FSG BMHS: Leitl fährt in Bildungsfragen an die Wand

WKÖ-Modell einer Express-Lehre schadet international anerkannter Berufsbildung in Österreich.

Wien (OTS/FSG BMHS) - In einem Interview mit den Niederösterreichischen Nachrichten vom 21. Jänner 2013 meint WKÖ-Präsident Christoph Leitl tatsächlich: "Egal, wofür sich ein 15-jähriges Kind entscheidet: Es muss ihm die Möglichkeit gegeben sein, mit 19 Jahren eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine abgeschlossene allgemeine Ausbildung in Kombination zu haben, die den Zugang zu einer Hochschule, Universität, Fachhochschule, beruflichen Hochschule ermöglicht. Wenn einer nur die Matura hat, ist er in Wirklichkeit ein armer Mensch, wenn er nicht ein ganz bestimmtes Fach studieren will." Dem ÖVP-Wirtschaftsbund Präsidenten Leitl kann man nur Ahnungslosigkeit oder böse Absicht beim Modell der "Express-Lehre" (1 Jahr Lehrausbildung) vorwerfen: Denn bereits seit Jahrzenten gibt es in Österreich die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), die jungen Menschen in drei bis fünf Jahren eine qualitätsorientierte Ausbildung mit Berufs- und Schulabschluss anbieten. An den BHS wird in fünf Jahren die Matura mit Berufsabschlüssen kombiniert. Gleichzeitig bieten Kollegs und Abendschulen die Weiterqualifizierung zum BHS-Abschluss an.++++

Heinrich Himmer, FSG-BMHS-Vorsitzender, stellt dazu klar: "Knapp 200.000 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit das Erfolgsmodell einer berufsbildenden Schule in Österreich. Die Erfolge auf internationaler Ebene, die Chancen am Arbeitsmarkt und die Anerkennung aus der ganzen Welt bestätigen diesen lohnenden Weg. Wer die Berufsbildung mutwillig torpediert, schadet diesem Land und den Menschen."

Vielmehr sind die Wirtschaftskammer und der ÖVP-Wirtschaftsminister gefordert zu verhindern, dass Unternehmen etliche Absolventinnen und Absolventen von BMHS zu geringen Gehältern anstellen oder in eine Lehre zwingen.

"Als FSG BMHS fordern wir daher Präsident Leitl auf, das international ausgezeichnete und wertgeschätzte berufsbildende Schulwesen zu unterstützen, eine wechselseitige Anerkennung der Ausbildung zu ermöglichen und eine vollwertige Lehrausbildung zu fördern", so Himmer abschließend.

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