- 24.01.2013, 13:03:46
- /
- OTS0183 OTW0183
Erstmals Impfung zur Vorbeugung gegen Krebs
Verbesserte Gesundheitsvorsorge für Jugendliche durch deutlich verbilligte HPV-Impfung
Utl.: Verbesserte Gesundheitsvorsorge für Jugendliche durch deutlich
verbilligte HPV-Impfung =
Bregenz (OTS/VLK) - Ab Februar 2013 können zehn- bis 14-jährige
Mädchen und Buben in Vorarlberg zu deutlich verminderten Kosten gegen
HPV geimpft werden. "Das ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein in
der Gesundheitsvorsorge für Jugendliche", sagte Gesundheitslandesrat
Christian Bernhard bei der Vorstellung der Aktion am Donnerstag, 24.
Jänner 2012, im Landhaus in Bregenz. Er dankte den Partnern
Gebietskrankenkasse und Apothekerkammer, deren Beteiligung diese
Vorarlberger Lösung ermöglicht hat.
Humane Papillomviren (HPV) werden über die Haut bzw. die
Schleimhäute, vorwiegend über den Sexualkontakt übertragen. Ca. 70
bis 80 Prozent aller Menschen stecken sich im Lauf ihres Lebens mit
HPV an. Die meisten von ihnen merken jedoch nichts davon, da keine
Krankheitszeichen auftreten und die Infektion ausheilt. Aber auch
ohne selbst erkrankt zu sein, kann man das Virus weitergeben. Und
einige der über hundert bekannten HPV-Typen können zu Krebs führen -
in erster Linie zu Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, aber auch bei
beiden Geschlechtern zu Tumoren im Mund-/Rachenbereich. "Es ist nun
erstmals möglich, durch eine Impfung Krebserkrankungen zu verhindern
bzw. das Risiko entscheidend zu senken. So können wir viel
menschliches Leid vermeiden", erklärte Landessanitätsdirektor
Wolfgang Grabher.
Die Impfung erfasst 70 Prozent der Krebs verursachenden Typen - so
kann mit einem rund 90-prozentigen Schutz gerechnet werden. "Aber
auch geimpfte Frauen sollten nicht auf die sehr umfangreiche und
gründliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung verzichten", betonte
VGKK-Obmann Manfred Brunner.
Ziel der Aktion ist es, die bisher sehr teure Impfung künftig
möglichst für alle leistbar zu machen, so Apothekerkammer-Präsident
Jürgen Rehak. Durch die Zusammenarbeit aller Partner kann der
Impfstoff künftig in der Apotheke zum Preis von 54 Euro statt 190,65
Euro abgegeben werden, also um deutlich weniger als ein Drittel des
handelsüblichen Apothekenpreises. Für Kinder, die im Zeitraum 1.
Februar 1999 bis 1. Februar 2003 geboren wurden, kommt damit die
komplette dreiteilige Impfung inklusive Arztkosten auf 198 Euro - das
ist nur wenig mehr, als bisher für eine einzige Dosis des Impfstoffes
zu bezahlen war. Auch Kinder und Jugendliche, die nicht in diese
Altersgruppe fallen, bekommen den Impfstoff in der Apotheke zu einem
stark verbilligten Preis, nämlich um 89 Euro pro Dosis.
Um den HPV-Impfstoff in der Apotheke zum verbilligten Preis zu
bekommen, ist ein vom Haus- oder Kinderarzt ausgestelltes Rezept
erforderlich. Der Impfstoff wird vom Arzt per Spritze verabreicht,
zwei Monate und sechs Monate später sind die weiteren Impfungen
fällig. In Vorarlberg wird der Impfstoff Gardasil verwendet, der
gegen die maßgeblichen HPV-Risikotypen schützt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL