Junge Industrie: Mehr Junge in den Nationalrat

JI-Vorsitzende Niss: Mehr Seniorenvertreter wäre falsches Signal für Generationengerechtigkeit - Politik muss Anliegen der Jüngeren endlich ernst nehmen

Wien (OTS) - Als "vollkommen kontraproduktiv" bezeichnete die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie, Dr. Therese Niss, die Forderung von Seniorenbundobmann Dr. Andreas Khol nach mehr Nationalratssitzen für Seniorenvertreter: "Die Schieflage bei der Generationengerechtigkeit wird sich allein aus demografischen Gründen weiter verschärfen. Beim Budget ist sie bereits jetzt evident, 2015 werden bereits 40 Prozent der Staatsausgaben für Pensionen und Zinsen ausgegeben. Wir brauchen dringen den Turnaround zu mehr Zukunftsausgaben in Bildung, Forschung und Entwicklung und intelligente Infrastruktur." Den jüngeren Generationen drohe hier ohnehin bereits Ungemach, denn "wer, wenn nicht wir Jüngere, soll den Schuldenberg abbauen?" Aufgrund des demografischen Überhangs älterer Wählerinnen und Wähler sei ohnehin bereits zu befürchten, dass die Politik sich nicht trauen werde, den Interessen der Jüngeren Rechnung zu tragen, so Niss: "Ausgerechnet jetzt, wo manche aufgrund der Abstimmung zur Wehrpflicht bereits den Generationenkonflikt herbeitrommeln, ist so eine Forderung direkt eine Drohung." Der Nationalrat müsse vielmehr verjüngt werden, immerhin liege der Altersdurchschnitt im Parlament bei über 50 Jahren. Man habe gerade auch in Österreich viele Jahre über die Verhältnisse gelebt, die "Zeche müssen ohnehin wir Jüngere zahlen. Es braucht daher endlich einen Belastungsstopp und endlich mehr Investitionen für mehr Chancengerechtigkeit für Jüngere". In Kombination mit strukturellen Reformen in den Bereichen Pensionen, Gesundheit, Bildung und Verwaltung seien mehr Zukunftsinvestitionen und gleichzeitig eine nachhaltige Sanierung des Budgets möglich, "die Politik kennt die Herausforderungen und Lösungen - sie muss nur endlich handeln", so die Bundesvorsitzende.

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