS/fpd) - Den Erhalt der Sportflächen am Eisring Süd forderten heute die Favoritner FPÖ-Gemeinderätin Henriette Frank und FPÖ-Bezirksrat Stefan Berger im Zuge einer Pressekonferenz. Den Plänen der Stadt, fast die gesamte Fläche zu verbauen erteilten sie eine klare Absage.

Der Eisring Süd hat eine überragende Erfolgsgeschichte. Welt-, Europameister und Olympiasieger trainierten hier zur Weltspitze. Damit soll es, geht es nach der Stadt Wien, endgültig vorbei sein. Als der ASKÖ Ende der 1990er Jahre die Sportflächen übernahm und sie für Trendsportarten wie Beachvolleyball zweckentfremdete, ruinierte er damit die technischen Einrichtungen und übergab gegen jegliche Vertragsvereinbarungen einen völlig devastierten Eisring an die Stadt Wien, der sich davon nie wieder erholt hat.

Jetzt soll es für den Sport überhaupt so gut wie aus sein. Die Stadt plant eine 80-prozentige Verbauung in Form von Wohnungen und einem Einkaufszentrum. Lediglich 18 Prozent sollen künftig für Sportflächen zur Verfügung stehen. Als Grünfläche bleibt nur ein schmaler Streifen. Verständlicherweise wettert dagegen seit Jahren eine starke Bürgerinitiative und stellt sich mit ca. 2.000 Unterschriften gegen das Projekt. Eine Anrainer-Umfrage der Stadt Wien 2008 ergab zudem eindeutig, dass die Bevölkerung eine Weiterführung bzw. Erweiterung des Areals als Sportstätte begrüßen würde, was in weiterer Folge auch dem Wunsch von SPÖ-Bürgermeister Häupl nach Olympischen Spielen entsprechen müsste.

Stadt ignoriert Umfrageergebnisse der Anrainer

Von den Ergebnissen der Fragebögen, will die Stadt weiterhin nichts wissen, die Forderungen der Bürgerinitiative werden schlicht ignoriert. Stattdessen soll das stark befahrene Triesterviertel mit weiteren verkehrsintensiven Einrichtungen, wie dem Einkaufszentrum belastet werden. Doch seit 2008 tut sich nichts. Die Pläne werden weder geändert noch umgesetzt. Seit bald fünf Jahren haben die Anrainer keinerlei Informationen mehr über das Gebiet erhalten, kritisiert Frank, "Die Bürger derart lang im Ungewissen zu lassen ist eine Unverschämtheit."

FPÖ fordert mehr Freiraum für Jugendliche und Sportgymnasium

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt, den ein aktiver Eisring durch mehr Einnahmen für Tourismus und Sportgeschäfte brächte, fordern die Freiheitlichen schon seit Ende der 1990er Jahre den Erhalt des Areals, um vielen Jugendlichen die Chance auf freie Entfaltung und sportliche Betätigung zu ermöglichen.

"Wir wollen den Erhalt der Sportstätten des Eisring Süd und die Errichtung eines Sportgymnasiums. Dadurch würde vielen Jugendlichen die Möglichkeit eingeräumt, nicht nur in einem Schulgebäude (derzeit müssen in Favoriten immer mehr Kinder in Containern untergebracht werden) unterrichtet zu werden, sondern ihrem Bewegungsdrang in adäquaten Sportstätten auszuleben - und zwar nicht immer nur in "Käfigen" oder Hallen, sondern auch im Freien", so Berger.

Aufklärung über kontaminierten Boden gefordert

Ob die Forderungen auch tatsächlich umgesetzt werden können, hängt vom Ergebnis einer Probebohrung ab. Denn nur diese kann Klarheit bringen, ob es sich um kontaminiertes Erdreich handelt. Gerüchten zufolge wurde auf dem Areal nämlich medizinischer Abfall vom Kaiser-Franz-Josef-Spital abgeladen. Bis jetzt verweigert die Bezirksvorstehung auch darüber jegliche Auskunft - aus Unzuständigkeit, wie es heißt. "Die zuständigen Stellen müssen ihr Schweigen jetzt endlich brechen und mit den Betroffenen über die künftige Nutzung, Verbauung sowie eventuelle Kontaminierung nach aktuellem Stand reden bzw. sie informieren", fordern Frank und Berger abschließend. (Schluss) hn

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