Schultes: Wehrpflicht-Abstimmung hat erhebliche Konsequenzen für ländlichen Raum

Wahlrecht nutzen und im Sinne der Versorgungssicherheit entscheiden

St. Pölten (OTS) - "Neben den allgemeinen Argumenten zur Wehrpflicht-Volksbefragung hat das Ergebnis der Abstimmung auch erhebliche Auswirkungen auf Bäuerinnen und Bauern in Notsituationen", macht der Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Hermann Schultes, deutlich. "Durch die allgemeine Wehrpflicht und den damit verbundenen Zivildienst steht landwirtschaftlichen Familienbetrieben, die durch Unfälle, Krankheit oder andere Schicksalsschläge getroffen werden, eine unverzichtbare Hilfestellung zur Verfügung. Jahr für Jahr können 120 bis 140 Zivildiener bäuerliche Betriebe mit ihrem Einsatz unterstützen und somit deren Existenz absichern. Eine Abschaffung der Wehrpflicht und damit des Zivildienstes würde jene Landwirte besonders treffen, welche die Unterstützung am meisten benötigen", warnt Schultes.

Ländliche Regionen brauchen Freiwilligenorganisationen

Durch die Abschaffung von Wehrpflicht und Zivildienst wären auch viele Freiwilligenorganisationen wie Feuerwehr und Rettung zumindest mittelfristig in ihrer Einsatzfähigkeit bedroht. Die Folgen, insbesondere für den ländlichen Raum, wären dramatisch", gibt Schultes zu bedenken. "Im Sinne der Lebensqualität der Menschen in den ländlichen Regionen Österreichs ersuche ich genau zu überlegen, welche Variante die Versorgungssicherheit zum Schutz der Bevölkerung flächendeckend garantieren kann", appelliert der LK-Präsident an die Bevölkerung in Niederösterreich. "Die Landwirtschaftskammern arbeiten für vitale und sichere ländliche Räume. Daher sprechen sie sich auch eindeutig für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildiensts aus", stellt Schultes fest.
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