Votivkirche: Heftige Schönborn-Kritik an Aktivisten

Kardinal: "Not der Flüchtlinge wird für Ideologie missbraucht" - Enttäuscht, dass Hilfsangebote nicht angenommen werden

Wien, 28.01.13 (KAP) Heftige Kritik an jenen Aktivisten, "die die Not der Flüchtlinge in der Votivkirche für ihre Ideologie missbrauchen", hat Kardinal Christoph Schönborn geübt. Diese Aktivisten wollten "eine Änderung des Systems um jeden Preis", koste es auch die Gesundheit der Flüchtlinge. Schönborn wörtlich: "Diese Ideologen scheuen vor nichts zurück." Das sei erschütternd.

Bei den sogenannten Aktivisten handle sich um Personen, "denen es sehr gut geht und die sich nicht die Finger schmutzig machen wollen", so der Wiener Erzbischof. Konkrete Hilfsdienste würden sie nicht leisten. Vielmehr würden sich Caritas, Johanniter und viele Menschen in der Pfarre seit über einen Monat ganz konkret für die Flüchtlinge einsetzen und sie betreuen. Schönborn: "Das ist konkrete gelebte Nächstenliebe." Das sei eine große Belastung und koste -"nebenbei gesagt" - auch sehr viel Geld.

Noch vor einer Woche habe es so ausgesehen, "als ob uns die Flüchtlinge vertrauen" und bereit seien, in ordentliche Quartiere zu übersiedeln, wo man ihnen auch den Schutz des Innenministeriums zugesichert hatte, zeigte sich der Kardinal ob der aktuellen Situation enttäuscht.

Der Wiener Erzbischof äußerte sich am Sonntag in seiner Predigt beim Festgottesdienst in der Kapelle der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis in Wien aus Anlass des Ein-Jahr-Jubiläums der Seligsprechung von Hildegard Burjan, der Gründerin der Caritas Socialis.

O-Töne von Kardinal Schönborn sind in Kürze unter www.kathpress.at/audio abrufbar.

(forts. mgl.) gpu/

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