Sanierungsscheck 2013 - ein Erfolgskonzept wird fortgesetzt

GDI begrüßt Einbeziehung mehrgeschossiger Gebäude und leichtere Abwicklung

Wien (OTS) - Der Sanierungsscheck umfasst heuer 123 Mio. Euro und wird von der Bundesregierung bis 2016 gewährleistet. Die Abwicklung wurde einfacher gestaltet, mehrgeschossige Gebäude mit einbezogen und ein Konjunkturbonus soll die angespannte Lage im Baugewerbe entschärfen. Die Gemeinschaft Dämmstoff Industrie (GDI) begrüßt diese Neuerungen. Gefordert wird zusätzlich die Wiedereinführung der Zweckbindung bei der Wohnbauförderung, wie dies auch Sozialminister Hundstorfer unterstützt, um leistbares Wohnen in Österreich abzusichern.

Die Verbesserung der thermischen Qualität des Gebäudebestandes ist notwendig, um einerseits die EU-Klimaziele zu erreichen und andererseits die für immer breitere Schichten drohende Energiearmut hintanzuhalten. Außerdem soll sie der Bauwirtschaft bei der Bewältigung einer sehr ernsten Konjunkturphase helfen. Unbestritten ist die Zielsetzung, die thermische Sanierung des Gebäudebestandes auf 3 % pro Jahr bis 2020 zu heben. "Trotz Sanierungsschecks und der zusätzlichen Förderungen der Länder ist es laut Strategiepapier der Nachhaltigkeitsinitiative Umwelt + Bauen bislang nicht gelungen, die Sanierungsrate über 1,5 % zu heben", gemahnt Franz Roland Jany, Geschäftsführer der Gemeinschaft Dämmstoff Industrie. "Die von Bundesminister Berlakovich und Mitterlehner vorgestellte Weiterentwicklung des Sanierungsschecks ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es bedarf einer optimaleren Abstimmung zwischen Bundes- und Länderförderungen im Wohnbereich", so Jany, der im Sanierungsscheck einen positiven Zusatz-Anreiz zu den Bemühungen der Bundesländer sieht.

Eine Wiedereinführung der Zweckbindung bei der Wohnbauförderung, wie sie auch Bundesminister Hundstorfer unterstützt, ist eine weitere Kernforderung der GDI. Sie würde in Zukunft einen gezielten Mitteleinsatz garantieren und sicherstellen, dass die Wohnbaugelder nicht durch spekulative Veranlagungen gefährdet werden. "Es muss sichergestellt werden, dass die Wohnbauförderung für soziales, energiesparendes und umweltfreundliches Wohnen - völlig risikolos -investiert und nicht zweckentfremdet in den diversen Landesbudgets wird", so Jany.

Die Einbeziehung mehrgeschossiger Wohnbauten sowie Mietwohnungen sieht Jany als ein wichtiges Zeichen der Bundesregierung im Sinne der Gleichbehandlung. Denn auch wenn die größten technisch-wirtschaftlichen Potentiale der thermischen Sanierung bei oft unzureichend gedämmten Einfamilienhäusern liegen, sind selbstverständlich auch Bewohner von mehrgeschossigen Wohnbauten (Mieter wie Eigentümer) von steigenden Energiepreisen betroffen und sollten entsprechend unterstützt werden. In dasselbe Horn stößt die Einbindung der Gemeinnützigen Wohnbauträger in die Bundesförderung für thermische Sanierung.

Unterm Strich ist der Sanierungsscheck ein Gewinn für alle: Für die Bewohner, die sich mit einer umfassenden Sanierung bis zu 2.500 Euro an Heizkosten pro Jahr sparen können, für die Baubranche, die von stabilen Aufträgen profitiert und auch für Umwelt und Klima, denn weniger Energieverbrauch heißt weniger CO2- und Schadstoffausstoß. "Und der Clou an der Sache: Am Ende profitiert auch der Staatshaushalt. Denn die eingesetzten Mittel werden über steigende Steuern und Abgaben sowie niedrigere Sozialausgaben mehr als ausgeglichen", so Jany.

Über GDI:

Die GDI ist die produktunabhängige Plattform und Interessensvertretung der österreichischen Dämmstoffindustrie. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Steigerung der Energieeffizienz sowie dem Wärme- und Klimaschutz bei Gebäuden.

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Mag. Franz Roland Jany
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