• 22.01.2013, 11:22:26
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FSG BMHS: Leitl fährt in Bildungsfragen an die Wand

WKÖ-Modell einer Express-Lehre schadet international anerkannter Berufsbildung in Österreich.

Utl.: WKÖ-Modell einer Express-Lehre schadet international
anerkannter Berufsbildung in Österreich. =

Wien (OTS/FSG BMHS) - In einem Interview mit den
Niederösterreichischen Nachrichten vom 21. Jänner 2013 meint
WKÖ-Präsident Christoph Leitl tatsächlich: "Egal, wofür sich ein
15-jähriges Kind entscheidet: Es muss ihm die Möglichkeit gegeben
sein, mit 19 Jahren eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine
abgeschlossene allgemeine Ausbildung in Kombination zu haben, die den
Zugang zu einer Hochschule, Universität, Fachhochschule, beruflichen
Hochschule ermöglicht. Wenn einer nur die Matura hat, ist er in
Wirklichkeit ein armer Mensch, wenn er nicht ein ganz bestimmtes Fach
studieren will." Dem ÖVP-Wirtschaftsbund Präsidenten Leitl kann man
nur Ahnungslosigkeit oder böse Absicht beim Modell der
"Express-Lehre" (1 Jahr Lehrausbildung) vorwerfen: Denn bereits seit
Jahrzenten gibt es in Österreich die berufsbildenden mittleren und
höheren Schulen (BMHS), die jungen Menschen in drei bis fünf Jahren
eine qualitätsorientierte Ausbildung mit Berufs- und Schulabschluss
anbieten. An den BHS wird in fünf Jahren die Matura mit
Berufsabschlüssen kombiniert. Gleichzeitig bieten Kollegs und
Abendschulen die Weiterqualifizierung zum BHS-Abschluss an.++++

Heinrich Himmer, FSG-BMHS-Vorsitzender, stellt dazu klar: "Knapp
200.000 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit das Erfolgsmodell
einer berufsbildenden Schule in Österreich. Die Erfolge auf
internationaler Ebene, die Chancen am Arbeitsmarkt und die
Anerkennung aus der ganzen Welt bestätigen diesen lohnenden Weg. Wer
die Berufsbildung mutwillig torpediert, schadet diesem Land und den
Menschen."

Vielmehr sind die Wirtschaftskammer und der
ÖVP-Wirtschaftsminister gefordert zu verhindern, dass Unternehmen
etliche Absolventinnen und Absolventen von BMHS zu geringen Gehältern
anstellen oder in eine Lehre zwingen.

"Als FSG BMHS fordern wir daher Präsident Leitl auf, das
international ausgezeichnete und wertgeschätzte berufsbildende
Schulwesen zu unterstützen, eine wechselseitige Anerkennung der
Ausbildung zu ermöglichen und eine vollwertige Lehrausbildung zu
fördern", so Himmer abschließend.

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