- 16.01.2013, 11:34:12
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Visualisierung von Aspekten der Weltformel
Wien (OTS) - Renate Quehenberger und Peter Weibel überführten im
PEEK-Projekt "Quantenkino - eine digitale Vision" algebraische
Beschreibungen in der Quantenphysik in 3D-animierte dynamische
Geometrie
Die Künstlerin Renate Quehenberger und ihr Team an der Universität
für angewandte Kunst Wien / Medientheorie) stellen die
Forschungsergebnisse des PEEK-Projekts (2010-2013) "Quantenkino -
eine digitale Vision" (Leitung: Peter Weibel) vor und laden zur
Ausstellung und zum Symposium ein. "Quantum Cinema - a digital
Vision" / "Quantenkino - eine digitale Vision" ist der Titel des
künstlerischen Forschungsprojektes von Peter Weibel und Renate
Quehenberger an der Universität für angewandte Kunst Wien, das vom
österreichischen Wissenschaftsfond FWF im Rahmen des Programms zur
Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK) gefördert wurde. Das
Projekt versteht sich als künstlerische Forschung auf dem Gebiet der
Grundlagenforschung in der Quantenphysik. Mit den Mitteln der
digitalen Kunst ist es gelungen, rein abstrakte algebraische
Beschreibungen der Höheren Mathematik in der Quantenphysik als
3D-animierte dynamische Geometrie in filmische Abläufe zu überführen
und damit einen visuell und kognitiv fassbarer Zugang zu sogenannten
"Zusatzdimensionen" (D>3) zu schaffen. Zahlreiche brillante
mathematische Konzepte für verschiedene vereinheitlichte Theorien des
20. Jahrhunderts gelten aufgrund fehlender anschaulicher Geometrie
als nicht vollständig bewiesen.
Quantenkino = 3D-animierte Geometrie als digitales filmisches
Erlebnis zum Erkenntnisgewinn: Das als filmisches Geometrie-Beispiel
entwickelte höherdimensionale digitale Raummodell bettet die
vierdimensionale Raum-Zeit kontinuierlich in ein 6D-Raummodell ein.
Damit lässt sich die Kluft zwischen Quantenmechanik und Spezieller
Relativitätstheorie ("Weltformel") anschaulich schließen. Die
3D-Geo-Filme sollen einen einfachen Zugang zu einem Verständnis der
komplexen höherdimensionalen Wirklichkeit, in der wir leben,
ermöglichen.
Anhand von digitalen 5D-Raumzellen (Platon`s 5. Element) konnten
komplexe Symmetrien des Hyperraumes in 3D-Geometrie visualisiert
werden, die der Mathematische Physiker Michel Planat zur Erforschung
der Kontextualität, das heißt von komplexen Strukturen von
Quantensystemen (qubit, qutrit in D>7) brauchbar findet.
Das im QC-Projekt entwickelte Visualisierungstool besitzt das
Potenzial für zukünftige Anwendung auf den Gebieten
Quanten-Information, der Quasi-Kristallografie und Nanotechnologie.
Bob Coecke (Professor of Quantum Foundations, Logics and Structures,
Wolfson College, Oxford): "Renate Quehenberger verwandelt die
mystifizierenden Aspekte der Quantenphysik in nicht-trivial
verbildlichte Quantenkino-Filme, um die Informations-Allee der
physikalischen Realität aufzuklären."
Das Quantenkino-Projekt
"Quantum Cinema - a digital Vision" / "Quantenkino - eine digitale
Vision" entwickelte eine visuelle Erschließung von bisher rein
abstrakten höherdimensionalen geometrischen Konzepten zur
Beschreibung von Quantenphänomenen.
Die künstlerische Grundlagenforschung erfolgte in Zusammenarbeit mit
WissenschafterInnen aus verschiedenen Forschungsbereichen wie
Anthropologie der Künste mit der Philosophin Elisabeth von Samsonow,
der Experimentellen Quantenphysik mit Helmut Rauch (ATI) und der
Mathematik mit Hellmuth Stachel und Martin Blümlinger (beide TU
Wien).
An der künstlerischen Umsetzung waren Studierende der
Mediengestaltung/Digitale Kunst (Nikola Tasic und Kathrin Stumreich)
und Art and Science (Rudi Friemel) sowie der CAD- und
Animations-Designer Christian Magnes und Hans Katzgraber als
mathematischer Berater beteiligt.
Das Quantenkino-Projekt kann mit seiner Verschränkung von
digitaler Kunst und Quantenphysik in der Grundlagenforschung als
Beispiel für hochqualitative künstlerische Forschung dienen.
Ausstellung
Peter Weibel + Renate Quehenberger Quantum Cinema - A Digital Vision
Ausstellungseröffnung
17. Januar 2013, 19 Uhr
Ausstellungsdauer
18. Januar 2013 - 17. März 2013
Schauraum, quartier21 (Electric Avenue)
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1/5, 1070 Wien
Das Quantenkino Team zeigt 3D-animierte Geometrie als Prints und
Video / 3D-animierte Gastkünstler: Skulptur (Osamar Zatar)
Quantum Cinema ArtScie Symposium Universität für angewandte
Kunst
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien
Ferstel-Trakt, Dachgeschoß, Seminarraum A
21.01.2013, 13 - 17:30 Uhr
Eröffnung: Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst
Wien
Die QUANTUM CINEMA-AR-Künstler-Gruppe Peter Weibel, Renate
Quehenberger sowie die an der Forschung des PEEK-Projekts "Quantum
Cinema - a digital Vision" / "Quantenkino - eine digitale Vision"
beteiligten WissenschaftlerInnen, der Experimentalphysiker Helmut
Rauch (ATI), die Künstlerin und Philosophin Elisabeth von Samsonow
(Anthropologie der Künste, Akbild) sowie die Mathematiker Helmut
Stachel und Martin Blümlinger (beide TU Wien) stellen ihre
Forschungsergebnisse und erarbeiteten Visualisierungen vor und
diskutieren sie mit international anerkannten ExpertInnen für die
Grundlagenforschung der Quantenphysik sowie der Kunst- und
Wissenschaftstheorie:
Programm
Arthur I. Miller: "Visualizing the Invisible"
Michel Planat : "Towards visualizing the geometry of non-locality and
contextuality proofs"
Bob Coecke: "Quantum Picturalism"
Claire Pajaczkowska: "The Techno-Primitive Two-Step: Imagining and
modeling science concepts in post digital art and design"
Theo Nieuwenhuizen wird via Skype teilnehmen.
Rahmenprogramm
"A transcendent Farewell Party for the QUANTUM CINEMA Project"
20.01.2013, Elektro Gönner, 22 Uhr
Konzert mit den MusikerInnen Mia Zabelka* und Electric Indigo* (duo
"colophony circuit") mit Tobi Binär und Prof. Bob (Coecke),
Gastauftritt von Peter Weibel quantenmechanisch wahrscheinlich. DJs
Engelsharfen und Teufelsgeigen. Quantenkino- Visuals: Nikola Tasic
Pressemappe und Pressebilder
http://quantumcinema.uni-ak.ac.at/
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