Strache zu Kinderheim/Wilhelminenberg: Gedächtnisstätte muss eingerichtet werden!

Der Verdacht, wonach es in städtischen Kinderheimen organisierten Missbrauch mit Verbindungen zur Prostitution gegeben hat, muss umfassend aufgeklärt werden!

Wien (OTS/fpd) - Die jüngsten Ergebnisse rund um die Aufarbeitung der Kindesmissbrauchsfälle im ehemaligen städtischen Kinderheim am Schloss Wilhelminenberg bestätigen die schlimmsten Befürchtungen. Bereits im Herbst 2011 haben die Enthüllungen in der Tageszeitung "Kurier" massive Verdachtsmomente in Richtung "organisierter Missbrauch" gezeigt, die offiziellen Vertreter der Stadt Wien, allen voran Bürgermeister Häupl und Stadtrat Oxonitsch, waren bis zum heutigen Tag außer zu teils skurrilen Wortspenden zu keiner Entschuldigung bereit. Die nunmehrigen Verbindungen bis ins Rotlichtmilieu zeugen jedoch von einer gut organisierten, mafiös strukturierten Organisation inmitten der Stadt Wien. Hier gilt es, alle Fakten auf den Tisch zu legen und dieses System der Wiener SPÖ lückenlos aufzuklären, so heute der Wiener FPÖ-Obmann NAbg. Heinz-Christian Strache.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass gerade die Wiener SPÖ bei diesem Thema auf beiden Ohren taub und auf beiden Augen blind zu sein scheint. Am 21. Februar 2012 berichtete die Tageszeitung Kurier in einem Artikel, dass es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen ist, dass Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft nicht mehr auffindbar waren und somit nicht weiter verfolgt werden konnten. Besondere Brisanz erhalten diese "in Verstoß geratenen" Anzeigen dadurch, dass es sich dabei um Fälle von vermeintlichem Kindesmissbrauch handelt und auch ehemalige Wiener SPÖ-Politiker als Verdächtige davon betroffen sind. Hier gelte es auch zu beurteilen, ob die massive Nähe der Staats- oder Oberstaatsanwaltschaften zum "Bund sozialistischer Akademiker" (BSA) mit diesem Aspekt zu tun habe, erklärt Strache.

Faktum ist jedenfalls, dass die Vorkommnisse rund um die städtischen Wiener Kinderheime nichts Neues seien - die Stadt Wien und die SPÖ-Wien war seit den späten 1970er Jahren darüber informiert und auch die Gerichte wurden immer wieder angerufen. Jedoch war offenbar schon damals eine verpolitisierte Justiz nicht daran interessiert, die Verstrickungen von SPÖ und dem Kindesmissbrauch in den Kinderheimen auch nur im Ansatz aufzuklären. Vor nunmehr 30 Jahren, im Jahr 1982, kündigte die Staatsanwaltschaft Wien in einem Gerichtsverfahren Untersuchungen gegen Erzieher des ehemaligen Kinderheims am Wilhelminenberg an. Eine der Jugendlichen hatte in einem Verfahren ausgesagt, dass Erzieher am Wilhelminenberg mit nassen Handtüchern auf Heimkinder eingeschlagen haben. Der Staatsanwalt kündigte "Maßnahmen" gegen Erzieher H. an, der heute noch als Gewerkschaftsfunktionär tätig ist. Selbstredend, dass die Sache damals eingeschlafen ist und es keine Tätigkeit der Staatsanwaltschaft gab, so Strache.

Das geschehende Unrecht ist nicht wiedergutzumachen. Auch die bescheidenen finanziellen Leistungen, die von der Stadt Wien den Opfern bezahlt wurden, können am SPÖ-System des Grauens nichts mehr ändern. Dass es der Wiener Bürgermeister jedoch bis heute nicht schafft, eine Geste der Entschuldigung zu setzen, Worte des Bedauerns zu finden oder gar mit den Opfern persönlich zu sprechen, zeuge von menschlicher Kälte, von Abgehobenheit und absolutem Desinteresse. Stattdessen werden ehemalige Erzieher und Erzieherinnen, wie etwa die "Gutmenschin" Ute Bock mit Auszeichnungen und finanziellen Leistungen bedacht, obwohl sie kundgetan hat, Kinder geschlagen zu haben. "Die Kinder sind sicher gedroschen und misshandelt worden." Kollegen hätten den Kindern nasse Bettwäsche ins Gesicht gedrückt oder sie mit Ohrfeigen durchs Stiegenhaus getrieben, "dass überall an der Wand das Blut geklebt ist. Das war damals so üblich", so Ute Bock wörtlich.

Die Wiener SPÖ, sonst nicht sonderlich verlegen wenn es darum geht, auf alle möglichen Wiener Häuser irgendwelche Gedenktafeln anzubringen, wäre dringend aufgefordert, eine Gedächtnisstätte für all jene Wiener Kinder einzurichten, die in ihrem eigenen Verantwortungsbereich misshandelt, missbraucht oder gar zu Tode gekommen sind. Bis heute bleiben Zeuginnen dabei, dass Kinder vom Schloss Wilhelminenberg "verschwunden" und nie mehr aufgetaucht sind. Hier gelte es dringlich für Aufklärung zu sorgen, so Strache abschließend. (Schluss)

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