ÖAMTC stellt klar: City Maut wäre unsozial, teuer und ohne Lenkungseffekt

Club kritisiert "Abkassier-Mentalität in der Wiener Verkehrspolitik"

Wien (OTS) - Die Wiener Bevölkerung hat der City Maut bereits in einer Volksbefragung im Jahr 2010 eine klare Absage erteilt. 77 Prozent der Wiener haben sich damals gegen die Stadtmaut ausgesprochen. Aus gutem Grund, findet der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger: "Eine City Maut wäre unsozial, teuer und ohne Lenkungseffekt. Der einzige Gewinner solcher Restriktionen wäre das Stadtbudget." Und das ist nach der jüngsten Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung schon gut gefüllt mit Autofahrergeldern. Mehr als 130 Millionen Euro fließen heuer aus der Parkraumbewirtschaftung in die Stadtkassa. Dazu kommen noch geschätzte 50 Millionen Euro an Bußgeldern. "Die Autofahrer werden schon lange über Gebühr belastet. Dass jetzt auch wieder eine City Maut ins Spiel gebracht wird, zeigt einfach nur die Abkassier-Mentalität in der Wiener Verkehrspolitik", kritisiert Wiesinger. "Anstelle über die City Maut sollte man besser über intelligente Verkehrlösungen diskutieren."

Dafür gibt es aus Sicht des ÖAMTC viele vernünftige Ansätze:

  • Bau von neuen und Verbesserung von bestehenden P&R-Anlagen.
  • Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten vom Auto zu den öffentlichen Verkehrsmitteln entlang des Straßennetzes an der Peripherie.
  • Weiterer Ausbau des Nahverkehrssystems im Großraum Wien zur Qualitätsverbesserung für den Pendlerverkehr.
  • Rasche Umsetzung des Verkehrsinformations- und Verkehrsmanagementsystems am Autobahnnetz und Zusammenführung mit den innerstädtischen Verkehrsleitsystemen.
  • Förderung von Mobilitätsinitiativen.

"Das gemeinsame Ziel muss eine optimale Kombination von Individualverkehr, Öffentlichem Verkehr, Park&Ride-Systemen und der vorhandenen Parkraumbewirtschaftung sein", stellt Wiesinger abschließend klar. "Dazu braucht es keine weiteren Belastungen, sondern intelligente Lösungen."

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