Aktuelle Studie beweist Notwendigkeit und Fairness der Festplattenabgabe

Neueste GfK-Studie bestätigt: Festplatten sind das primäre Speichermedium für urheberrechtlich geschützte Werke, Anzahl der gespeicherten Kopien seit 2010 mit steigender Tendenz

Wien (OTS) - Eine durch das Institut GfK im Dezember 2012 österreichweit durchgeführte Studie belegt in der laufenden Diskussion zur geplanten Festplattenabgabe, dass in Österreich urheberrechtlich geschützte Werke auf Festplatten gespeichert werden. 6 Millionen Personen speichern urheberrechtlich geschützte Inhalte, wie Musik, Fotos, Texte oder Filme auf die Festplatten. Im Durchschnitt werden auf einer Festplatte 2.716 Musiktitel, 1.339 Fotos und Bilder, 317 urheberrechtlich geschützte Texte sowie 301 Filme und 91 Hörbücher gespeichert. Die Tendenz bei der Anzahl dieser Privatkopien ist seit der letzten GFK-Umfrage in 2010 sogar steigend.

Damit wird eine wesentliche Grundlage für die Richtigkeit und Notwendigkeit der Einführung der Festplattenabgabe als Teil der geplanten Novelle des Urheberrechtes bestätigt. Als hinfällig erweisen sich damit gleichzeitig alle Argumente der Gegner einer solchen pauschalen Urheberrechtsabgabe, mit der die österreichischen Kunstschaffenden eine Abgeltung für die Nutzung ihrer künstlerischen Tätigkeit erhalten, dass Festplatten und ähnliche Speichermedien nicht zum Kopieren urheberrechtlich geschützter Inhalte herangezogen werden würden.

Laut GfK besitzen oder verwenden rund 6,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher PCs, Notebooks oder Tablets. Davon speichern knapp 6 Millionen Personen (oder 96 Prozent) urheberrechtlich geschützte Inhalte, wie Musik, Fotos, Texte oder Filme auf die Festplatten dieser Geräte. Die Angaben zur Anzahl der gespeicherten Daten (2.716 Musiktitel, 1.339 Fotos und Bilder, 317 Texte, 301 Filme und 91 Hörbücher) beziehen sich auf urheberrechtlich geschütztes Material.

Zu diesen Ergebnissen kommt die GfK Austria-Studie "Entwicklung des Digitalmarktes", die im Auftrag von IFPI Austria im Zeitraum vom 5. bis 14. Dezember 2012 durchgeführt wurde (CAWI-Computer Assisted Web Interviewing). Die Studie ist mit 1.000 Befragten repräsentativ für die österreichische Bevölkerung (7.438.000 Personen ab 11 Jahren). Die Detailergebnisse der Studie, die sich auch mit den Erwartungen und Einstellung der Konsumentinnen und Konsumenten zum Digitalmarkt beschäftigt, werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

"Diese Studienergebnisse bestätigen einmal mehr, was wir seit langem sagen: Wie überfällig die Einführung der Festplattenabgabe endlich auch in Österreich ist. Sie ist auch für alle Konsumentinnen und Konsumenten die fairste Lösung, wenn ihnen diese Menge an Inhalten als Privatkopien für den jährlichen Gegenwert eines großen Braunen, nämlich 3 Euro pro Jahr, zur Verfügung steht", kommentiert Gerhard Ruiss diese Ergebnisse. "Die immer wieder von der Industrie genannten Horrorzahlen über eine angebliche Verteuerung der Festplatten, PCs und anderer Geräte durch die Festplattenabgabe stimmen einfach nicht", ergänzt Christian Kolonovits, "und auch das werden wir sehr bald schwarz auf weiß haben, denn es gibt ja auch andere Länder, in denen es die Festplattenabgabe gibt und deren Preise wir und alle, die sich dafür interessieren, mit jenen des österreichischen Handels vergleichen können."

Laut österreichischem Urheberrechtsgesetz darf jede Privatperson urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Musik, Film, Literatur oder Bilder zum eigenen oder privaten Gebrauch ohne konkrete Erlaubnis der Rechteinhaber kopieren. Als Vergütung erhalten diese die Einnahmen aus der "Urheberrechtsabgabe" (URA), das sind die Leerkassettenvergütung und die Reprografievergütung. Die Privatkopie ist aber rechtlich an die URA gebunden und eine Nicht-Anpassung der technisch überholten Leerkassettenvergütung auf Festplatten führt seit Jahren nicht nur direkt zu einem dramatischen Einnahmenentgang der Kunstschaffenden, sondern letztlich auch zu einem Verlust dieses Rechtes.

In der Initiative "Kunst hat Recht." haben sich etwa 2.700 Musiker, Autoren, Filmschaffende, bildende Künstler und Fotografen zusammengeschlossen, um auf den massiven Einkommensverlust durch die Missachtung des Urheberrechts im Internet aufmerksam zu machen.

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