- 23.01.2013, 09:47:50
- /
- OTS0056 OTW0056
Bures: Smart Cities haben hohe soziale Qualität und verringern Energiearmut
Technologische Innovation funktioniert nur gemeinsam mit sozialen Innovationen
Utl.: Technologische Innovation funktioniert nur gemeinsam mit
sozialen Innovationen =
Wien (OTS/BMVIT) - "Die Idee der Smart City ist gar nicht so neu",
erinnerte Innovationsministerin Doris Bures beim "Science Forum" der
Gesellschaft zur Förderung der Forschung (GFF) Dienstagabend in Wien.
Der soziale Wohnbau Wiens in der Ersten Republik habe bereits Ideen
für den Umgang mit Ressourcenknappheit entwickelt. "Es ging damals um
den innovativen Umgang mit kleinen Wohnflächen. Eine der gefundenen
Lösungen war die weltweit kopierte Frankfurter Küche, Baulösungen
wurden durch innovative und funktionale Architektur entwickelt." Auch
damals hätten viele Menschen gedacht, leistbaren sozialen Wohnbau zu
schaffen, sei eine Utopie, die nicht umsetzbar sei. "Sie sind eines
Besseren belehrt worden", so Bures. Ähnlich utopisch erscheine heute
die Smart City, die intelligent vernetzte, energieeffiziente,
lebenswerte Stadt. ****
"Smart Cities brauchen soziale Innovationen" war der Titel des
Science Forums unter der Moderation des GFF-Präsidenten Karl Blecha.
Beim revolutionären sozialen Wohnbau der Ersten Republik war die
soziale Akzeptanz und das soziale Gefüge besonders bedeutend. Es hat
sich unter anderem in Gemeinschaftsküchen, Büchereien und
Kindergärten ausgedrückt. "Technologische Innovationen allein reichen
nicht, sie müssen Hand in Hand mit sozialen Innovationen gehen", so
die Innovationsministerin. Auch heute löse eine Smart City nicht nur
die Frage "Wie spare ich CO2" - sondern auch soziale Fragen, wie die
Bekämpfung von Energiearmut oder den barrierefreien Zugang zu
Mobilitätsangeboten.
In den beiden letzten Jahren sind die Heizölpreise um 20 Prozent
gestiegen. Das treffe viele Haushalte dramatisch. "Energiearmut" sei
bereits traurige Realität: Mehr als 300.000 Menschen in Österreich
geben an, dass sie ihre Wohnung nicht angemessen warm halten könnten.
Smart Cities bieten hier intelligente Lösungen. Moderne
Sozialwohnungen in Passivhausbauweise führen zu einer
Heizkostenreduktion um bis zu 90 Prozent. Durch die Nutzung
hocheffizienter Technologien für Wasser und Strom bestehe die
Möglichkeit, die Energiekosten um 80 Prozent des derzeitigen
Durchschnittswerts zu reduzieren. "Für einkommensschwache Haushalte
ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität", betonte die Ministerin
den sozialen Aspekt der Stadt der Zukunft.
"Deshalb investiert das BMVIT jährlich 70 Millionen Euro in
Energieforschung, 80 Millionen Euro in Mobilitätsforschung und seit
1999 hat das BMVIT innovative Gebäude mit mehr als 60 Millionen Euro
gefördert. Smart Cities sind nicht nur klimafreundlich und
technologisch hochklassig, sondern haben vor allem auch eine hohe
soziale Qualität", so Bures abschließend. (Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVM






