Pharmaindustrie forscht stärker als je zuvor im Kampf gegen Tropenkrankheiten

Wien (OTS) - Pharmazeutische Industrie intensiviert Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Bereich Neglected Tropical Diseases (NTDs, vernachlässigte Tropenkrankheiten). Jedes fünfte F&E-Projekt ist industrie-gesponsert.

Pharmazeutische Unternehmen intensivierten seit 2011 weltweit ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F&E) um 40 Prozent, um vernachlässigte Tropenkrankheiten besser behandeln zu können. Derzeit laufen 132 F&E-Projekte in diesem Bereich. Ein Fünftel davon ist industrie-, die restlichen sind akademisch gesponsert. Das Engagement kommt Millionen Menschen in den ärmsten Regionen zu Gute, die an Krankheiten wie Schlafkrankheit, Lepra, Wurmerkrankungen oder Elephantiasis leiden.

"Ziel der erhöhten Forschungstätigkeit sind neue oder verbesserte Behandlungsmethoden für Krankheiten, die mehr als eine Milliarde Menschen bedrohen", sagte Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig aus Anlass der Veröffentlichung der jüngsten F&E-Zahlen im NTD-Bereich. Die weltweit laufenden 132 Projekte im Forschungs- und Entwicklungsbereich fokussieren auf die von der Weltgesundheitsorganisation WHO priorisierten neun Tropenkrankheiten. Dazu zählen Tuberkulose, Malaria, Dengue-Fieber und Bilharziose.

Die neun Tropenkrankheiten sollen bis zum Jahr 2020 ausgerottet sein. Vor einem Jahr hatten sich pharmazeutische Unternehmen freiwillig dazu verpflichtet, ihre Investitionen in den F&E-Bereich zu erhöhen, um dieses Ziel gemeinsam mit der WHO und internationalen Gesundheitsorganisationen zu erreichen. Zusätzlich stellt die pharmazeutische Industrie bis zum Jahr 2020 insgesamt 14 Milliarden Behandlungen zur Verfügung. "Mit diesem ganzheitlichen Ansatz leisten wir einen wesentlichen Beitrag, Menschen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen zu unterstützen und sie vor den in diesen Regionen häufigen Krankheiten zu schützen", unterstreicht Huber die Bemühungen der Pharmaindustrie. "Wir erhöhen mit den Medikamentenspenden die Leistungsfähigkeit der WHO hinsichtlich der Versorgung der Betroffenen", so Huber.

Von den 132 laufenden F&E-Projekten im Bereich der vernachlässigten Tropenkrankheiten sind 112 sogenannte product development partnerships (PDP), also partnerschaftliche Produktentwicklungsprojekte zwischen der Industrie, der Akademia, dem öffentlichen Sektor und Institutionen. 20 Projekte sind unternehmenseigene Vorhaben. Die International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations (IFPMA) veröffentlichte hierzu den Report "Pharmaceutical R&D Projects to Discover Cures for Patients with Neglected Conditions", der im Pressebereich auf www.pharmig.at zum Download bereitsteht, ebenso wie der aktuelle zweite Bericht der WHO zu den "Neglected Tropical Diseases".

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.

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Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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