- 17.01.2013, 09:48:47
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Pharmaindustrie forscht stärker als je zuvor im Kampf gegen Tropenkrankheiten
Wien (OTS) - Pharmazeutische Industrie intensiviert Forschungs- und
Entwicklungstätigkeit im Bereich Neglected Tropical Diseases (NTDs,
vernachlässigte Tropenkrankheiten). Jedes fünfte F&E-Projekt ist
industrie-gesponsert.
Pharmazeutische Unternehmen intensivierten seit 2011 weltweit ihre
Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F&E) um 40 Prozent, um
vernachlässigte Tropenkrankheiten besser behandeln zu können. Derzeit
laufen 132 F&E-Projekte in diesem Bereich. Ein Fünftel davon ist
industrie-, die restlichen sind akademisch gesponsert. Das Engagement
kommt Millionen Menschen in den ärmsten Regionen zu Gute, die an
Krankheiten wie Schlafkrankheit, Lepra, Wurmerkrankungen oder
Elephantiasis leiden.
"Ziel der erhöhten Forschungstätigkeit sind neue oder verbesserte
Behandlungsmethoden für Krankheiten, die mehr als eine Milliarde
Menschen bedrohen", sagte Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der
Pharmig aus Anlass der Veröffentlichung der jüngsten F&E-Zahlen im
NTD-Bereich. Die weltweit laufenden 132 Projekte im Forschungs- und
Entwicklungsbereich fokussieren auf die von der
Weltgesundheitsorganisation WHO priorisierten neun Tropenkrankheiten.
Dazu zählen Tuberkulose, Malaria, Dengue-Fieber und Bilharziose.
Die neun Tropenkrankheiten sollen bis zum Jahr 2020 ausgerottet
sein. Vor einem Jahr hatten sich pharmazeutische Unternehmen
freiwillig dazu verpflichtet, ihre Investitionen in den F&E-Bereich
zu erhöhen, um dieses Ziel gemeinsam mit der WHO und internationalen
Gesundheitsorganisationen zu erreichen. Zusätzlich stellt die
pharmazeutische Industrie bis zum Jahr 2020 insgesamt 14 Milliarden
Behandlungen zur Verfügung. "Mit diesem ganzheitlichen Ansatz leisten
wir einen wesentlichen Beitrag, Menschen in Ländern mit geringem oder
mittlerem Einkommen zu unterstützen und sie vor den in diesen
Regionen häufigen Krankheiten zu schützen", unterstreicht Huber die
Bemühungen der Pharmaindustrie. "Wir erhöhen mit den
Medikamentenspenden die Leistungsfähigkeit der WHO hinsichtlich der
Versorgung der Betroffenen", so Huber.
Von den 132 laufenden F&E-Projekten im Bereich der
vernachlässigten Tropenkrankheiten sind 112 sogenannte product
development partnerships (PDP), also partnerschaftliche
Produktentwicklungsprojekte zwischen der Industrie, der Akademia, dem
öffentlichen Sektor und Institutionen. 20 Projekte sind
unternehmenseigene Vorhaben. Die International Federation of
Pharmaceutical Manufacturers & Associations (IFPMA) veröffentlichte
hierzu den Report "Pharmaceutical R&D Projects to Discover Cures for
Patients with Neglected Conditions", der im Pressebereich auf
www.pharmig.at zum Download bereitsteht, ebenso wie der aktuelle
zweite Bericht der WHO zu den "Neglected Tropical Diseases".
Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand Jänner 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast
100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.
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