Dekanat Wien 8,9: Schönborn beendet am 18. Jänner Visitation

Das Dekanant besteht aus sieben Pfarren - Eine davon, die Votivkirche, ist aufgrund der seit fast einem Monat währenden Besetzung zu internationaler Berühmtheit gelangt

Wien, 12.01.13 (KAP) Nach einem Jahr intensiver Gespräche beendet Kardinal Christoph Schönborn am 18. Jänner die Visitation des Wiener Stadtdekanants 8/9. Das Dekanant besteht aus sieben Pfarren - Alser Vorstadt, Breitenfeld, Canisiuskirche, Lichtental, Maria Treu, Rossau und Votivkirche. Letztere ist mittlerweile - aufgrund der seit fast einem Monat währenden Besetzung - zu internationaler Berühmtheit gelangt.

Kardinal Schönborn wird die Lage sowie die Zukunft der Seelsorge im Dekanat am Freitag, 18. Jänner, bei einer Pastoralkonferenz mit den Priestern, Ordensleuten und Pfarrmitarbeitern besprechen. Danach leitet der Wiener Erzbischof um 18.30 in der Krypta der Canisiuskirche eine feierliche Abschlussvesper.

Auf "Kathpress"-Anfrage sagte Kardinal Schönborn am Samstag, er sei im Dekanat 8/9 sehr lebendigen Pfarren begegnet. Unmittelbar "bedroht" sei keine der Pfarren, wahrscheinlich werde es aber auf lange Sicht notwendig sein, Pfarren zusammenzulegen. Eine ganz zentrale Frage sei die Zusammenarbeit der Ordensgemeinschaften. Drei der Pfarren im Dekanat sind von Orden geführt.

Das Stadtdekanat 8/9 ist im Gegensatz zu anderen Wiener Dekanaten auch stark von der kategorialen Seelsorge geprägt, denn hier liegen viele Universitäten, Spitäler aber auch Gefängnisse. Das Dekanat zählt sieben Pfarren. Von den 65.000 Einwohnern sind 29.000 Katholiken. Im Gebiet befinden sich zahlreiche Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser. Neben dem Allgemeinen Krankenhaus finden sich weitere Spitäler, drei Universitäten einschließlich Universitätsseelsorge und Seelsorge an ausländischen Studierenden (AAI), zahlreiche fremdsprachige Gemeinden, Gefangenenhäuser mit dort tätigen Seelsorgern sowie das Priesterseminar. Die Liste der zu visitierenden Einrichtungen war somit für den Kardinal weitaus umfassender als bei einer "Standard-Visitation", bei der es nur um Pfarren geht.

Die Visitation des Stadtdekanats 8/9 in der Phase der 2012 gestarteten Wiener Diözesanreform sei ein spannendes Vorhaben, hatte Dechant Wolfgang Kaes und die Josefstädter Bezirksvorsteherin Veronika Mickel beim Start der Visitation betont. Kardinal Schönborn nannte die Diözesanreform im Vorjahr die "tiefst greifende Umbau der Erzdiözese seit der Pfarr-Reform von Kaiser Joseph II. vor mehr als 200 Jahren".

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