FPK-Darmann: Landesrechnungshof muss Veldens Spekulationsgeschäfte prüfen!

Bgm. Vouk hat weiteren Erklärungsbedarf

Klagenfurt (OTS) - Der Spekulationsskandal von Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk sei für diesen alles andere als ausgestanden, richtet heute FPK-Klubobmann Gernot Darmann dem Kärntner Gemeindebundpräsidenten aus. Denn mit dessen Erklärung, dass die Bank Austria einen Großteil des Verlustes trägt, gewinne man eher den Eindruck als sollte die Bevölkerung weiter hinters Licht geführt werden. "Daher fordern wir die Überprüfung durch den Landesrechnungshof", kündigt der freiheitliche Klubobmann einen entsprechenden Antrag in der nächsten Landtagssitzung an.

Für Darmann stellen sich noch viele Fragen, die es zu klären gilt. So ist vorrangig der Öffentlichkeit zu erklären, wie der Vergleich mit der Bank Austria tatsächlich aussieht. Verniedlicht von einem "blauen Auge" zu sprechen, mit dem die Gemeinde Velden davon gekommen sei, lasse eher Schlimmes befürchten, vor allem vor dem Hintergrund, dass Herr Vouk sogar vom ORF bei der Behauptung der Unwahrheit in dieser Causa überführt wurde.

Folgende Fragen harren laut Darmann einer Erklärung:
1) Wie groß ist der tatsächliche finanzielle Verlust, nach Abzug des sogenannten "Großteils" der Bank Austria?
2) Wie konnte SPÖ-Bgm. Vouk "seiner" Bank erklären, dass sein ehemals für Finanzen zuständiger SPÖ-Vizebürgermeister und nunmehriger Amtsleiter trotz dessen höchstrangigen Funktion als Finanzbeamter die Grundlagen und Risiken eines Frankenkredites missverstanden haben soll? Dies wäre so, als würde sich ein Schwimmlehrer über die Nässe des Wassers wundern.
3) Wer kassierte die Monsterprovision für das Spekulationsgeschäft? Dies wäre im Übrigen auch im SPÖ-Steuergeldspekulationsskandal in Salzburg zu hinterfragen.
4) Wo bleiben die Konsequenzen des Gemeindebundpräsidenten, der die Öffentlichkeit hinsichtlich der eigenen Steuergeldspekulationen belogen hat und untragbar geworden ist?
5) Welche Rolle spielt SPÖ-Parteichef Kaiser hinsichtlich seines Wissensstandes? Da die SPÖ im Wahlkampf mit "Verantwortung" und "Vertrauen" wirbt, müsste Kaiser, wenn er sich selbst ernst nimmt, seinen Parteikollegen Vouk zum Rücktritt auffordern.

Wenn die Bank Austria tatsächlich einen Großteil der Spekulationsverluste übernommen habe, sei dies natürlich gut für die Gemeinde Velden und ihre Bürger. "Was passiert jedoch mit den anderen Frankenkredit-geschädigten Kunden der Bank Austria wie beispielsweise den Häuselbauern? Werden auch sie mit der Übernahme eines "Großteiles" des Verlustes rechnen können? Wohl kaum. Und das ist auch das zusätzlich Verwerfliche an dieser unappetitlichen Causa", schließt Darmann.

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