• 25.01.2013, 08:18:07
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Sozialbereich ringt um finanzierbare Gehaltserhöhungen

Verhandlungen für den BAGS Kollektivvertrag 2013 unterbrochen

Utl.: Verhandlungen für den BAGS Kollektivvertrag 2013 unterbrochen =

Wien (OTS) - "Die Kollektivvertragsverhandlungen für den
Sozialbereich befinden sich in einer heißen Phase. Einerseits sehen
auch die ArbeitgeberInnen die Notwendigkeit entsprechender
Anpassungen der Löhne und Gehälter unter Berücksichtigung der
Inflationsrate. Andererseits haben die zuständigen
Gebietskörperschaften aufgrund ihrer budgetären Situation keine
ausreichenden Valorisierungen der Leistungspreise und Förderungen in
Aussicht gestellt. Wir haben daher eine Erhöhung angeboten, die unter
2,4 % liegen muss. Damit versuchen wir beiden Ansprüchen gerecht zu
werden", fasst Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer auf
ArbeitgeberInnenseite, die Situation zusammen.

Neben den prozentuellen Erhöhungen haben die ArbeitgeberInnen auch
Gesprächsbereitschaft bei der Verankerung eines
Pflegekarenzanspruches im Kollektivvertrag gezeigt. Damit würde ein
weiterer wichtiger Schritt zur Anerkennung der Leistungen des
Gesundheits- und Sozialbereiches gesetzt. Zusätzlich fordern die
Gewerkschaften weitere kostenrelevante Änderungen im Rahmenrecht.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist die Forderung der
Gewerkschaften nach einer Erhöhung von mindestens 3 % für die
ArbeitgeberInnen unrealistisch.

Die Sozialwirtschaft Österreich als ArbeitgeberInnenvertretung
hofft, dass die Verhandlungen in der nächsten Runde am 4. Februar zu
einem positiven Abschluss gebracht werden können.

Im Februar 1997 wurde die Sozialwirtschaft Österreich als
Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe
(BAGS) im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche
Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, mit
freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie verhandelte in der Folge
mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und vida einen bundesweiten
Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und
Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der
Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der Arbeitsmarktpolitischen
Dienstleistungen. Mit der Satzung des BAGS Kollektivertrages
unterliegen fast 90.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen diesem
Kollektivvertrag.

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