Schülerunion ad BMUKK: Jahreswechsel als Anlass für ein Aufräumen der Baustelle Zentralmatura

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät...

Wien, 16. Jänner 2013 (OTS) - Anlässlich des kürzlichen Jahreswechsels und der heutigen Präsentation des nationalen Bildungsberichts blickt die Schülerunion auf das vergangene Jahr zurück, dabei kaum zu übersehen: Die Verschiebung der Zentralmatura. Das dadurch gewonnene Jahr sollte der besseren Vorbereitung dienen. Bisher sind jedoch die meisten Probleme ungelöst geblieben und Verbesserungsvorschläge wurden vielfach ignoriert. Es scheint als hätte das BMUKK die Zeit übersehen. Daher bringt die Schülerunion drei Forderungen ein, die unerlässlich für einen erfolgreichen ersten Durchgang der Zentralmatura sind.

#Endlich Reglung für "Durchfaller" finden:

Immer noch ungeklärt ist, was mit Schülern geschehen soll, die laut aktuellem Stand nach dem "alten" Maturasystem maturieren müssten und das Schuljahr nicht positiv abschließen. Diese Repetenten fallen durch die Wiederholung einer Klasse, quasi unvorbereitet, in einen Zentralmatura-Jahrgang. Der Schüler ist im Nachteil gegenüber bereits auf die Zentralmatura trainierten Klassenkameraden.

#Beurteilungsschlüssel per Verordnung festlegen:

Der Beurteilungsschlüssel für die Zentralmatura ist momentan der Willkür des Bifie unterworfen, da er immer noch kein genügend definierter Bestandteil einer Verordnung ist. Mittlerweile, einen Jahrgang vor der Zentralmatura, müssen die Beurteilungskriterien jedoch festgeschrieben sein, damit die Schulen damit arbeiten können.

# Faire Regelung bezüglich erlaubter Hilfsmittel:

Nach wie vor dürfen je nach Schultyp Wörterbücher und Taschenrechner manchmal verwendet werden, manchmal muss der Schüler ohne Hilfsmittel auskommen - eine unfaire Regelung. Natürlich werden in den verschiedenen Schultypen verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Unterschiedlich fortgeschrittene Kenntnisse in den jeweiligen Fächern müssen dennoch durch den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben berücksichtigt werden - nicht durch das Erlauben oder eben "Nicht-Erlauben" der Nutzung von Hilfsmitteln.

Bundesobmann Daniel Perschy zeigt sich sichtlich verärgert über das untätige BMUKK: "Es kann nicht sein, dass zahlreiche Schüler im Land für eine Verschiebung einer unausgereiften Zentralmatura gekämpft haben und sich seitdem trotzdem nichts bewegt hat. Die im vergangenen Jahr massiv kritisierten Punkte wurden immer noch nicht gelöst. Was soll ich, als Schüler, von dieser ignoranten Vorgehensweise halten?"

Zudem geht auch die Idee hinter den Kompetenzchecks, die quer durch ganz Österreich von der Schülern absolviert wurden, nicht wirklich auf. Perschy dazu: "Der Hintergrund hinter den Komptenzchecks ist, dass der Schüler nach Absolvieren dieser Checks weiß, wo er steht und was bis zu seiner Matura noch zu verbessern ist. Der Lehrer erfährt zudem, wo seine Klasse, der Direktor und seine Schule steht. Tatsächlich haben die Checks die Schülerschaft jedoch mehr verunsichert als die Angst genommen. Schlechte Ergebnisse verstärken das schlechte Gefühl der Schüler bezüglich ihrer Matura. Ein Konzept, dass in jedem Fall zu überdenken ist!"

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 27 von 29 Mandaten hält.

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Österreichische Schülerunion
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