• 28.01.2013, 10:00:38
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Allianz Studie: Betriebsunterbrechungen sind Unternehmer-Angst Nummer 1

Wien (OTS) - Eine weltweite Umfrage der Allianz in 28 Ländern zu den
Top-Unternehmensrisiken 2013 zeigt: Die aus Unternehmenssicht aktuell
bedrohlichsten Risiken sind Betriebsunterbrechungen,
Naturkatastrophen und Brände. Österreichische Unternehmen liegen bei
den Ergebnissen überwiegend im globalen Trend. Während Rechts- und
Reputationsrisiken kritisch gesehen werden, bleiben IT- und
Cyber-Risiken häufig eher unterschätzt.

"Unternehmen bewegen sich heute in einer komplexen
Risikolandschaft. Neben Feuer und Naturkatastrophen sind Betriebe
auch mit Lieferantenausfällen und Cyberkriminalität konfrontiert",
kommentiert Mag. Werner Müller, Vorstand und Chief Risk Officer der
Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse des aktuellen Allianz
Risk Pulse.

Betriebsunterbrechungen auf Platz 1, Angst vor
Naturkatastrophen nimmt zu

Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen gelten mit 46 Prozent
als das weltweit größte Geschäftsrisiko, wie die Allianz Umfrage
zeigt. Viele Unternehmen halten ihre globalen Lieferketten aus
Kostengründen schlank und verzichten auf Ersatzlieferanten. Wie
beispielsweise die Flutkatastrophe in Thailand zeigte, können
Ausfälle von einzelnen Schlüssellieferanten in einer Region ganze
Branchen in Mitleidenschaft ziehen. Betriebsunterbrechungen sind oft
die Folge von Naturkatastrophen, die von den Befragten als
zweitgrößtes Unternehmensrisiko (44 Prozent) identifiziert werden. In
den letzten dreißig Jahren haben sich die Schäden aus
Naturkatastrophen um das 15-fache gesteigert. Laut Studie ist davon
auszugehen, dass weltweit die Anzahl und die Höhe der Schäden weiter
zunehmen werden, weil die Versicherungsdichte gerade in Asien steigt
und gefährdete Küstenregionen immer stärker besiedelt werden.
Überraschend aktuell zeigt sich ein Risiko, das so alt wie die
Menschheit ist: Die Gefährdung durch Feuer und Explosionen ist mit 31
Prozent auf der Agenda der Unternehmen im Vergleich zur
Vorjahresbefragung weit nach oben katapultiert worden - vom zehnten
auf den dritten Platz. Brände sind zwar eher selten, können aber
gerade in produzierenden Industrien hohe Sach- und
Betriebsunterbrechungsschäden verursachen, wie auch die
Schadenstatistik der Allianz zeigt: 2012 verzeichnete der
Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS)
weltweit sieben hohe Sachschäden von jeweils mehr als 10 Millionen
Euro, von denen sechs auf Brände zurückzuführen sind.

Regionale Unterschiede: Österreich im weltweiten Trend

Wirft man einen Blick auf regionale Ergebnisse, so zeigt sich ein
differenzierteres Bild: Die Befragten in Österreich liegen mit den
ersten beiden Risiken im weltweiten Trend: Während
Betriebsunterbrechungen mit 55 Prozent vor Naturkatastrophen (45
Prozent) auf Platz 1 rangieren, schätzen die Befragten hierzulande
das Zusammenbrechen der Eurozone (30 Prozent) als drittgrößtes Risiko
ein. "Aufgrund der schon zwei Jahre andauernden Staatsschuldenkrise
überrascht es kaum, dass die Befragten in Österreich sich mehr um die
Zukunft der Eurozone sorgen als jene in anderen Teilen der Welt",
erklärt Müller. Während Unternehmen in Europa, dem Mittleren Osten
und Afrika das Auseinanderbrechen der Eurozone als großes Risiko
betrachten, werden im asiatisch-pazifischen Raum Marktschwankungen
und steigende Rohstoffpreise direkt nach den drei Top-Risiken
genannt: So können höhere Rohstoffpreise das starke Wachstum von
Ländern wie China und Indien dämpfen, auch der Fachkräftemangel und
die alternde Arbeitsbevölkerung sind wichtige Geschäftsrisiken in
Asien. In den USA hingegen wird als viertwichtigstes Risiko die
Verschärfung des Wettbewerbs genannt. Darin spiegelt sich der
zunehmende Wettbewerbsdruck aus den Schwellenländern wider, den vor
allem Produkthersteller und Technologieunternehmen im Land zu spüren
bekommen.

Unternehmen schlecht auf IT- und Stromausfälle vorbereitet,
Beratung notwendig

Einige Risiken genießen in Unternehmen hohe Aufmerksamkeit, andere
werden aus Sicht der Allianz Experten noch breit unterschätzt. So
können etwa IT-Ausfälle - gleich ob selbstverschuldet oder durch
Internetkriminalität - hohe finanzielle Folgekosten in der zunehmend
digitalisierten Wirtschaft verursachen. Doch nur sechs Prozent der
Befragten meinen, dass den Unternehmen dieses Risiko wirklich bewusst
ist. Auch die Gefährdung durch breitflächige Stromausfälle sei erst
bei wenigen Unternehmen auf dem Risikoradar, obwohl aufgrund der
alternden Infrastruktur und unzureichender Investitionen die
Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Industrieländern künftig
abnehmen werde, wie die Studie zeigt. Durch die hohe Abhängigkeit von
Informations- und Kommunikationstechnologien und den in vielen
Unternehmen fehlenden Vorkehrungen wären die Folgen eines
Stromausfalls heute viel gravierender als noch vor zehn oder 15
Jahren. "Die Umfrageergebnisse machen deutlich: Aufgrund der
differenzierten Risikosituation ist individuelle Beratung auch bei
Firmenkunden das Gebot der Stunde", erklärt Müller. So gäbe es neben
unterschiedlichen Risikoprofilen in Industriebetrieben und KMUs auch
Branchenspezifika, die berücksichtigt werden müssen. Analog zu "Life
Check" bei Privatkunden identifiziert die Allianz bei Firmenkunden
durch den Beratungsansatz "Business Check" existenzielle Risiken und
sichert diese auf Basis einer individuellen Versicherungslösung ab.
"Neben Risikoberatung und Prävention ist es wichtig, alle
Deckungslücken zu schließen, damit auftretende Risiken nicht zum
finanziellen Desaster für den jeweiligen Betrieb werden", so Müller
abschließend.

Die Befragung "Allianz Risk Pulse 2013" wurde Ende 2012 von der
Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), dem Industrieversicherer
der Allianz Gruppe, durchgeführt. Dabei gaben 529 Experten aus dem
Industrie- und Firmenversicherungsgeschäft ihre Einschätzung ab,
welche Risiken für Unternehmen aus bestimmten Regionen und Branchen
im Jahr 2013 besonders dringlich sind. Da mehrere Antworten für bis
zu zwei Industriesektoren möglich waren, gingen insgesamt 843
Antworten ein.

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news

- Foto: Mag. Werner Müller ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
- Studie "Risk Pulse" als PDF
- Appendix deutschsprachige Länderergebnisse

Bitte beachten Sie unseren Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:
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