• 21.01.2013, 11:42:41
  • /
  • OTS0082 OTW0082

Wlodkowski: Intensivierung und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch

Bildung und Beratung durch Landwirtschaftskammern, LFI, Bäuerinnen, Landjugend

Utl.: Bildung und Beratung durch Landwirtschaftskammern, LFI,
Bäuerinnen, Landjugend =

Wien (OTS) - "Dass Intensivierung und Nachhaltigkeit kein Widerspruch
sein müssen, zeigen Österreichs Bäuerinnen und Bauern seit Jahren
vorbildhaft. Die steigende Nachfrage nach agrarischen Produkten -
laut OECD muss die Erzeugung in den nächsten 40 Jahren um 60%
zunehmen - ist ein klarer Auftrag, diesen Weg weiterzugehen. Damit es
uns gelingt, den Anforderungen der Märkte und den Wünschen der
Konsumenten ebenso gerecht zu werden wie den Notwendigkeiten von
Natur und Umwelt, müssen das EU-Agrarbudget und die neuen Regeln der
EU-Agrarpolitik stimmen. Eine ausreichend dotierte Ländliche
Entwicklung, die nicht durch unflexible 'Greening'-Vorschriften
eingeschränkt wird, ist da ebenso notwendig, wie eine umfassende Aus-
und Weiterbildung und Beratung, die die Landwirtschaftskammern mit
LFI und den Organisationen für Meister, Bäuerinnen und Landjugend
auch in Zukunft bereitstellen können." Dies erklärte Gerhard
Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, heute im Rahmen der
Wintertagung 2013 des Ökosozialen Forums, die unter dem Motto
"Nachhaltige Intensivierung" steht.

Bildung und Beratung für mehr Erfolg

"Wer am Markt Erfolg haben will, muss für den Wettbewerb gewappnet
sein. Doch Erfolg oder Misserfolg eines Betriebes hängen auch von den
Fähigkeiten des Betriebsführers ab. Die Landwirtschaftskammern und
mit ihnen das LFI, die Organisationen der Meister, der Bäuerinnen und
der Landjugend sind bereit und in der Lage, den Bäuerinnen und Bauern
ein umfassendes Bildungs- und Beratungsangebot für den nötigen
Betriebserfolg anzubieten. Dieses deckt die konventionellen Bereiche
in allen Sparten ebenso ab wie den Biolandbau. Es umfasst
Direktvermarktung, Ab Hof-Verkauf und Urlaub am Bauernhof genauso wie
die Suche nach Innovationen oder neuen Modellen der betrieblichen
Zusammenarbeit. Damit wird der persönliche und berufliche Erfolg
gestärkt und die Lebensqualität verbessert. Ziel ist es, mit jedem
interessierten bäuerlichen Unternehmer ein maßgeschneidertes
Betriebsmodell zu entwickeln, damit dieser erfolgreich die
Anforderungen der nächsten Jahre meistern kann", kündigte Wlodkowski
eine noch stärkere Betonung des Schwerpunktes Aus- und Weiterbildung
an.

GAP neu: Bauern wollen Planungssicherheit

"In den kommenden Wochen fällt die Entscheidung über den
EU-Finanzrahmen und somit auch über das EU-Agrarbudget und
anschließend jene über die Inhalte der neuen Gemeinsamen
Agrarpolitik. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und
Forstwirtschaft zu verbessern, ist es unabdingbar, im neuen Programm
Ländliche Entwicklung nachhaltiges Investieren zu unterstützen. Denn
nur durch starke Betriebe können wir den wachsenden Anforderungen des
Marktes und des Wettbewerbes offensiv begegnen. Voraussetzung für
eine Neuausrichtung der Investitionsförderung, aber auch für die
Anpassung des Umweltprogrammes ÖPUL und für eine zukunftsorientierte
Förderung der benachteiligten Gebiete und der Berggebiete, ist neben
einem ausreichend dotierten EU-Agrarbudget auch eine unverändert
gestaltete nationale Kofinanzierung. Wir appellieren an alle
Verantwortlichen, die Verhandlungen zügig voranzutreiben, denn die
Bauern brauchen für ihre unternehmerischen Entscheidungen Planbarkeit
und Berechenbarkeit", unterstrich Wlodkowski.

Wettbewerbsfähigkeit stärken

"Tragende Säulen der Landwirtschaft waren und sind neben dem
Einkommen, das mit dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen am
Markt erwirtschaftet wird, die Zahlungen der öffentlichen Hand für
die naturbedingten Nachteile im Berggebiet und für die
Umwelt-Leistungen der Bauern. Daran wird sich auch zwischen 2014 und
2020, also in der nächsten EU-Finanzperiode, nichts ändern. Somit
gilt es einerseits, in den laufenden Verhandlungen über die Reform
der GAP ein optimales Ergebnis für Österreich zu erzielen und
gleichzeitig Regeln zu erreichen, die es den Betrieben möglich
machen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Daher wenden wir uns
unverändert gegen Kürzungen im Bereich Ländliche Entwicklung",
stellte Wlodkowski klar.

Als ein konkretes Beispiel dafür nannte Wlodkowski den
Lebensmittelbereich: "Offene Märkte und flexible Konsumenten führten
in den letzten Jahren dazu, dass Bauern, Lebensmittelindustrie und
-handwerk sowie der Handel verstärkt zusammenarbeiteten. Diesen Weg
wollen wir intensivieren, um einerseits im internationalen Wettbewerb
besser zu bestehen und andererseits die Wertschöpfung im Inland
spürbar zu heben. Dazu gilt es, mit Mitteln und Regeln der Ländlichen
Entwicklung entlang der Wertschöpfungskette die Weichen so zu
stellen, dass die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, das Angebot
gebündelt, innovative Projekte forciert und neue Exportstrategien
entwickelt werden", hielt der LK-Präsident fest.

Lebendiger ländlicher Raum

"Wir wollen die neue Ländliche Entwicklung, über deren
Finanzierung und Inhalt derzeit intensive Verhandlungen in Brüssel
und Wien laufen, offensiv für unsere Bäuerinnen und Bauern nutzen.
Denn es geht um die Zukunft unserer bäuerlichen Unternehmer, es geht
um den Agrarstandort Österreich, es geht aber auch um tausende
Arbeitsplätze, die am Arbeitsplatzmotor Land- und Forstwirtschaft
hängen. Nur wenn wir auch in Zukunft genügend innovative,
wettbewerbsstarke Betriebe halten können, bleibt der ländliche Raum
umfassend lebendig, wovon letztlich alle Menschen am Land
profitieren", stellte Wlodkowski fest.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel